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Erstes Capitel.
Am 3. Febr[uar] 1813 wurde das reitende Jägerregiment Herzog Louis, das seit der Mitte des Octobers 1812. nur noch dem Namen nach existirt hatte, wieder errichtet, oder mit anderen anderen Worten, es erhielt wieder Officiere, Mannschaft und Pferde. Die Mannschaft war im Monat Jan[ua]r conscribirt worden, und die Pferde hatte der General v[on] Jett von Leipzig, wo sie aufgekauft worden waren, zurückgebracht. Ich erhielt, wie jeder aus Rußland zurückgekehrte Cavallerie-Officier, ein Pferd zum Geschenk, und 20. Louisdor zur Equipirung, und als unsere übrige Mannschaft von Inowraclaw ankam, und meine 2. zurückgelassenen // S. 107// Pferde mitbrachte, so war ich wieder vollständig beritten. Noch am nämlichen Tage trafen wir in der uns angewiesenen Garnison Winnenthal ein, wo Officiere und Soldaten im Schlosse und den NebenGebäuden untergebracht wurden. Als das Regiment nach und nach vollzählig gemacht wurde, so ward ein Theil desselben nach Waiblingen, und später die Hälfte des Regiments nach Eßlingen verlegt, wohin ich selbst mit der Schwadron v[on] Reinhart139 in den ersten Tagen des Monats März abging.
Schon am 4. Febr[uar] fieng das Exerciren der Mannschaft und das Zureiten der Pferde an, und wurde täglich mit grosem Eifer fortgesetzt. Zu Ende des Monats wurde bereits in Zügen und Schwadronen exercirt, und bis Ende März waren Mannschaft und Pferde so weit dressirt, als in dieser kurzen Zeit nur erwartet werden konnte.
In Winnenthal hatte meine Gesundheit durch etliche Anfälle von Nervenfieber heftige Stösse erlitten, es gelang jedoch den eifrigen Bemühungen des Arztes von Winnenden, Christmann, den vollständigen Ausbruch der Krankheit abzuwenden. Während meines Aufenthalts in Eßlingen hatte ich mich wieder sehr erholt. 139 {692}
Zu Ende des Monats März waren wir wieder in marschfertigem Stande. Am 4. April traf der Befehl ein, die // S. 108// zway Schwadronen von Eßlingen in die Nähe von Winnenden zu verlegen, damit sie mit den dortigen 2. Schwadronen zusammen geübt werden könnten. Am 6. April kamen wir dort an, aber schon Tags darauf erschien ein neuer Befehl, der uns Cantonnirungsquartiere an der Grenze gegen Würzburg anwies. Wir verließen daher am 8. April die Umgegend von Winnenden, und marschirten über Backnang, Hall und Langenburg bis in die Nähe von Rothenburg an der Tauber, wo wir am 12. ankamen, und in einige Dörfer verlegt wurden.
Der Abschied von meinen Verwandten aus Stuttgart, die mich noch am 5. April in Eßlingen besucht hatten, war mir schwer geworden. Nicht ohne Aengstlichkeit sah ich auf meinen geschwächten Körper, der einen neuen Krankheits-Anfall erlitten hatte, und mit dem ich nun neuen Strapatzen entgegen gehen sollte. Von Winnenden an ward ich dem Regiment einige Tage lang in einer Chaise nachgeführt, und erst den 23. April fieng ich wieder an, Dienste zu thun. Die Einwohner riefen uns überall ein Lebewohl nach, und bedauerten oft den aus Rußland vor Kurzem mühselig Entronnenen, der noch halb krank neuerdings den mühsamen Pfad des Krieges betreten mußte. Gleichwohl darf ich wohl sagen, daß ich — meiner körperlichen Schwäche ungeachtet — nicht ungerne meinem Berufe folgte, und von dem Eintritte des Frühlings das // S. 109//{693} Beste für meine Gesundheit hoffte. Bey Sulzbach gaben uns die Einwohner auf freyem Felde ein Rafraichissement, bey dem grose Herzlichkeit und laute Freunde herrschte, und an dem auch ich Theil nahm, so weit meine Unpäßlichkeit mir gestattete. Auch in Hall hatten wir die gute Aufnahme zu rühmen. Im Pfarrhause zu Spielbach brachte ich die meiste Zeit im Bette zu, um desto bälder wieder diensttüchtig zu werden; dieß hatte denn auch wirklich den guten Erfolg, daß ich von hier an nicht mehr zu fahren nöthig hatte, sondern wieder reiten konnte.
Zweytes Capitel.
Am 17. April brachen wir aus der Cantonnirung bey Rothenburg auf. Es waren zwey Cavallerie- und drey Infanterie-Regimenter, die unter der Anführung des Generallieutenants v[on] Franquemont das erste württembergische Armee-Corps bildeten, und in Sachsen zu der französischen Armee stoßen sollten.{694} Unser Marsch gieng über Niederstetten, Weikersheim und
Mergentheim gegen Würzburg hin. In Mergentheim kamen wir mit den übrigen Regimentern zusammen, und nahmen vom Vaterlande Abschied. Am 20. giengen wir an der äusserst freundlich gelegenen Festung Marienberg vorbey, über den // S. 110// Mayn, durch die schöne Stadt Würzburg bis nach Rottendorf und Umgegend, wo wir Rasttag hielten. Von hier richtete sich unser Marsch gegen den Thüringer Wald hin. Ueber Lauringen, und an der Würzburgischen Festung Königshofen vorbey, gelangten wir am 25. nach Römhild, einem{695} königlich sächsischen Städtchen mit einem alten Schloße. Tags darauf passirten wir Hildburghausen und Schleusingen, und am folgenden Tage giengen wir über den Thüringer Wald und bis Königssee. Am 29. hielten wir unsern lezten Rasttag in Heilsberg, und den umliegenden Orten, und an den folgenden Tagen sezten wir unseren Marsch fort über Rudolstadt, Jena, Camburg und Naumburg, bis in die Nähe von Lützen, wo wir am 3. May Abends eintrafen. Hier beginnt nun unser Feldzug, aber ehe ich davon spreche, will ich noch einen Blick zurückwerfen auf Land und Volk, das ich auf unserem Hieherzuge zu sehen Gelegenheit hatte.
Derjenige Theil von Württemberg, in dem wir die vaterländischen Grenzen überschritten, gehört zu den schönsten Gegenden des Landes. Das Tauberthal ist bey Mergentheim höchst anmuthig, und mehrere Puncte gewähren eine sehr malerische Ansicht. Die Bewohner genießen keiner grosen Wohlhabenheit, theils, weil ihr HauptNahrungsZweig auf dem Weinbau beruht, und theils, weil Religion und Sitte sie nicht so sehr an Arbeitsamkeit und Genügsamkeit gewöhnt hat{696}, als es in AltWürttemberg der // S. 111//{697} Fall ist.{698} Wenn man das Tauberthal verläßt, und die Heerstraße nach Würzburg verfolgt, so findet man die Landschaft minder reitzend, gleichwohl aber einzelne Gegenden, die wohl schön genannt zu werden verdienen, sobald sich aber bey der Festung Marienberg die Aussicht über Würzburg hin und in das Maynthal öffnet, wird man durch ein Gemälde überrascht, dem wohl wenige in Deutschland gleichen, und das vielleicht von keinem übertroffen wird. Die Stadt Würzburg selbst ist groß und wohl bevölkert, die Straßen sind freundlich, die Häuser gut gebaut. Das Schloß ist in der Nähe des Mayns herrlich gelegen. Jenseits Würzburg{699} wird das Land flach, und nirgends erblickt man mehr Weinbau.
Das Volk — im Maynthale munter und lebenslustig — nimmt weiter hin einen ernsteren Charakter an. Die vielen Einquartirungen hatten schon deutliche Spuren zurückgelassen. Die Festung Königshofen liegt in einer weiten Ebene, und ist nicht von groser Bedeutung. Bey Schleußingen fanden wir zwar die alte Zuvorkommenheit der Einwohner wieder, aber die Bewirthung war sparsamer geworden, denn seit unserem ersten Hiersejm hatten sie manchen ungeladenen Gast bey sich gesehen. Die gleiche Bemerkung drang sich uns auf, als wir im Sächsischen weiter vorrückten. Die Universitäts-Stadt Jena ist ein recht artiges, freundlich gelegenes Ort{700}, und beym Zuge durch die Straßen erinnerte ich mich mit Vergnügen mancher wahren und erdichteten Schwänke, die auf Rechnung der dortigen // S. 112// Studenten im Umlaufe sind, und deren ich manche früher erzählen gehört hatte. Noch mehrere gab mir Abends der muntere Pfarrer in Löbstadt zum Besten. Besonders interessant war mir aber die Beschreibung desselben von der Situation des Schlachtfeldes und von der Schlacht vom 14. October 1806., wobey er, so zu sagen, Augenzeuge war. In der Stadt Naumburg hätte ich mich wohl gerne verweilt, theils um ihres rühmlichst bekannten Gewerbfleisses willen, theils um vielleicht einige Traditionen zu hören von dem Hussiten-Kriege, und der Belagerung der Stadt{701}, die Zeitumstände aber riefen uns vorwärts. Ueberall im Sachsenlande hatten wir wohl gefühlt, daß wir die nemliche Bahn verfolgten, auf der seit Jahr und Tag schon viele, viele gezogen waren, und daß wir weniger dem guten Willen, als der Verarmung der Einwohner die minder gute Bewirthung zuzuschreiben hatten, besonders aber hatten die Landleute um Jena die Wunden, die ihnen der Krieg im Jahr 1806. geschlagen hatte, noch nicht verwinden können. Das Land ist im Allgemeinen schön zu nennen, wenn es gleich nicht den reizenden Character hat, der an manchen Gegenden SüdDeutschlands bewundert wird. Ackerbau und Viehzucht bilden die Haupt-Nahrungsquelle des Volks.
Schon am 23. April, als wir noch im Würzburgschen waren, hatte man angefangen, theils zur Uebung der Mannschaft //S. 113// und der jungen Officiere, theils, weil feindliche Streifparthieen149 bis über den Thüringer Wald herausgedrungen waren, in den Nachtquartieren Piquete auszustellen, und einen Theil der Mannschaft in den Orten selbst zur Abwehr eines etwaigen Ueberfalls bereit zu halten. Mehrere Tage lang hatte man diese Vorsicht für überflüssig gehalten, allein bald wurde sie durch den Erfolg gerechtfertigt, denn am 30. April Morgens vor TagesAnbruch zeigte sich vor unsern Ve- detten wirklich eine Parthie Kosacken, die übrigens, als sie solche auf ihrer Hut sahen, nach einigen Schüssen eiligst weiter zogen. Am 2.ten May hatte ich in Priesnitz Quartier zu machen, und als ich dort mit wenigen Reitern ankam, hatten kaum vorher etliche und zwanzig preussische Husaren den Ort verlassen, und wir bemerkten wohl, wie die Einwohner uns anfänglich ebenfalls für Preussen hielten, und sich darauf in ihrer Erwartung ungerne getäuscht sahen. Bey Naumburg begegneten uns viele Verwundete, die uns Kunde gaben von der Schlacht bey Lützen, und dem Siege der Franzosen.{702} Nicht weit jenseits Naumburg{703} glaubten wir ein Gefecht bestehen zu müssen, es war eben ein Corps Franzosen, das wir für Feinde hielten, und das in uns gerne Befreundete entdeckte. Abends kamen wir auf dem Schlachtfelde von Lützen in einer weiten Ebene an, und neben einem während der Schlacht abgebrannten Dorfe schlugen wir unsere Bivouacq auf. Es war bereits tiefe //S. 114// Dämmerung, und deswegen blieb uns das Gemetzel, das 2. Tage vorher hier stattgehabt hatte, für heute noch verborgen.
In der Nacht wurden 2. preussische Unter-Offiziere verwundet, herbeigebracht, die uns Näheres über die Schlacht sagen konnten, übrigens kein Hehl hatten, wie sehr die Preussen gegen die Deutschen, die noch in den Reihen der Franzosen fechten, ergrimmt seyen. Gleichwohl wurde, wie sich von selbst versteht, den beiden Verwundeten alle Hülfe geleistet, die sie wirklich auch mit Dank anerkannten. Als der Morgen wieder anbrach, that sich uns das Gemälde der gräßlichen Blutarbeit auf. Todte und verstümmelte Leichen in ungeheurer Zahl, Waffen und Monturen aller Art, zertrümmerte Wagen und Kanonen bedeckten unsere nächste Umgebung, und mancher unserer jungen Soldaten wünschte sich wohl zurück an den sicheren elterlichen Heerd. Mehrere Stunden lang harrten wir des Befehls zum Aufbruche, und es schien, als sollten sich hier die neuen Soldaten mit ihrem Berufe erst vertraut machen.
Um 10. Uhr Morgens, am 4. May, brachen wir endlich auf, zogen über einen Theil des Schlachtfeldes hin, und um die Mittagszeit vereinigten wir uns bey Pegau mit dem 4.ten französischen Armeecorps unter General Bertrand, zu dem wir fortan gehörten. Leipzig links lassend, wendeten wir uns zu Verfolgung der Blücher’sehen Armee gegen das Erzgebürge hin //S. 115// und bivouacquirten die folgende Nacht bey dem Städtchen Luckau . Tags darauf gieng der Marsch durch das reichste Land Sachsens, das Altentburg'sche bis Rochlitz. Den ganzen Tag über waren wir an grossen
Massen Infanterie vorbeygezogen, und hatten mehrere Plänkeleyen mit Preussen gehabt. Vom 6.ten auf den 7.ten bivouacquirten wir bey Tanneberg, und den folgenden Morgen erreichten wir Mittelweyda, wo allgemeiner Halt gemacht wurde.
Nach einigen Stunden Ruhe rückte die Schwadron, bey der ich stand auf die Höhe beym Orte, die schon zum Erzgebürge gerechnet wird, vor, und sollte den Feind, der sich vor und{704} in einem gegenüber stehenden Walde aufgestellt hatte, von dort vertreiben, aber, ehe der Angriff geschehen konnte, war{705} das Feld und der Wald von ihm geräumt worden. Nun zog das Armeecorps weiter über Haynichen hin bis Reichenbach. Hier erhielten wir die Nachricht, daß Blücher bereits über die Elbe zurückgegangen sey. Eine Recognoscirung, die auf 2. Stunden vor Noßen hin von uns gemacht wurde, bestätigte dieß, und gewährte ausser einzelnen Nachzüglern, die gefangen wurden, sonst keine Resultate.
Am 8.ten stießen wir bey Herzogenwalde auf die grosse französische Armee, aber sogleich erhielten wir den Befehl, über Tharand nach Pirna zu marschiren, und dort die Elbe zu besetzen.
Am 10.ten May Vormittags hatten wir unsern Auftrag erfüllt. Das jenseitige Ufer war von Russen besetzt, und wir hatten darum //S. 116// sehr auf der Hut zu seyn, gleichwohl war der grösere Theil der Mannschaft einquartirt worden. Am 11. giengen wir an der Elbe abwärts, durch Dresden, über die Elbe, wo Kaiser Napoleon beym Vorüberziehen das Corps in Augenschein nahm, und auf der Straße nach Königsbrück, unter fortwährendem Geplänkel in der waldigten{706} Gegend bis vor Lausnitz, welcher Ort noch Nachts 9. Uhr mit Sturm genommen wurde. Am 12. rückten wir nach Königsbrück vor, und bezogen jenseits der Stadt an der Straße nach Bautzen einen Bivouacq, von wo aus wir die äussersten Vorposten gaben. Nachmittags machte ich mit 20. Mann eine Recognoscirung auf der Straße nach Hoyerswerda, bis Schmorka, eine Stunde von Königsbrück, ohne jedoch etwas vom Feinde zu entdecken. Tags darauf fand auf der nemlichen Straße eine zweite Recognoscirung statt, der ich, als der Gegend bereits kundig, mit 10. Mann beigegeben wurde, und die noch weiter aus 2. Compagnien croatischer Infanterie, und 20. Mann neapolitanischer Lanzenträger, unter dem Commando des neapolitanischen Schwadronschefs, Herzog von Mirelli, bestand. Ausserdem wurden 2. französische Capitäns vom Generalstabe mitgegeben. Unser Auftrag gieng dahin, 2. Stunden weit bis Schwepnitz vorzurücken, und dort, falls wir den Feind nicht träfen, über seinen Rückzug und die Streitkräfte, die diese Straße gezogen waren, Erkundigung einzuziehen. //S. 117// Ich hatte{707} mit meinen Jägern die Avantgarde, und Croaten durchstreiften den Wald, der von Schmorke bis Schwepnitz und noch weiter hinzieht. Auf dem ganzen Marsche hatten wir nichts Verdächtiges bemerkt, und nur, als wir gegen das Dorf Schwepnitz vorrückten, sahen wir 2. Reiter auf der andern Seite des Orts auf der Straße mit verhängtem Zügel156 dem Walde zueilen.
Wir setzten ihnen zwar nach, erreichten sie aber nicht mehr. Die Dorfbewohner sagten aus, es seyen Bauren aus der Gegend gewesen, die wahrscheinlich die Furcht, ihre Pferde zu verlieren, zu so eiliger Flucht bestimmt hätte. Wir mußten die Wahrheit dieser Angabe dahin gestellt seyn lassen, indessen hielten wir die gröste Vorsicht für nöthig, und umstellten daher das ganze Dorf mit Vedetten, und die Infanterie ward am Eingänge des Orts postirt. Auf Befehl des Commandanten begab ich mich sofort mit ihm, den 2. Generalstabsofficiren, 1. Croaten-Capitän und 1. CroatenLieutenant in das Pfarrhaus, wo der Pfarrer, der Schulze und der Schulmeister umständlich über den Feind ausgefragt wurden, und ein Capitän ihre Aussagen niederschrieb. Die Verhandlung währte etwa 1. Stunde, und in der Zwischenzeit hatten sich, weil alles ruhig blieb, nach und nach sämtliche Croatenofficiere im Pfarrhause eingefunden. Eben sollte sich das Verhör endigen, als hastigen Schrittes ein Croate hereintrat, seinen Capitän bey Seite nahm, und ihm einige Worte //S. 118// ins Ohr raunte. Mit erschrockenem Gesichte wendete dieser sich gegen uns, und eröffnete uns, es zeigen sich am Walde mehrere preussische Husaren. Sogleich verliessen wir alle das Pfarrhaus, und eilten unserem Detaschement zu, und von da auf eine nahe Höhe, wo die ganze Umgebung des Dorfes zu übersehen war. Von dort bemerkten wir zwar keine Preussen, aber eine grose Zahl Kosacken, die mit entsetzlichem Hurrah von allen Seiten aus dem Walde hervorströmten, und bereits eilten die Vedetten gegen das Dorf zurück. Wir mit ihnen. Als wir bey der Infanterie ankamen, bemerkten wir sogleich, daß ein groser Theil derselben die Reihen verlassen, und sich in das Dorf zerstreut hatte, der Ueberrest aber im Begriffe war, diesem Beispiel zu folgen. Die Stimme ihrer Officiere wurde nicht mehr von ihnen beachtet, und diese selbst hatten bereits alle Hoffnung zur Rettung aufgegeben.
Unter diesen Umständen blieb der wenigen Cavallerie, wollte sie anders nicht in dem Dorfe sich schmählich ergeben, nicht anders übrig, als ein schleuniger Rückzug. Da aber das Dorf auf etwa 1,500. Schritte ganz von Waldung umgeben war, und die Kosacken auch unseren Rückzugsweg bereits besetzt hatten, überdieß hunderte von ihnen aus allen Richtungen gegen uns hinjagten, so verließen wir alsbald die Heerstraße, und suchten auf dem nächsten Weg den Wald zu gewinnen. Noch ehe wir ihn erreichten, waren 3/4. unserer Leute von den andrängenden Kosaken vom Pferde herabgestochen //S. 119// worden, und die übrigen hatten in wenigen Minuten am lichten Saume des Waldes das nemliche Schicksal erfahren.
Ich rannte, während ich gegen die Lanzenstösse meiner Verfolger meinen Rücken deckte, mit meinem Pferde mehremale so nahe an Bäumen vorbey, daß ich beynahe vom Sattel abgestreift worden wäre. Endlich hatte ich einen kleinen Vorsprung gewonnen, und bereits wähnte ich der Gefangenschaft noch entgehen zu können, als, während ich mich umsah, mein Pferd plözlich stehen blieb, und ich mich vor einem dichten Gebüsch ohne allen Ausweg befand. Nun galt es einen schnellen Entschluß zu fassen. Mit der grösten Behendigkeit sprang ich vom Pferde herab, ließ es zur Beute der herangekommenen Kosaken zurück, und schlüpfte, während diese mir noch nachstachen und schossen, in das Gebüsch hinein, und darin fort. Bald wurde es immer dichter, und nach etwa 100. Schritten so dicht, daß ich darin von 20. Verfolgern nicht entdeckt worden wäre.
Nun legte ich mich nieder, und verhielt mich ruhig. Nach und nach hörte das Lärmen und Schießen theils auf, theils entfernte es sich immer mehr, woraus ich abnahm{708}, daß das Loos meiner Gefährten nunmehr entschieden sey. Indessen brach die Nacht herein, und ich brachte sie nicht unter den tröstlichsten Betrachtungen, von Hunger, Durst und Kälte gequält, in dem Gebüsche zu. Der andere Tag sollte, wie ich wohl sah, auch mein Schicksal entscheiden.
Mit Tages-Anbruch verließ ich mein Lager, und suchte einen freyeren //S. 120// Theil des Waldes zu gewinnen, um mich gegen Königsbrück zurückzuziehen. Die Richtung, in der ich dieß zu thun hatte, war mir troz der Verwirrung des gestrigen Tages nicht verloren gegangen, wie ich mich nachher überzeugte. Bald wurde der Wald lichter, und mit Behutsamkeit setzte ich meinen Weg eine Strecke weit fort. Plötzlich aber sah ich mich vor einem breiten Fahrwege, und indem ich queer darüber wegeilen wollte, erblickte ich mehrere Kosaken, die des Weges geritten kamen, und sogleich auf mich zueilten. Mein Loos war gefallen. Ein Versuch, in den Wald zu entkommen, wäre vergeblich gewesen, bey seiner lichten Bestockung158, und würde mein Schicksal nur verschlimmert haben, ich ergab mich also ohne Gegenwehr zum Gefangenen.
Seit dem Aufbruche vom Schlachtfelde bey Lützen hatten wir verschiedene Gegenden durchzogen. Das flache Land dehnt sich von Lützen her durch das Altenburgsche bis gegen Rochlitz hin. Niedliche Städtchen, viele und schöne, besonders im Altenburg'schen reiche Dörfer verschönern die Landschaft. Bey Rochlitz fangt das Land an, hügelicht zu werden, und gegen Mittelwayda hin, erheben sich die Hügel zu Bergen. Hier steigt das Erzgebürge empor. Aus dem reichen und gesegneten Lande gelangt man in einen rauhen, unfruchtbaren Landstrich, der zwar wohl bevölkert ist, aber nicht durch die Erzeugnisse //S. 121// der Erde, sondern durch die Producte des Kunstfleisses seine Bewohner nährt. Gegen Tharand hin gewinnt die Natur einen freundlicheren Charakter, die Thäler durchzieht eine mildere Luft, die Anhöhen sind mit den schönsten Laubwaldungen bekränzt. Jeder Schrittt, jede Wendung gewährt eine neue, romantische Ansicht. Man fühlt, daß man der gerühmten sächsischen Schweitz sich nähert. Wenn man aus den herrlichen Thalschluchten sich hervorwindet, überrascht{709} das freundlich gelegene Städtchen Pirna, die nahe Festung Sonnenstein, die üppigen Ufer des Elbestromes. Das Elbethal von hier bis Dresden ist äusserst lieblich, wenn gleich nicht so grosartig, wie zwischen lezterer Stadt und Meißen. Das noch vor einigen Monaten in seinem friedlichen Getriebe so anziehende Dresden war nun der Tummelplatz der grosen französischen, kaum vorher, der russischen und preussischen Armee. Von der wunderschönen Elbbrücke waren durch die Franzosen bey ihrem Rückzuge 2. Bogen gesprengt worden, und vorläufig durch hölzerne Gerüste ersetzt. Jenseits der Elbe ist das Land sandig und mit Wald bedeckt. Die Dörfer sind schlecht und arm. Die Städtchen minder freundlich als auf dem diesseitigen Ufer.
Wie im platten Lande von Sachsen, so hatten auch die Bewohner des Erzgebürges und des Elbethals hart gelitten durch die seitherigen Truppenmärsche, und aller Orten gewahrte man, //S. 122// wie sehr sie sich nach dem Frieden sehnten. Wenn sie auch uns als Deutsche freundlich aufnahmen, so mußten wir uns doch öfter, als früher, mit dem guten Willen begnügen, und sie hatten es oft kein Hehl160, daß sie lieber die Preussen, als ihre Feinde, die Franzosen, beherbergten.
Im Allgemeinen litten wir zwar keinen Mangel, doch gab es einzelne Tage, wo die Nahrung im umgekehrten Verhältnisse stand mit den Anstrengungen, die wir zu machen hatten. Die Lebensmittel wurden durch grössere Requisitionen herbeygeschafft, dem Einzelnen war jede Requisition strenge untersagt. Bey uns wurde gute Mannszucht gehalten, bey den Franzosen war sie weniger strenge, die Italiener erlaubten sich ungeahndet jeden Exceß.
Drittes Capitel.
Die Kosaken, die mich gefangen genommen hatten, waren im Begriff, ein Piquet zu beziehen, und nahmen mich dahin mit. Hier plünderten sie meine Taschen aus, zogen mir den Ueberrock ab, und verlangten nun mein Geld. Zufälligerweise hatte ich dieses den Tag zuvor meinem Bedienten zum Einkauf von Lebensmitteln in Dresden übergeben, und so befand ich mich gänzlich von aller Baarschaft entblöst. Meine Zeichen, // S. 123// daß ich ohne Geld sey, wurden zwar von den Kosaken wohl verstanden, aber nicht geglaubt. Schon machten sie Miene, mich durch Schläge zu Herausgabe des verborgenen Geldes zu vermögen, als ich meine Uhr, die sie noch nicht gefunden hatten, hervorzog, und sie dem Unterofficier anbot. Hiedurch rettete ich mich vor Mißhandlungen, und dem nemlichen Unterofficier hatte ich es auch zu danken, daß mir meine Stiefeln{710} blieben, die mir die Kosaken schon auszuziehen begannen. Erst, als sie sahen, daß weiter nichts bey mir zu erbeuten sey, machten sie durch Zeichen verschiedene Fragen an mich, deren Beantwortung ich aber meistentheils schuldig blieb. Nun zog ein Kosake Brod, Butter und Branntwein hervor, und ich ward genöthigt, mit zu essen und zu trinken. Nach dem Frühstück ward ich zum Schwadrons-Commandanten geführt, der bey Schwepnitz bivouacquirte, und bey dem Anblick meiner Uniform, die er von gestern her kannte, sehr erfreut war. Nach einigen unbedeutenden Fragen schickte er mich etwa 1. Stunde weit zu seinem General, der in gutem Deutsch mich um Namen und Charge162, die Art meiner Gefangennehmung, die Stärke der französischen Armeen, ihre Stellung, das Hauptquartier Napoleons p.p. befragte, und mich sofort zum Vorposten-Commandanten, General Lanskoy nach Bernsdorf, 3. Stunden von Kamenz, sandte. Auch hier wurden mir mancherley Fragen gestellt, und Abends ward ich einem Kosackencommando übergeben, das die Bagage rückwärts // S. 124// führen sollte, aber der Unsicherheit der Straße wegen bald wieder nach Bernsdorf zurückkehrte, und dort übernachtete.
Den folgenden Morgen ward ich mit dem gleichfalls gefangenen königl[ich] sächsischen Amtshauptmann v[on] Carlowitz und seinem Secretär Conradi auf einen Wagen gepackt, um mit ihnen nach Bautzen geschickt zu werden. Um die Mittagszeit wollten wir eben durch ein Dorf fahren, als ein russischer Uhlanenoberst unserer ansichtig wurde, und uns nach kurzem Gespräch in das Schloß der Geheimenräthin v[on] Glass aus Berlin mitnahm, und zu Mittag behielt. Während des Essens, bey dem unter andern auch ein alter Kosaken-Major anwesend war, wurde das Gespräch frey und ungezwungen geführt, und kein Russe sah mich darum feindlicher an, weil ich gestand, den Feldzug in Rußland mitgemacht zu haben. Beym Caffee beschenkte mich der Verwalter des Guts, so bald er hörte, daß mir bey der Gefangennehmung meine Tabackspfeife abgenommen worden sey, mit einer seiner eigenen, die zwar von geringem Werthe, mir aber doch höchst willkommen war. Nachmittags fuhren wir noch ein Stück Wegs weiter, mußten aber bald wieder umkehren, und giengen nun links rückwärts bis nach Wittichenau, wo wir die Nacht in Einem Zimmer, sorgfältig bewacht, zubrachten. Am 16. Vormittags wurden wir einer Schwadron brauner Husaren übergeben, und kamen links an Bautzen vorbey durch das Hauptquartier des Generals von Blücher, wo dieser // S. 125// General selbst, im Oberrock, den Kopf mit einem Czakow{711} bedeckt, eine lange Tabackspfeife im Munde, zu Pferde uns begegnete, einige Fragen an mich richtete, und dabey über den Kampf der Süd- gegen die Norddeutschen sich hart aussprach, und wo wir darauf von preussischen Soldaten und Unterofficieren einige Zeit insultirt{712}, hernach aber von den herbeygekommenen Officieren gegen weitere Ungebühr beschützt wurden, Abends in Steindörfel (1 1/2. Stunden von Bautzen) im Hauptquartier des Generals Grafen von Wittgenstein an, wo die 2. sächsischen Beamten von mir getrennt wurden, und ich bis zum andern Abend mit andern Gefangenen unter Kosaken campirte. Gegen Abend wurde ich mit einem Transport von etwa 200. Gefangenen zu Fuße nach Weissenberg und von da zurück nach Würschen (2. Stunden von Bautzen) dem Hauptquartier des Kaisers Alexander, gebracht. Es war Nachts 10. Uhr, als wir hier ankamen. Ueber eine Stunde lang harrten wir mit unserer Bedeckung auf weitere Befehle. Endlich erschien die Ordre{713}, die Gefangenen in den Bivouacq der Baschkiren und Kalmuken166 zu bringen. Alsbald schlossen diese einen engen Kreis um uns, und nöthigten uns, nachdem sie den Haufen mehreremale abgezählt hatten, zum Niederliegen. Der Platz war sumpfig, und zu einem Nachtlager für ein lebendes Geschöpf keineswegs geeignet. Gleichwohl mußten wir in dem Wasser liegen bleiben, uns es ward uns nicht einmal vergönnt, nur den Kopf ausserhalb des Wassers zu halten, // S. 126// denn jedes Mal kam ein Baschkire, der den Kopf sogleich in das Wasser niederdrückte mit den Worten: Spiz (schlaf) Kamerad, Spiz! Es war dieß die härteste Nacht meines Lebens. Als der Tag angebrochen war, erhielten wir zwar die Vergünstigung aufzustehen, aber es verflossen noch ein paar Stunden, ehe uns gestattet ward, unsere durch Nässe und Kälte völlig erstarten Glieder an einem Feuer zu wärmen. Um 10. Uhr ward ich vor den Adjutanten des Kaisers, General v[on] Wolzogen, gebracht, und von ihm ausgefragt. Er hatte einst in württembergischen Diensten gestanden, und sagte mir dieß, aber er zeigte nicht die mindeste Lust, mir mein Schicksal zu erleichtern. Auf denselben Bivouacq zurückgebracht, traf ich mit dem Herrn v[on] Carlowitz und seinem Secretär wieder zusammen. Bald ward ich noch einmal in das Schloß berufen, vor einen andern General, der mir den Antrag machte, in der deutschen Legion Dienste zu nehmen, und mir dabey einerseits die Vörtheile dieses Vorschlags und andererseits das Ungemach auseinander setzte, dem ich als Gefangener entgegen gehe. Ich wies seine Anträge zurück, und ward in den vorigen Bivouacq zurückgebracht. Nun kam ein französischer Deserteur, der sich für einen Adjutant Major{714} ausgab, und sich den Namen Laudon beilegte, (nachher erfuhr ich, er sey Adjutant sous Officier gewesen, und heisse Mercier,) zu uns, um mich zu bearbeiten, allein auch seine Bemühungen und Vorstellungen bewogen mich zu keinem anderen Entschlüsse. Gegen Abend // S. 127// wurden wir einer Wache von russischer Landwehr übergeben. Diese Soldaten trugen eine ziemlich hohe runde Mütze von Filz, vornen mit einem A[lexander] I.{715} und einem Kreutz, einen braunen Rock mit Riemen gegürtet, und einen Spieß als Waffen{716}. Sie behandelten uns besser, als die Baschkiren und Kalmuken, und bekümmerten sich wenig, ob wir die Nacht stehend, sitzend oder liegend zubringen wollten. Indessen wurden wir von ihnen ebenso kärglich verköstigt, als es seit mehreren Tagen der Fall war, und ich kann wohl sagen, daß mir seit dem 15.ten Mittags zu jeder Stunde ein Bissen Pferde- oder Hundefleisch eine willkommene Speise gewesen wäre.
Am 19.ten Vormittags wurden endlich die vorhandenen Gefangenen rückwärts transportirt. Meine Unglücksgefährten waren ein Capitän Fischer vom Stabe des Generals Bertrand, und einige hundert Soldaten, Franzosen, Deutsche, Italiener, zum Theil im elendsten Aufzuge, und halb nackt. Auch wurde uns zu unserem grosen Leidwesen Herr Laudon zugestellt. Unsere Escorte bestand aus einem donischen Kosakenlieutenant170 mit seinem Unterofficier , 1. Baschkirenlieutenant und 20. Baschkiren. Die gefangenen Officiere erhielten Wägen, die Unteroffiziere und Soldaten gingen zu Fuß. Am ersten Tage erreichten wir die Stadt Görlitz, in deren Nähe wir bivouacquirten. Tags darauf stiessen neben mehreren Soldaten der Lieutenant Colliva und der SousLieutenant Rompani vom ersten italienischen Linieninfanterie-Regiment zu uns. Ueber Lauban, Naumburg und Bunzlau kamen wir // S. 128// am 21. ten May in Schlesien an. Den ganzen folgenden Tag über, wo wir rasteten, ward eine starke Canonade gehört, die gegen Abend immer näher kam, und uns darum erfreute, unsere Escorte aber mit Unruhe erfüllte. Am nächsten Tage vernahmen wir, daß die Russen und Preussen eine Schlacht verloren hätten, und in vollem Rückzuge nach der Oder begriffen seyen;{717} den 24. wurden wir von den fliehenden Bagagewägen erreicht, und während des ganzen Marsches von den Schmähungen und theilweisen Thätlichkeiten der rohen Trainknechte{718} verfolgt. Bey Steinau setzten wir über die Oder, und gelangten über Winzig, Trachenberg und Suhlau am 26. nach Militsch, dem lezten schlesischen Städtchen, wo wir abermals einen Ruhetag machten.
Vom 20. May an wurden die Officiere über Nacht in Häuser einquartiert, und die Soldaten in Ställe oder Scheunen eingesperrt. Gewöhnlich bestand unsere Wohnung aus 1. Zimmer mit Strohlager, und ein Baschkire legte sich innerhalb quer vor die Thüre, während einer anderer ausserhalb derselben auf gleiche Art sich postirte. Ueberall wurden wir in den Quartieren verköstigt, jedoch nur in so weit, als der gute Wille des Hauseigenthümers reichte. In den Quartieren angekommen, war es uns{719} nicht mehr gestattet, auszugehen, und während des Marsches durfte keiner seinen Wagen verlasssen. Erst an Schlesiens Grenze und in Militsch zum erstenmale ward uns vergönnt, in den Orten, wo wir einquartiert wurden, in Begleitung von Baschkiren herumzugehen. Die Soldaten wurden, wenn sie ermüdet waren, oder die Nothdurft // S. 129// verrichten mußten, durch Schläge und Stöße der Truppe nachgetrieben. Als sie ihre Schuhe oder Stiefeln{720} durchgetreten hatten, giengen sie baarfuß und bald war bey der ganzen Truppe kein Schuh, kein Stiefel mehr zu sehen. Auch die Unreinigkeit nahm bey ihr bald so sehr überhand, daß das Ungeziefer sie halb tödtete, und von dem ganzen Transport giengen die meisten unterwegs aus Mangel an Nahrung und Kleidung, so wie durch die Strapatzen des Marsches zu Grunde.
Das Land war bis über Görlitz hinaus durch den Krieg verheert. Görlitz ist eine wohlbevölkerte, lebhafte Stadt, und ihre Lage sehr angenehm. Lauban und die folgenden schlesischen Städtchen sind mehr oder weniger gut gebaut, das Land ist fruchtbar, mehr eben als bergigt{721}, gegen die Oder hin und jenseits sandigt176. Die Dörfer sind reinlich und wohlhabend. Gegen die polnische Grenze zu vermehrt sich der Sand, und Städte und Dörfer gewähren einen minder freundlichen Anblick. In Militsch, einem Städtchen, das dem Grafen v[on] Malzahn gehört, befindet sich neben einem schönen Schloße ein ausgezeichnet schöner Garten.
Die Bewohner der Lausitz zeigten uns wenige Theilnahme, sie waren mit ihrer eigenen Noth zu sehr beschäftigt. In Bautzen bezeugten uns einige Personen ihr Bedauren über die Schmähungen, die wir von preussischen Gardesoldaten zu erdulden hatten. Die Schlesier fand ich, wie ich erwartet hatte, höchlich aufgebracht gegen die Franzosen und ihre Allirten. Sorgfältig verbarg ich, daß ich // S. 130// ein Württemberger sey und lieber wollte ich mich für einen Franzosen ansehen lassen. Oft brach der Haß der Einwohner in die gröbsten Verwünschungen gegen uns aus, und einmal sah ich einen Mann, der dem gebildeten Stande angehörte, wie er sich nicht entblödete, seine Wuth durch Thätlichkeiten an den armen Gefangenen auszulassen. Unsere Escorte diente uns mehreremale wirklich zu unserer eigenen177 Sicherheit. Am 28. May setzten wir unsern Marsch fort, und betraten nach wenigen Stunden das Herzogthum Warschau. In der Nähe von Kalish hatten wir abermals einen Rasttag. Ueber Turek, Klodawa und Dumbrowicz kamen wir am 12. Juni in Plock an der Weichsel an, über Plonsk, Nowe Miasto, Pultusk, Rozan, Lomza, Tykoczyn und Kiniszin, das erste russisch-polnische Städtchen, gelangten wir am 5. Juli nach Bialystok und erreichten am 12. desselben Monats Grodno am Niemen.
Die Zahl meiner Unglücksgefährten hatte vom 28. May bis 12. Juli verschiedene Veränderungen erlitten. Von den Unteroffizieren und Soldaten waren unterwegs mehrere gestorben, andere als krank in Spitälern zurückgeblieben, in einigen Städtchen wurden dem Transport Reconvalescirte zugetheilt. Aus der Zahl der Officiere war der Capitän Fischer am 3. Juni Abends in Czatowpansky mit unserm Vor wissen entflohen, und am 2. Juli waren in Tykoczym die Lieutenants Colliva und Rompani seinem Beispiele gefolgt. Von den beiden letzteren hörte ich nie wieder, den ersteren aber traf ich 10. Jahre später in Stuttgart, wo er sich // S. 131// einige Tage aufhielt. Nach der Flucht dieser dreye war ich allein mit dem widrigen sogenannten Adjutant Major oder Capitaine Laudon, der mich durch Weinen und Lachen, Bitten und Drohen, zum Uebertritt in die deutsche Legion zu bewegen suchte, der öfters Anfälle von Verrücktheit zeigte, und bald thätliche Angriffe auf mich machte, bald, wenn ich sie ernst und kräftig zurückgewiesen hatte, mein Mitleiden über seine Lage anflehte. Schon die Flucht Fischers hatte unsern Kosackenlieutenant aufgebracht, und noch in höherem Grade war dieß der Fall bey Colliva und Rompani, indessen war er auch dießmal bald wieder
besänftigt. In Bialystok ward er aber, wie er vorausgesagt hatte, dieser Vorfälle wegen, zu unserm grosen Leidwesen seines Commandos entsetzt, und dieses einem Lieutenant des vierten Infanterie-Regiments übertragen. Der brave Kosake nannte sich Elia Wasiliewicz, sein Familienname ist mir entfallen.
Ausser unserem Transport zog noch ein anderer mit uns die gleiche Straße, bey dem die Zahl der Officiere gröser war, und aus Franzosen, und Italienern bestand. Mehreremale traf es sich, daß wir im nemlichen Orte unser Nachtquartier hatten, und da verfehlten wir dann nicht, einander zu besuchen, und einerseits178 durch wechselseitige Klagen uns unser Unglück fühlbarer zu machen, andererseits aber auch uns durch Gespräche zu erheitern. Oefters versuchten wir, unsere Transportcommandanten zur Vereinigung ihrer Transporte zu // S. 132// bewegen, aber unsere Bemühungen scheiterten am Interesse derselben. Bey dem zweiten Transporte traf ich den Herzog v[on]Mirelli, der mir erzählte, daß er durch einige Lanzenstiche verwundet, am Tage unserer unglücklichen Recognoscirung gefangen genommen worden sey; Ein anderer Officier bey diesem Transporte war der Baron v[on] Montaran, Stallmeister des französischen Kaisers, in der Gegend von Gotha in Gefangenschaft gerathen, ein Pariser, den sein Loos besonders hart drückte, übrigens ein Mann von sehr gutem Character. Später kam ich noch oft mit ihm zusammen, und in Czernigow erwies er mir viele Artigkeiten. Ein dritter Officier war der Lieutenant Pechin vom 23.ten Regiment, ein junger Mensch, der sich durch seine unvertilgbare Heiterkeit bey allen beliebt gemacht hatte. In Bialystok trafen wir mehrere sächsische Officiere, die schon auf dem Rückzuge aus Rußland gefangen worden, und seit Kurzem aus dem Innern Rußlands hier angekommen waren, um, sobald sich Sachsen für die Sache Rußlands erklären würde, in ihr Vaterland zurückgeschickt zu werden. Mit vieler Bereitwilligkeit theilten sie uns ihre Schicksale mit, und gaben uns dadurch einen Begriff von dem, was uns bevorstand. Wenn diese Mittheilungen nicht sehr tröstlich waren, so vermehrten sie wenigstens unsere Besorgnisse nicht, vielmehr führten sie uns zur Ueberzeugung, daß unser Loos desto erträglicher werde, je weiter wir uns von dem Kriegsschauplätze // S. 133// des Jahres 1812. entfernen würden. Einer dieser Sachsen, der Stabschirurgus Hettermann, gab mir ein Empfehlungs-Schreiben an den Gouvernements-Medicinalraht, Dr. Schmidt in Minsk mit, das mir nachher von vielem Nutzen war, und mich zum grösten Danke gegen beide verpflichtete.
In der Zeit vom 28. May bis 12. Juli hatten wir manche gute, aber auch viele böse Tage gehabt. Weithin im Herzogthum Warschau zogen wir täglich durch russische Truppen-Detaschements, die dem Heere nacheilten, und uns ihren Groll fühlen ließen, und als wir diese Fährlichkeiten{722} überstanden hatten, so hatten wir mit dem Hasse der russischen Besatzungen, deren wir grösere oder kleinere in jedem polnischen Städtchen trafen, zu kämpfen. Schon im ersten Nachtquartier ereignete sich ein Auftritt, der uns vor unserer Zukunft schaudern machte. Der russische Oberste Krukenikow, der hier im Quartier lag, und sich anfangs artig gegen uns benommen hatte, näherte sich der Eingangsthüre vor der Scheuer, in welcher die gefangenen Soldaten bewacht wurden, und rief in gutem Französisch einige Franzosen hervor. Bereitwillig traten sogleich zwey an die Thüre, aber kaum waren sie da angekommen, und hatten höflich nach seinem Begehren gefragt, so hieb er unter den gräßlichsten Verwünschungen mit scharfer Klinge auf sie ein, und würde sie unfehlbar ermordet haben, wenn sich die wachhabenden Baschkiren, // S. 134// und unser Kosaken-Lieutenant, der sich zum Glück in der Nähe befand, nicht ins Mittel geschlagen hätten. Die Russen selbst, die herbey gekommen waren, zeigten sich höchlich empört über diese That, und sie und unser Kosakenofficier erschöpften sich in Betheurungen ihrer Mißbilligung dieses Vorfalls, und suchten uns auf alle Weise zu beruhigen. Bey dieser That ließ es aber der wüthende Barbar nicht bewenden, sondern er verfolgte unsern Transport, da er wegen Anfällen von Verrücktheit vom Heere entfernt wurde, und den gleichen Weg mit uns zog, einige Tage lang, mißhandelte180 in Ostrow durch Faustschläge und Säbelhiebe den sogenannten Herrn Laudon, verfolgte mehrere von uns mit gezücktem Säbel in den Straßen der Stadt, und erst in Kalisch wurden wir auf unsere und unsers Kosaken-Lieutenants Klage von seinen Nachstellungen dadurch befreyt, daß er für einige Tage Arrest erhielt. Auch sonst hatten wir der Beispiele noch mehrere von dem tiefen Hasse der russischen Militärs gegen uns, aber nirgends äusserte er sich auf eine so grelle Art.
Das Benehmen der Pohlen gegen uns war ganz verschieden von dem der Schlesier. Bey jenen fanden wir überall die artigste zuvorkommendste Aufnahme, jeder bedauerte die gegenwärtige Lage der politischen Verhältnisse, und keiner war, der nicht offen als seinen sehnlichsten Wunsch ausgesprochen hätte, die Wiederherstellung der Herrschaft der Franzosen in Polen. Von den Russen waren dergleichen Aeusserungen allerdings schwer verpönt, allein sie // S. 135// konnten uns doch nicht jeden Umgang mit den Einwohnern verbieten, und diese hüteten sich wohl, ihres Herzens innerste
Geheimniße vor ihren Feinden zu enthüllen. In den Dörfern waren wir gewöhnlich beym Edelmann einquartiert, und erhielten alles, was Küche und Keller vermochten, und ausserdem ward den gefangenen Soldaten an Lebensmitteln so viel als möglich zugesteckt. Weniger gut gieng es uns in den Städten, doch auch hier fanden sich meistens Einwohner, Edelleute, Beamte, Bürger, die unser Loos zu erleichtern suchten, und nicht selten uns in Wirthshäusern auf ihre Kosten artig und frugal bewirtheten. Die guten Pohlen ließen es aber hiebey nicht bewenden. Zwar machten sie uns keine Anerbietungen von Geld-Unterstützungen, weil sie wohl wußten, daß wir dergleichen nicht angenommen haben würden, dagegen halfen sie unserem und der Soldaten Mangel an Bekleidung und Weißzeug zuvorkommend ab. Schon im ersten polnischen Orte, in Faliszewo, wo wir Rasttag hielten, ward mir von einer Tochter des Herrn v[on] Grumkewicz ein Hemd verfertigt. In Plock181 erbot sich sogar ein junges Frauenzimmer von guter Familie, dem Lieutenant Pechin zur Flucht behülflich zu seyn, und an seiner Statt in die Gefangenschaft zu gehen, natürlicherweise wies aber Pechin diesen Vorschlag gerührt zurück. Mehreremale wurden wir auf dem Marsche durch Dörfer von Edelleuten, einmal auch von einer Edeldame angehalten, um Erfrischungen bey ihnen einzunehmen, die uns für den ganzen Tag jede weitere Nahrung // S. 136// entbehrlich machten. Weniger willkommen waren wir den jüdischen Wirthen. Nicht nur hatten wir bey ihnen Alles, Dach und Fach182 ausgenommen, zu bezahlen, sondern sie verhehlten auch nicht, wie ungerne sie uns ungeachtet der Bezahlung bey ihnen sahen. Manche äusserten grose Furcht vor der Rückkehr der Franzosen, und mochten dazu ihre guten Gründe haben, doch gab es auch anders Gesinnte, die keine solche Besorgnisse blicken Hessen, und aus Menschlichkeit Gutes übten. Das allgemeine Uebel in Pohlen, die Unreinlichkeit, ward uns weniger zur Last, als früher, einestheils weil wir daran kein so groses Aergerniß mehr nahmen, und anderntheils, weil wir das Glück hatten, meistens in besseren Häusern unser Obdach zu finden. Indessen sah ich auch dießmal wieder, wie das Jahr vorher, an der Weichsel die eckelhafte Krankheit, die unter dem Namen des Weichselzopfs bekannt ist. Die Kopfhaare kleben zusammen, und dürfen in diesem Zustande weder gekämmt, noch abgeschnitten werden, indem lezteres unvermeidlich eine Abzehrung zur Folge hat. Der Kranke ist kraftlos und von bleicher schmeerartiger Gesichtsfarbe, mancher wird im Verlauf der Jahre, wenn die kranken Haare ausfallen, wieder hergestellt, manche andere befreit erst der Tod von ihrem Uebel. Bey den Pohlen ist diese Krankheit {723} weniger häufig, als bey den Juden, und die Ursachen mögen; neben örtlichen Einflüssen, besonders in der ausserordentlichen Unreinlichkeit liegen.
Unser Verkehr mit den Edelleuten ward gewöhnlich in französischer // S. 137// oder deutscher Sprache geführt, wo aber, was jedoch selten war, der Edelmann keine von beiden Sprachen verstand, so half manchmal die lateinische aus, im Nothfalle aber waren immer Juden zur Hand, die neben der Landessprache, sämmtlich ein sehr verdorbenes Deutsch sprechen, und dieß ihre Sprache nennen.
Von dem Tage an, als wir das Herzogthum Warschau betraten, erhielt jeder Officier alle 5. Tage einen halben preussischen Thaler (50 Groschen) pro Tag zu seiner Subsistenz, und dieses wenige reichte in einem Lande, wo wir beinahe aller Orten freye Verpflegung fanden, zu Bestreitung unserer Bedürfnisse nicht nur hin, sondern machte es uns möglich, für schlimmere Zeiten ein kleines Capital zu sammeln. Diese Vorsicht kam uns bald wohl zu statten, denn beym Eintritt in Russisch Polen ward uns verkündet, daß wir fortan auf russiche Löhnung gesetzt seyen, und täglich einen halben Rubel in Papier, d[as] h[eißt] nach unserem Gelde 14. Kreutzer empfangen werden. Ein härterer Schlag hätte uns nicht treffen können, doch versicherten die sächsischen Officiere in Bialystok, daß wir damit im Innern Rußlands wohl ausreichen können, und auf dem Marsche dahin gewiß zuweilen Quartiere finden werden, in denen wir die Verpflegung entweder frey, oder doch in sehr billigen Preisen erhalten würden.
Das Land von der schlesischen Grenze bis zum Niemen ist mehr oder weniger eben, nirgends bergigt, es hat meistens Sand- oder doch leichten Boden, in einigen Gegenden, wie bey Pultusk, sehr // S. 138// viele und grose Waldungen. Der Ackerbau ist beinahe die einzige Nahrungsquelle der Bewohner, die Viehzucht ist nicht von Bedeutung, eben so wenig die Pferdezucht. Fabriken und Manufacturen sind nirgends zu treffen, der Handel ist auf die wenigen Landes-Producte beschränkt. Die meisten Handwerke werden von Juden getrieben, wie diese auch beinahe die einzigen Wirthe sind.
Die Dörfer sind schlecht, und ihre Einwohner arm und elend, wie ich schon früher bemerkt habe. Dagegen sind die Städte besser, und einge, wie Kalish, Plock{724} und Lomza, wohl den besseren Städten OstPreussens an die Seite zu stellen. Bialystok ist ein recht angenehmes Städtchen, aber auch diese Stadt, wie die vorhergenannten, verdankt sein besseres Aussehen der Zeit der preussischen Regierung.184
Viertes Capitel.
In Grodno kam ich krank an. Seit 14. Tagen litt ich an einer Augenentzündung, die mir die heisse Witterung, noch mehr aber der Flugsand zugezogen hatte, und die mir das Augenlicht zu rauben drohte. Ein Arzt, den ich darüber consultirte, gab mir den Rath, den Civilgouverneur, Etatsrath Leschern, zu bitten, mir bis zu meiner Wiederherstellung den Aufenthalt in Grodno zu gestatten, und er selbst begleitete mich // S. 139// dahin, um meine Bitte zu unterstützen; dieses hatte denn auch wirklich den gewünschten Erfolg. Als ich das Haus des Gouverneurs verlies, stieß ich auf einen russischen Beamten, der in norddeutschem Dialect sich nach meiner Lage erkundigte, mich sofort in seine Wohnung zum Mittagessen mitnahm, und die Eifersucht der Russen nicht scheuend, mich für die Zeit meines hiesigen Aufenthalts zum Mittagstisch zu sich einlud. Dankbar nahm ich es an. Der edelmüthige Mann hieß Bagemühl, war aus Preussen gebürtig, und beym Gouvernement als Architect angestellt. Meine Wohnung erhielt ich bey einem deutschen Schreiner, in einem reinlichen, hellen Zimmer. Die geordnete Lebensart in Grodno wirkte nicht nur auf mein Augenübel, das der sächsische OberChirurgus Richter behandelte, vortheilhaft, sondern auf meinen ganzen Körper. Aber auch in gesellschaftlicher Hinsicht gewährte mir mein Aufenthalt daselbst Annehmlichkeiten. Ich brachte manche Stunde sehr froh bey Bagemühl zu, wenn gleich zuweilen seine EheDissidien{725} die Unterhaltung störten. Er machte mich mit dem alten Major v[on] Roth, einem gebornen Zweybrücker, bekannt, der mich gerne bey sich sah, und mir viele Artigkeit erwies. Mit mehreren gefangenen Officieren, namentlich dem schon erwähnten Lieutenant Pechin, der ebenfalls für einige Zeit in Grodno bleiben durfte, und dem Lieutenant Boecker von der jungen Lanciersgarde Napoleons{726}, stand ich auf freundschaftlichem Fuße. Der württembergische Cabinets- // S. 140// Courier Lang war schon in Bialystok zu unserer Gesellschaft gestossen. Mehrere sächsische Aerzte kamen öfters mit uns zusammen. Am 26. July ward die Gesellschaft vermehrt durch 2. Württemberger, den Kriegs-Commissär Krais und den Lieutenant v[on] Bagnato, die beide in Schlesien in Kriegsgefangenschaft gerathen waren.
Grodno ist der Sitz eines Civilgouverneurs. Die Stadt ist beträchtlich, und hat manche gutgebaute Häuser und Strassen; die christlichen Einwohner bestehen gröstentheils aus Pohlen, die Zahl der Russen ist gering,
Deutsche findet man viele. Das Benehmen der letzteren gegen uns war kalt und zurückstossend, und den Russen wichen wir möglichst aus, dagegen bezeugten uns die Pohlen wenigstens einige Theilnahme. Die Juden leben hier, wie überall, nur ihrem Gotte, dem Geld. Die Lage von Grodno ist schön, aber nicht ausgezeichnet, der Fluß, an dem die Stadt liegt, ist schiffbar, und bringt Leben und Thätigkeit unter die Bewohner.
Um die Mitte des Monats August, als meine Augen noch nicht völlig hergestellt waren, begieng ich die Unvorsichtigkeit, den Collegienrath Riesenkopf, der die Gefangenen ausbezahlte, um ein besseres Quartier zu ersuchen. Er aber schlug mir meine Bitte nicht nur rund ab, sondern gab mir obendrein die trostlose Versicherung, daß er nicht ermangeln werde, // S. 141// mich mit dem ersten Transport, der von Grodno abgehe, weiter zu schicken. Meine Vorstellungen dagegen blieben bey dem Gouverneur ebenso fruchtlos, als die Verwendung einer angesehenen Dame, und so ward ich dann einem Transporte zugesellt, der am 19. August nach Minsk abgieng.
Mit schwerem Herzen nahm ich von Bagemühl's, von dem Major v[on] Roth, und meinen übrigen Bekannten in Grodno Abschied. Ihre besten Wünsche begleiteten mich.
Mehrere meiner Bekannten, wie der Herzog v[on] Mirelli, die Lieutenants Boecker, Pechin, Hartemenk, Kemerlink, der Cabinets-Courier Lang, waren mit einem früheren Transporte abgegangen. Meine Reisegefährten waren Krais und Bagnato, so wie der schon mehrmals erwähnte Laudon, und ein französischer Bedienter, der sich für einen Aide-de-Camp des Fürsten Poniatowsky ausgab, und sich Normann nannte, ein schlechter, boshafter, abgefeimter Kerl. Die Zahl der Unterofficiere und Soldaten betrug zwischen 200. und 250. Unsere Escorte bestand aus 1. Infanterie-Lieutenant mit 18. Mann vom 4.ten Infanterie-Regiment, und 30. Mann Pultawaischer187 Bauernkosaken.
Der Marsch ging über Skydel, Kamienka, Zoludek, Beliza, NowoGrodek, Mir, und Koydonowo, und am 7. Sept[ember] langten wir in einem Dorfe bey Minsk an, nachdem wir einen Weg von 84. Stunden // S. 142// zurückgelegt hatten. Unser TransportCommandant hatte unsere Lage nicht sowohl durch üblen Willen oder Bosheit, als vielmehr durch grobe Nachläsigkeit während des Marsches sehr erschwert. Er war täglich betrunken, und verlor dadurch alle Achtung seiner Untergebenen, oft sah er seine Befehle schlecht, oft gar nicht befolgt, und die armen Gefangenen waren zu Zeiten, wo er seiner Sinne nicht mehr mächtig war, mehr oder minder schlechter Behandlung theils von Seiten einiger seiner Leute, theils von Seiten der Landesbewohner oder Quartiersträger ausgesezt. Auf dem ganzen Marsche waren wir meistens in jüdischen Wirthshäusern, und nur ein paarmale bey Bauern, nie bey Edelleuten einquartirt worden. Dach und Fach hatten wir überall frey, dagegen mußten wir Essen und Trinken, zuweilen um hohe Preise, erkaufen, und etlichemale würden uns die Einwohner selbst gegen Bezahlung keine Lebensmittel abgelassen haben, wenn unser Transport-Commandant sich nicht ins Mittel geschlagen hätte. Unter diesen Umständen war es kein Wunder, daß wir nicht allein vom Gelde entblöst, sondern auch halb verhungert bey Minsk eintrafen. Die Einwohner der Orte, durch die wir zogen, waren überall gleichgültig gegen unsere Leiden, selbst hart gegen uns, und nur Einen Einwohner fanden wir, der nicht nur Menschlichkeit, sondern Gefühl gegen uns zeigte.
Dieß war der Bürgermeister in NowoGrodek, auf dessen // S. 143// Veranlassung wir unentgeldlich gespeist wurden. Dagegen trafen wir unterwegs in Swierzno einen russischen Militär, den Obersten de Fries, der sich theilnehmend nach unserer Lage erkundigte, und uns das dortige Quartier durch die Einladung zum Edelmann, dessen Freund er war, recht angenehm machte.
Das Land hat auch hier den allgemeinen Character Pohlens. Die Dörfer sind meistentheils, wie ihre Bewohner, armselig, die Städtchen etwas besser, aber weit nicht so gut, wie in denjenigen Provinzen, die ehemals unter preussischer Herrschaft standen. Manche Edelsitze sind schön, und unter diesen zeichnen sich die Güter des Grafen v[on] Tiesenhausen in und bey Zoludek, besonders aus.
Während des Marsches hatte sich meine Augenkrankheit nach und nach verloren, mir jedoch eine Schwäche in den Augen zurückgelassen, die es mir unmöglich machte, auch nur eine halbe Stunde lang unausgesetzt mich mit Lectüre zu beschäftigen.
Im Uebrigen war der Zustand meiner Gesundheit, abgerechnet die Diarrhöe, die mich schon so lange verfolgte, jedoch nicht mehr heftig war, ziemlich gut. Aber am 3. Sept[em]b[e]r ward ich von einer Unpäßlichkeit befallen, die nach etlichen Tagen als ein eigentliches Nervenfieber sich aussprach, und von heftigem Durchfall begleitet war; da es bey dem Transport keinen Arzt gab, und ein solcher mir auch nichts genützt hätte, weil es an Arzneymitteln // S. 144// fehlte, so mußte der Krankheit ihr Lauf gelassen werden, bis wir bey Minsk anlangten. Dort bemühte sich der Lieutenant v[on] Bagnato, mir die Aufnahme in einen Spital zu verschaffen, aber dieß gelang ihm erst, als ich vom Rande des Grabes durch die Kraft meiner Natur und die Hülfe einiger Arzneyen, die mir Dr. Schmidt von Minsk zugesandt hatte, zurückgekehrt war. Am 12. Sept[em]b[e]r ward ich dann in einen Spital gebracht, in welchem ich mit mehreren französischen Officieren , die theils verwundet, theils krank waren, und ihr Elend schwer fühlten, in Ein Zimmer logirt wurde. Die sorgliche Behandlung des Spitalarztes, dem ich von Dr. Schmidt besonders empfohlen war, brachte mich nun in wenigen Tagen so weit, daß ich nicht nur das Zimmer verlassen, sondern auch der Einladung des Dr. Schmidt zu seinem Mittagstisch folgen konnte. Hier ward mir eine angemessene und kräftige Kost, anfangs sparsam, nach und nach reichlicher gereicht, und in weniger als 14. Tagen ward ich wieder genesen.
Dr. Schmidt (aus Geislingen in Württemberg gebürtig) und seine Frau, (eine geborene Willmann von Villingen im Badenschen) hatten sich weit in Rußland einen ehrenvollen Ruf erworben durch die Menschenfreundlichkeit und Grosmuth, mit der sie die Leiden aller Kriegsgefangenen, hauptsächlich aber ihrer deutschen Landsleute, und unter diesen vorzüglich der Württemberger zu mildern // S. 145// sich bemühten, und die sie das Mißfallen der russischen Behörden nicht scheuen Hessen. Mit mir erinnern sich viele — viele Württemberger, Badenser188, überhaupt Deutsche und Franzosen mit herzlicher immerwährender Dankbarkeit der Wohlthaten dieses edlen Paares.
Die Stadt Minsk ist der Sitz eines Gouvernements, stark bevölkert und im Ganzen gut gebaut. Die Cathedralkirche ist ein Meisterstück der Baukunst. Die Lage ist nicht unangenehm. Die Einwohner bestehen gröstentheils aus Polen, gering ist die Zahl der AltRussen. Juden giebt es sehr viele, und hier traf ich sie besonders erbittert gegen die Franzosen und ihre Allirten. Während meines Aufenthalts in Minsk waren wir zu unserer grösten Freude von der Gesellschaft der beiden Herren Laudon und Normann befreit worden. Sie hatten bey der deutschen Legion Dienste genommen. Dagegen hatte die Gesellschaft einen bedeutenden Zuwachs erhalten durch die Ankunft des Majors v[on] Loeffler, der Hauptleute v[on] Brunnow und v[on] Butsch, der Lieutenants Hoelder und Roell, sämmtlich Württemberger, die in der Schlacht von Bautzen gefangen worden waren, so wie des bayrischen Lieutenants v[on] Michel vom 2.ten leichten Infanteriebataillon und des Chir[urgi] Pract[ici] Stoer. Ausserdem waren noch einige weitere Transporte Gefangener angelangt, die sofort in Minsk in Einen vereinigt wurden, um nach Czernigow, als der nächsten Hauptstation abzugehen. // S. 146//
Fünftes Capitel.
Zum Tage des Abmarsches war der 27. September bestimmt. Unmittelbar vor dem Abmarsche nahm ich herzlichen Abschied von der Schmidt-
schen Familie, und erhielt von ihr ohne mein Ansuchen ausser einem guten Hemde als Geschenk, noch ein Anlehen{727} von 25. Rubel Assignaten{728}.
Meine Reisegefährten waren ausser den kaum{729} genannten Württembergern und Bayern, der Kriegs-Commissär Krais und der Lieutenant v[on] Bagnato, sodann der ehemalige preussische{730} Landrath v[on] Warkaski, ein heller, aber intriganter Kopf, als Russenfeind zur Deportation ins Innere von Rußland bestimmt, der polnische Oberstlieutenant v[on] Ninewski, die Franzosen, Stallmeister Baron v[on] Montaran, die Capitäne Vannacker, Fanchon, Carlier, Claisse, die Lieutenants Léon, George, Dubois, Blanc p.p. im Ganzen 37. Officiere; die Zahl der Unterofficiere und Soldaten belief sich auf etwa 300. Mann. Unsere Escorte bestand aus einem gutmüthigen KosakenLieut[enant], 2. Baschkirenlieutenants, 2. Infanterie-Officieren, 2. Kosaken, 50. Baschkiren und etwa 80. Mann Landwehr (sogenannte Kreuzbauren).
In dieser Begleitung traten wir denn am 27. September den Marsch nach Czernigow, einer ungefähr 150. Stunden // S. 147// entfernten, gegen Kiew hin gelegenen Gouvernementsstadt an. Um den dritten oder vierten Tag wurde immer Rasttag gehalten. Am 6. October erreichten wir die Festung Bobruÿsk, an der uns noch im frischen Andenken stehenden Berezina. Hier sahen wir eben nicht mit groser Freude 2. württembergische Kanonen, welche die Russen in einem Gefechte unweit Koÿdonowo, 5. Meilen von Minsk, erobert hatten. Auch trafen wir da einen württemberg'schen Unterarzt, Namens Dertinger, der im dortigen Spital verwundet wurde. Den 12. Oc- t[o]b[e]r kamen wir nach Rohaczew am Dnieper, am 19. passirten wir den Fluß Sor, und am folgenden Tage hatten wir unser letztes Quartier in russisch Polen. Tags darauf blieben wir in dem altrussischen Dorfe Dobrianka, und am 28. Oct[o]b[e]r erreichten wir die Stadt Czernigow, es ward uns aber nicht vergönnt, in der Stadt zu bleiben, sondern wir wurden in ein dreÿ Werste entferntes Dörfchen verlegt.
Während des ganzen Marsches von Minsk nach Czernigow hatten wir mit vielem Ungemach zu kämpfen. Oft vermochten unsere Pferde nicht weiter zu kommen, und wir waren genöthigt, zu Fuß zu gehen. Die Witterung war veränderlich, zuweilen sehr rauh, die vielen Regengüsse hatten die Straße unwegsam gemacht. In den193 Quartieren erhielten wir nur Dach und Fach, und unser ärmlicher Gehalt reichte oft kaum hin, uns ein Stück trockenen
Brodes und ein paar Zwiebel zu verschaffen. Unsere Kleidung war zerrissen, // S. 148// die Wäsche nicht minder; beide besserten wir selbst aus, und das Weißzeug wuschen wir in den Rastlagern selbst. Die Einwohner zeigten überall ihren Haß gegen uns, und stellten oft dem Leben Einzelner nach. In Rohaczew wären wir ohne die Dazwischenkunft unserer Bedeckung von den jüdischen Einwohnern ermordet worden. Zu Dobrianka drohte uns das Gleiche, und nur der festen Entschlossenheit des Transport-Commandanten, der auf die versammelten Bauern zu feuern drohte, dankten wir unser Leben. Es gewährte uns deswegen keine geringe Freude, als wir die Thürme von Czernigow erblickten, wo wir eine ruhigere und friedlichere Existenz zu finden hofften.
Das Land von Minsk an ist meistens schlecht. Grose Strecken sind von Wald und Sumpf bedeckt. Die Dörfer sind ärmlich, die Bewohner arm. Die Städte sind gröstentheils schlecht gebaut, und nur in einigen wenigen trifft man bessere Gebäude, meistens Kirchen und Klöster, selten Privat- Wohnungen. Die Edelsitze sind seltener, nicht mehr jedes Dorf, wie in Pohlen, hat seinen eigenen Edelmann; die Häuser sind bis an die altrussiche Gränze meistens unreinlich, und Ein und dasselbe Gemach dient Menschen und Vieh zum Aufenthalt. In den ehemals polnischen Städtchen und Dörfern giebt es Juden in groser Menge, sie sind aber reinlicher, als an der // S. 149// Weichsel. Das grose wohl bevölkerte Dorf Dobrianka, das{731} erste Ort in AltRußland, bildet einen gewaltigen Gegensatz mit{732} den Orten, deren Bewohner der polnischen Nation angehören. Dort sind die Häuser, obgleich ebenfalls von aufeinander liegenden Balken zusammengefügt, doch geräumiger, bequemer, reinlicher. Die Fenster-Oeffnungen sind mit Glasscheiben versehen, ein ordentlicher Ofen wärmt die Stube, Tische und Bänke sind besser gearbeitet, rein gescheuert, den Fußboden deckt nicht veralteter Koth, er ist vielmehr sauber gefegt, und mit Sand bestreut. Die Lagerstätte findet sich in einem abgesonderten Gemach. In der vorderen Ecke hängt ein Heiligenbild, dem der Bewohner beim Aus- und Eingehen jedesmal seine Ehrfurcht bezeugt. Dem Hausvieh ist zu seinem Aufenthalte ein Stall angewiesen, und nirgends ist auch nur ein Stück Geflügel in einer Stube zu treffen. Der Eingang in das Wohngemach führt durch einen Vorplatz, in dem die Küche sich befindet. Der Hausherr trägt einen langen Bart, seine Kleidung besteht aus einem bis an die Knie reichenden Ueberrock, ohne Knöpfe, durch eine Binde um den Leib zusammengehalten, die Hosen sind weit, die Füsse sind mit Juchtenstiefeln196 bekleidet. Die Hausfrau hat den Kopf mit einem bunten, oder auch weissen Tuche umwickelt, sie trägt einen ihr gut stehenden Kittel, der das einzige Widrige // S. 150// hat, daß die Brüste unter dem Gürtel herabgebunden sind. Der Rock ist von Wolle, weiss, grau oder blau, die Schuhe sind von Juchtenleder. Die Kinder sind in wollene Ueberröckchen gekleidet, und haben ebenfalls eine Fußbedeckung. Bey allen ist die Kleidung reinlich gehalten. Die Art ihrer Kost ist mir nicht bekannt, denn in unserer Gegenwart assen die Leute nicht. In den meisten Häusern waren wir ein Greuel, und beinahe überall wurden die Heiligenbilder bey unserer Ankunft sogleich aus dem Wohngemache entfernt. Die übrigen Orte, durch die wir von hier an bis Czernigow zogen, gleichen übrigens dem Dorfe Dobrianka an Wohlhabenheit keineswegs, doch wird man überall mit Freuden gewahr, daß der Russe mehr auf Reinlichkeit hält, als sein polnischer Nachbar. Das Aussehen des Landes ist dagegen von Pohlen wenig verschieden.
In dem Dörfchen bey Czernigow waren unsere Quartiere höchst elend, und unsere Nahrung war möglichst kärglich. Den Tag brachten wir meistens in der Stadt zu, aber vor Einbruch der Nacht kehrten wir jedesmal heim. Die langen Abende langweilten uns sehr, und bey den offenbar feindseligen Gesinnungen der Dorfbewohner gegen uns, wagten wir nicht, Nachts die Häuser zu verlassen. Die Bewohner kamen öfters in Mehrzahl in unseren Stuben zusammen, und verhandelten mit // S. 151// grosem Eifer meistens Gegenstände, von denen wir nicht die entfernteste Muthmassung hatten, aber wir sahen auch einmal ein Familienfest feyern, bey dem der Branntwein in Menge floß, und das sich endlich mit völliger Betrunkenheit der Theilnehmer schloß. Ein anderesmal machte sich die Jugend des Dorfes den Spaß, sich wunderlich zu masquiren, und so von Haus zu Haus zu ziehen. In meinem Quartier hatte auch eine Brautwerbung statt, bey der die jungen Leute sich ziemlich passiv und ruhig verhielten, die Eltern aber desto lebhafter waren, und die Scene zuletzt mit tüchtigen Handschlägen endeten. Eines Morgens mit Tagesanbruch, es war am 10. Nov[em]b[e]r erschienen in dem Quartier, das ich mit dem Hauptmann v[on] Butsch theilte, mehrere betrunkene, mit Prügeln bewaffnete Bauern, die uns von unserem Strohlager aufstörten, und unter wohlverständlichen Gesticulationen uns zu erkennen gaben, daß sie uns los werden wollen, und wir von dannen ziehen möchten, soferne uns Leib und Leben lieb sey. In allen anderen Quartieren wurde von den Dorfbewohnern um dieselbe Tageszeit und auf die gleiche Art der nemliche Wunsch ausgedrückt. Wir begaben uns daher sogleich in Masse nach Czernigow, und führten Klage bey dem Gouverneur, dem Commandanten, dem Platzhauptmann, dem Polizeymeister, aber überall vergeblich. Des Hin- und Herschickens müde kehrten wir endlich Abends in unser Dorfchen zurück, und bedeuteten den Bauern, daß wir sie den andern Morgen // S. 152// für immer verlassen werden. Hierüber vergnügt liessen sie uns die Nacht über in Ruhe, und am Morgen friedlich nach der Stadt abziehen.
Sechstes Capitel.
In Czernigow mietheten wir nun, da man uns keine freien Quartiere geben wollte, solche für unser Geld. Ich fand mit dem Hauptmann v[on] Butsch und dem Kriegs-Commissär Krais bey einem Schuster ein heitzbares Zimmer, das mit Einschluß des nöthigen Holzes zum Heitzen und Kochen täglich unser hälftiges Einkommen aufzehrte. Hier richteten wir uns möglichst bequem ein, d. h. wir versahen unsere Liegerstatt{733} mit Heu, kauften jeder ein Trinkglas, und zusammen ein eisernes Casserol{734}, eine kupferne Caffeekanne, blecherne Löffel, jeder 1. Messer, und 1. hölzerne Eßschüssel. Zur Bedienung nahmen wir 2. württemberg'sche Soldaten zu uns, die sonst zu Grunde gegangen wären, und nun doch freye Kost hatten.
Wir brachten in Czernigow 10. Wochen, vom 11. Nov[ember] 1813. bis 19. Jan[ua]r 1814. zu. Mehrere Landsleute, der Regiments-Arzt Pommer, der Kriegs-Commissär Keller, der Kurier Lang, der Unterarzt Bopp, nahmen uns mit Freuden auf. Sieben Werste von der Stadt wohnte ein weiterer Landsmann, der Unterarzt Mautz, auf einem Edelsitze bey einer begüterten // S. 153// rüstigen Wittwe, deren Arzt und Geheimer Rath er war. Unsere nur gedachten Landsleute lebten schon längere Zeit in Czernigow. Die zwey ersteren wohnten im grosen Spital bey einem deutschen Apotheker, und hatten alle Ursache, mit ihrer Lage zufrieden zu seyn. Der vierte, Bopp, practicirte als Arzt, und verschaffte sich dadurch eine weit bessere Existenz, als uns anderen Nichtärzten zu Theil ward. Alle früheren Ankömmlinge aber wetteiferten mit einander in Gefälligkeiten gegen uns. Sie machten uns mit den örtlichen Verhältnissen bekannt, und söhnten uns, so weit es möglich war, mit unserm Schicksale aus. Die Württemberger kamen regelmäsig alle Tage zusammen, theils in den Wohnungen der Einzelnen, theils in einem öffentlichen Wirthshause, von dem ich später noch zu reden Gelegenheit haben werde. Die Gespräche drehten sich meistens um unsere Aussichten zur baldigen Rückkehr ins Vaterland. Dieß war der erste und ein stehender Artikel. Der nächstfolgende, und für den Augenblick nicht minder wichtige, betraf unsere Subsistenz, und wenn der erstere immer freudige Gefühle erweckte, und den Niedergeschlagenen erheiterte, so trübte der andere die Unterhaltung immer mehr oder weniger. Einige Bayern vergröserten unsern Cirkel, und belebten ihn öfters. Mit Franzosen hatten wir wenig Umgang, und wir // S. 154// wurden sichtlich von ihnen gemieden, sobald der Abfall Württembergs von Frankreich bekannt geworden war. Doch besuchte ich öfters den Stallmeister Baron de Montaran, der durch Geldsendungen von Petersburg aus in eine behaglichere Lage versetzt war, und seine Geldmittel zuweilen dazu verwandte, dem Lieutenant Pechin, der noch für einige Zeit in Czernigow bleiben durfte, und mir ein gutes Mahl vorzusetzen. Zu Hause, wo wir die Vormittage meistens zubrachten, beschäftigten wir uns mit verschiedenen Dingen. Das erste Geschäft nach dem Erwachen war eine sorgfältige Durchsuchung unseres Leibweißzeuges nach dem Ungeziefer, das wir vom Transporte mitgebracht hatten, und mit aller Mühe nicht gänzlich auszurotten im Stande waren. Nach dem Frühstück, das in leichtem Caffee mit gutem Weisbrode bestand, wurden die Kleidungsstücke ausgebessert, die Wäsche geflickt, und den übrigen Theil des Vormittags brachten wir meistens mit Lesen deutscher Bücher hin, die uns Mautz aus der Bibliothek seiner Dame verschaffte. Um 12. Uhr ward Mittag gehalten. Ein Stück Rindfleisch zusammen mit Kartoffeln und gelben Rüben in Einem Topfe gekocht, bildete die frugale Mahlzeit Tag für Tag, so lange unser Aufenthalt in Czernigow währte. Gleichwohl fehlte es uns nie an Anpetit{735}, und die einfache Kost entleidete uns nicht, denn sie kam nie im Ueberfluß auf den Tisch. // S. 155// Das Getränke bestand aus 1. Kruge Quass{736}, aus zerrissener Gerste, und Wasser mit Sauerteig bereitet. Nachmittags wurden Besuche gegeben und empfangen, Spatziergänge in der Stadt und der nächsten Umgebung gemacht, und mit Einbruch der Nacht trafen wir uns regelmäsig in einem bestimmten Wirthshause, wo wir ein Stück Brod, hin und da ein paar Eyer, und ein Glas warmen Thee mit Branntwein genoßen. Um 8. Uhr begaben wir uns nach Hause und zur Nachruhe. — Mit meiner Gesundheit gieng es während meines ganzen hiesigen Aufenthalts recht erträglich, und wenn ich gleich öfters an Magenschmerzen litt, so waren sie doch gewöhnlich nur gering. Beschwerlicher als diese war mir der Stuhlgang, den ich den ganzen Winter über regelmäsig um Mitternacht unter freyem Himmel verrichten mußte.
Die Stadt Czernigow, der Sitz eines Gouvernements und eines Erzbischoffs, liegt in einer Ebene, eine Viertelstunde vom Flusse Dyssna entfernt. Die Umgebung ist einförmig, und bietet keine Sehenswürdigkeiten dar. Die
Stadt ist weitläuf{737} gebaut, und von ziemlichem Umfange. In der Mitte derselben erhebt sich das Castell, das ein Viereck mit Thürmen an den Ecken, und mit hohen Mauern ohne Schießscharten umgeben ist. Es dient einzig als Gefängniß. Am Ende der Stadt liegt ein groses Kloster, in dem der Erzbischoff seinen Sitz hat, und das blos durch einen durchbrochenen Thurm sich auszeichnet. // S. 156//
Die Gouvernementskanzley und die Spitalgebäude sind von Stein, alle übrigen Häuser von Holz. Selbst der Gouverneur bewohnt ein hölzernes Gebäude. In der Nähe des Castells befindet sich der grose Marktplatz, in dessen Mitte zwey lange Gebäude mit Arkaden stehen, unter denen die Handwerker, Krämer und Kaufleute ihre Buden haben, die täglich geöffnet werden, wo Waaren des Luxus und der Nothdurft in Menge feil geboten, und von den Verkäufern angepriesen werden. Auf diesen Marktplatz werden zu Zeiten ganze hölzerne Häuser für Landleute zum Verkauf gebracht. Vor dem grösern Budenhause haben die Juden ihre Tische aufgestellt, die alle Arten von Papiergeld und Geldstücken immer gegen Agio{738}, verwechseln. Die Juden sowohl, als die Christen bedienen sich zum Rechnen sogenannter Faullenzer{739}, die sie mit vieler Fertigkeit handhaben, und vermittelst deren sie verwickelte Rechnungen schnell und richtig lösen. Man sagte mir, daß es nur die gebildeteren Kaufleute seyen, die sich auf das Rechnen mit Zahlen verstehen. Alle Verkäufer ohne Ausnahme überbieten ihre Waaren sehr, indessen weiß der Eingeborne gehörig zu markten{740}, und der Fremde lernt es bald. Die gröseren Zahlungen werden in Papier gemacht, und zur Ausgleichung dient Kupfermünze, deren gröste, ein Pietack, nach unserem Gelde etwa 1 1/2. Kreuzer // S. 157// ausmacht, und dem brabanter Thaler in der Größe gleicht. Silbergeld ist nicht häufig, und das Gold ist selten.
Die hölzernen Häuser stehen meistens nicht an der Straße unmittelbar, sondern in der Mitte groser, mit Bretterwänden umgebener Höfe. Sie sind alle nur einstockigt{741}, und darum der hohen Bretterwände wegen von der Straße oft gar nicht zu sehen. Auch hier, wie in Pohlen, haben die Häuser kein heimliches Gemach{742}, sondern es ist als solches der ganze Hofraum zu betrachten, der übrigens demungeachtet dadurch nicht unreinlicher wird, weil die dort herumlaufenden Schweine die Excremente aufzehren, und nach dieser Kost so lüstern sind, daß es nur vermitttelst eines tüchtigen
Stocks möglich ist, seine Nothdurft in Ruhe zu verrichten. In der Nähe des Marktplatzes befinden sich mehrere Wirthshäuser, in denen Branntwein, Thee und Quass geschenkt wird, und verschiedene Fleischarten auf einem Tische, der unseren Badentischen gleicht, aufgehäuft und schon zubereitet hegen, so daß sie zum Verspeisen nur wieder gewärmt zu werden brauchen. Auch sind immer verschiedene Fischarten vorhanden, die in groser Menge auf dem Markte feil stehen, und von den Russen an ihren vielen Festtagen mit Oel und irgend einer Mehlspeise genossen werden. Diese Wirthshäuser sind mit denen in Deutschland in Absicht auf Reinlichkeit keineswegs zu vergleichen, es ist keines, in // S. 158// dem nicht der Besuchende Ungeziefer zu bekommen fürchten muß. Die Fremden, die in solchen Gasthäusern übernachten wollen, werden in den Zimmern herum auf Stroh gelegt. Eines dieser Häuser besuchten wir täglich, und wir schöpften ihm wegen des schmutzigen Aussehens des Wirthes und seiner zwey bärtigen Kellner, die übrigens alle 3. äusserst gefällig waren, den Namen zu den drey Schmutzmicheln. Ein Weinhaus, das einzige, besuchten wir nur Einmal, es ist reinlicher als die Traiteurshäuser{743}, und gefälliger eingerichtet. Der Wein, der da gewöhnlich getrunken wird, kommt aus der Moldau.
Die Stadt hat mehrere Kirchen, darunter aber nur drey steinerne, die übrigen sind ganz aus Holz. Am Christfeste wohnten wir dem Gottesdienste in der Cathedralkirche bey, der Cultus ist äusserst pompös, die Vocalmusik vortreflich, und wir waren ganz entzückt von der herrlichen Stimme, die das Hospoden po milu{744} sang.
Die Straßen der Stadt sind weder gepflastert, noch chaussirt{745}, sie sind sehr uneben, und bey Regenwetter so kothig, daß ich gut bespannte Wägen stecken bleiben sah. Die Einwohner werfen alle Unreinigkeiten auf die Straße, und selbst in den gangbarsten trifft man auf todte Katzen, Hunde, selbst Pferde und Rindvieh. Besonders unangenehm und lästig ist die zahllose Menge herrenloser Hunde, die in Heerden // S. 159// durch die Straßen ziehen, und die Vorübergehenden nicht nur anbellen, sondern selbst210 angreifen. Es geschah uns öfters, daß wir von solchen Heerden angefallen wurden, und uns nur mit Mühe ihrer erwehren konnten. Wenn ihre Zahl nicht zu groß ist, so genügt es übrigens an ein paar tüchtigen Hieben auf den vordersten und kühnsten, um den ganzen Trupp mit Geheul davon laufen zu machen. Zur Nachtzeit giengen wir nie einzeln über die Straße, sondern immer mehrere zusammen, weil der Einzelne in Gefahr stand, ermordet zu werden, was mehreren Franzosen während unseres Aufenthaltes in Czernigow begegnete. Zwar besteht in der Stadt eine Polizeywache, die Nachts Runde macht, allein ihre Sorgfalt erstreckte sich nicht bis auf uns arme Gefangene, vielmehr hatte sie selbst vielleicht bey der Ermordung der Franzosen ihre Hände im Spiel, jedenfalls aber pfändete sie gewöhnlich die einzelnen Gefangenen, die ihnen Nachts in den Straßen in die Hände fielen.
In Czernigow lagen damals nur 2. Compagnien Invaliden als Besatzung. Die Soldaten sind bey den Einwohnern einquartirt, die Officiere miethen sich ihre Wohnungen. Letztere zeichnen sich durch Bildung keineswegs aus. Die Mannszucht schien nicht sehr strenge zu seyn. —
Die Einwohner gehören nicht zu den AltRussen. // S. 160// Sie sind ein Gemisch von Russen und Pohlen, und haben, wie es überall an der Grenze von gröseren Völkern der Fall ist, die Tugenden der beiden Nationen meistens abgelegt, dagegen nicht nur ihre Nationalfehler beybehalten, sondern auch noch die des andern Volkes angenommen. Der Czernigower ist listig und pfiffig, habsüchtig und betrügerisch. Das zweite Geschlecht, das — wie allerorten in Pohlen und Rußland,211 nicht zum schönen gerechnet werden darf, soferne es den unteren und mittleren Volks-Classen angehört, ist unreinlich, häßlich, in hohem Maase streit- und zanksüchtig. Beyde Geschlechter zeigten sich hart und unbarmherzig gegen die armen Gefangenen, das weibliche aber noch mehr, als das männliche. Manche Einwohner treiben Handwerke, jedoch ohne viele Fertigkeit, viele andere nähren sich vom Handel mit allen Arten von Gegenständen, und bey mehr Bildung dürfte ihre Thätigkeit und Unverdrossenheit sie bald zu grösserem Wohlstände führen. Die Beamten und der Adel sind wenig zahlreich. So weit unsere Lage uns Beobachtungen erlaubte, so bemerkten wir nichts, das uns eine grose Meynung von ihrer Bildung hätte geben können. Beide Classen liessen sich nie zum Umgang mit uns herab. Die Juden, deren es viele giebt, leben von Handel und Gewerben, und zeichnen sich, wie in Pohlen auch hier durch ihre Betriebsamkeit und Habgier aus. Die ansässigen Fremden sind meistens Deutsche, Handwerker und Professionisten{746}, Apotheker und Aerzte, und alle gewinnen einen reichlichen Lebensunterhalt, den sie durch Fleiß, // S. 161// Sparsamkeit und Rechtlichkeit meistens wohl verdienen. Ihr oft zurückstossendes, immer aber kaltes Benehmen gegen uns, ihre Landsleute, findet eine hinlängliche Entschuldigung in der Eifersucht, mit der ihr Umgang mit uns von den russischen Behörden bewacht wurde. Die Kleidung der höheren Classen ist ganz nach französischem Schnitte, während die der niederen durchaus ähnlich ist dem der Landesbewohner. Die Lebensart der Einwohner ist einfach. Nirgends gewahrte ich öffentliche Lustbarkeiten, wie Tänze, und dergl[eichen]. In einzelnen adelichen Häusern fanden hin und da Bälle und Soupes{747} statt. Die Kost der mittleren Classen besteht aus Fleisch und Mehlspeisen, an Fasttagen aus gesalzenen Fischen und Eyern mit Oel gebraten. Der gemeine Mann lebt von Mehlspeisen, Sauerkraut und gesalzenen Fischen, und in den Fastenzeiten genießt er gewöhnlich nur Fische.
Die Lebensmittel sind wohlfeil, das Brod ist um 2/3.tel wohlfeiler, als in gewöhnlichen Zeiten in Deutschland. Der Preis des Fleisches von Rindvieh und Schaafen steht in gleichem Verhältniß, ebenso das Gemüse, wie Kartoffeln, Rüben, Zwiebeln u.s.w. Der Markt ist immer reichlich versehen mit jeder Art von Lebensmitteln. Das allgemeine Getränke ist der Quass und der Thee. Zu allen Stunden des Tages ziehen bärtige Russen durch die Straßen der Stadt, und rufen ihren Quass und Czay (Thee)214 zum Verkauf aus. Letzteren führen sie in // S. 162// grosen Gefässen auf dem Rücken, an deren Untertheil ein Behälter mit Kohlen angebracht ist, so daß das Getränke immer siedend heiß erhalten wird. Statt des Zuckers bedient man sich des Honigs. — Der Winter war während unseres Aufenthalts in Czernigow nicht strenge, er begann erst in der Mitte des Novembers, und wenn gleich die Kälte nie weniger als 3—4.° hatte, so stieg sie doch auch nicht höher als auf 10—12° —
Schon am 14. November traf die Kunde des Abfalls Württembergs von Frankreich, und seiner Vereinigung mit den verbündeten Mächten in Czernigow ein. Die erste Nachricht davon wurde uns durch einen in der Stadt ansässigen Arzt, der uns wohl wollte, mitgetheilt. In dem ersten Jubel eilten wir zu dem Gouverneur, und machten Anspruch auf eine Behandlung, wie sie den nunmehrigen Allirten Rußlands zukäme. Allein dieser entschuldigte sich mit dem Mangel an Verhaltungs-Befehlen von der Regierung, und das Einzige, was wir mit Noth von ihm erhielten, war das Versprechen, uns vorerst noch nicht mit dem nächsten Gefangenentransport nach Tambow zu senden. Indessen waren wir vorläufig mit diesem Erfolge zufrieden, und Freude und neues Leben kehrte zu uns zurück. Nun liessen wir keinen Tag verstreichen, an dem wir nicht nach der Ankunft der so sehnlich erwarteten Befehle zu unserer Heimkehr eifrig geforscht hätten, aber noch // S. 163// länger als 14. Tage blieb unsere Ungeduld auf die Folter gespannt. Endlich zu Ende Novembers berief uns der Gouverneuer vor sich, und eröffnete uns, daß er jene Befehle erhalten habe, daß sich aber unsere Abreise von Czernigow noch eine Zeitlang verzögern werde, weil er sämmtliche Württemberger und Bayern, die sich in seinem Gouvernement finden, zuvor sammeln müsse, von einer Erhöhung unseres armseligen Gehalts, oder gar von einem Vorschüsse war aber keine Rede. Wie unangenehm uns diese Zögerung war, läßt sich leicht denken, indessen waren wir doch dem Ziele unserer Wünsche um einen grosen Schritt näher gerückt. Wir ermangelten nun nicht, unsere Abreise möglichst zu betreiben, allein sie lag den russischen Behörden weit weniger am Herzen, als uns, und wir mußten uns noch oft und lange zur Geduld verweisen lassen. Ein angenehmer Zwischenfall in dieser Zeit der Ungeduld war die Bewilligung von 100. Rubeln Papier, die jedem Gefangenen Officier zu Anschaffung von Winterkleidern zu Theil, und wodurch manche bange Sorge, manche drückende Noth gehoben wurde. Zu Anfang des Jahres 1814. langte ein wiederholter Befehl zu unserer baldigen Rücksendung an, und nun erst wurden ernstliche Anstalten zu unserer Abreise getroffen. Am 13. Januar wurde ein Officier von der Landwehr zu unserer Begleitung bezeichnet, und unser Abmarsch auf den 19.ten festgesetzt. Wir wären gerne dieser Begleitung enthoben gewesen, // S. 164// umso mehr, als wir, wie wir aus sicherer Hand vernahmen, dem Officier schlecht empfohlen worden waren, und er den Auftrag hatte, uns unter strenger Aufsicht zu halten, allein unsere diesfälligen Schritte blieben ohne Erfolg, und so ergaben wir uns darein, nochmals als Gefangene transportirt und behandelt zu werden, wenn wir gleich auf bessere Behandlung Anspruch machen konnten. Ueberhaupt konnten oder wollten die russischen Behörden nicht begreifen, warum wir unsere Abreise so eifrig betrieben, da unsere Lage in Czernigow doch ganz behaglich sey. Den Tag vor der Abreise, am 18.ten Jan[ua]r (6. Jan[ua]r alten Styls) ward uns noch ein seltenes Schauspiel zu Theil, das Fest der Wasserweihe. Der Erzbischoff im festlichen Ornate, umgeben von der ganzen Clerisey215 und einem ausgezeichneten Sängerchor, begleitet von sämmtlichen Militär- und Civil-Behörden, weihte, in Gegenwart einer unzähligen Menge Volks aus allen Ständen, den kleinen an der Stadt vorbeifliessenden Bach, dessen Eisdecke aufgehauen war, unter vielen Gebeten und Ceremonien, und dem Donner der Böller, feierlich ein. Nach beendigter Ceremonie nahmen die Anwesenden von griechischem Ritus von dem geweihten Wasser mit sich, und der übrige Tag wurde in Gebet und Andacht hingebracht. — // S. 165//
Siebentes Capitel.
Am 19. Januar sahen wir die Sonne zum letztenmale in Czernigow aufgehen. Mit Tagesanbruch sammelten wir uns jubelnd auf einem Platze, wo sich nach und nach die für die Officiere bestimmten Schlitten einfan-
den. Zu den Officieren wurden auch die Aerzte Bopp und Mautz gezählt. Letzterer hatte mit Wehmuth von seiner Dame Abschied genommen, und verschiedene vortheilhafte Anträge für den Fall, daß er im Lande bleiben wollte, ausgeschlagen. Mit Geld und Vorrräthen waren er und Bopp reichlich versehen. Mit uns vereinigten sich mehrere Bayern, Westphalen und Hessen. Die Unteroffiziere und Soldaten bestanden meist aus Württembergern. Die ganze Zahl mochte sich mit Einschluß der Officiere auf 130. Köpfe belaufen.
Um 10. Uhr Vormittags traten wir freudig den Marsch an. Die Officiere sollten mit den Gemeinen die nemlichen Stationen halten, eine Einrichtung, wodurch unsere Heimkehr nothwendig sehr verzögert werden mußte, und die uns schon in Czernigow zur Verabredung veranlaßte, in dem ersten Orte, wo wir einen Commandanten treffen würden, gegen diese Marschweise zu protestiren, und um Beschleunigung der Reise der Officiere anzusuchen. Wir schlugen die Strasse nach Bobruysk ein, und machten kleine Tagmärsche. Schon am dritten Tage nach unserer Abreise von Czernigow, am 21. Jan[u- a]r hatten wir den Verdruß, Rasttag machen zu müssen. Unsere Gegenvorstellungen // S. 166// blieben fruchtlos. Ueber Lohiew, Reczice, Horwel und Pobolowa, zogen wir durch waldigte Gegenden, öfters begleitet von einem Haufen heulender Wölfe, und kamen, nachdem wir in der Zwischenzeit noch 3. Rasttage gehalten hatten, am 2. Febr[uar] in Bobruysk216 an. Auf dem ganzen Wege waren wir überall mit mehr oder weniger Gefälligkeit aufgenommen worden, sobald die Einwohner vernahmen, daß wir aus Feinden ihre Freunde geworden seyen. Nur der verwünschte Militzofficier mit seiner Mannschaft konnte und wollte sich mit uns nicht befreunden. In Bobruysk rasteten wir abermals einen Tag, und benüzten ihn dazu, bey dem Festungs-Commandanten, Obersten v[on] Bergmann, über die Art unserer Transportirung und Behandlung durch den Landwehrofficier Beschwerde zu führen. Unsere Klagen wurden als wohlbegründet erkannt, und wir sofort dem Commando dieses Officiers entzogen. Die Gemeinen blieben zwar unter seinen Befehlen, es wurde ihm aber eine gute Behandlung derselben sehr ernstlich empfohlen. Wir erhielten zum Commandanten einen Officier aus unserer Mitte, den OberstLieutenant v[on] Berndes, und zu unserer Bedeckung, zwey handfeste, gutwillige, wackere Kosaken. Die Pässe und übrigen Papiere wurden dem Herrn v[on] Berndes, und nur die Marschroute einem der Kosaken eingehändigt. So trennten wir uns am 4. Febr[uar] von unsern fußgehenden Soldaten, und setzten den // S. 167// Rückweg auf Schlitten fort. Der Hauptmann v[on] Butsch und ich hatten uns zu bequemerem Fortkommen am ersten Rasttage in Riepky einen Schlitten gekauft, in dem wir uns gegen die Kälte gut zu schützen vermochten.
Schon am ersten Tage hätten wir beinahe unsere Trennung vom Landwehrofficier bereut, da wir gar übel berathen waren mit unserer Vorspann, allein am nächsten Tage wurde dieser Uebelstand durch die Thätigkeit unserer Kosacken gehoben{748}, und wir selbst nahmen uns nachher oft heraus, von den Ortsbehörden mit Ernst, und sogar unter Drohungen gute Vorspannspferde zu fordern. Rasch setzten wir die Reise fort, und schon in den ersten Tagen waren unsere Kosaken genöthigt, ihre Pferde zurückzulassen, und wie wir, sich der Schlitten zu bedienen. Am 5. Februar trafen wir in Klusk mit bayrischen und sächsischen Officieren zusammen, die im Gouvernement Nischney Nowogorod in Gefangenschaft gewesen, und schon seit dem 29. Nov[em]b[e]r des vorigen Jahrs auf der Reise waren. Sie konnten die Gefälligkeit und Thätigkeit, womit ihre Heimkehr vom dortigen Gouverneur betrieben worden war, nicht genug rühmen, und staunten über die Schwierigkeiten, die unserer Abreise von Czernigow so lange gemacht wurden. Die Straße, die wir von Bobruysk an218 eingeschlagen hatten, war keine Heerstraße, sondern eine kleinere Route, auf der wir aber nichts // S. 168// desto weniger schnell befördert wurden. Wir passirten die nicht unbeträchtliche Stadt Sluzk, das Städtchen Romanew, die Stadt Nieszwiesz , die noch die Spuren eines 1812. in ihrer Nähe vorgefallenen hitzigen Gefechtes der Russen mit den Oestreichern und Pohlen trug, Slonim, eine ebenfalls bedeutendere Stadt, Sabelin, ein artiges Städtchen, Grodek, und langten am 16. Febr[uar] in Bialystok an, nachdem wir von Bobruysk bis hieher innerhalb 13. Tagen eine Strecke von 355. Wersten oder 102. deutschen Stunden zurückgelegt hatten. Beinahe überall und mit wenigen Ausnahmen hatten wir eine gefällige Aufnahme gefunden, ob wir gleich nirgends eine freye Verpflegung erhielten. Die Witterung war kalt, doch erträglich, die Schlittenbahn meist gut gewesen. Die Landschaft zeigte überall den Character des Nordens. Manche Gegenden waren mit Waldung bedeckt, andere so sehr von Holz entblöst, daß die Einwohner zur Heitzung und zum Kochen sich des Strohes bedienen mußten. Nirgends trug die Natur das Gebilde einer Landschaft, wie man sie in Deutschland findet, aller Orten war das Land höchst einförmig. Selbst die Thäler, in denen Bäche und Flüsse ihren Lauf haben, erscheinen durchgängig sich gleich, mit einem Worte langweilig.
In Bialystok trafen wir zu unserer höchsten Freude den württembergischen Major v[on] Seybothen, der die // S. 169// zurückkehrenden Württemberger von der russischen Regierung zu übernehmen, und den Kriegs-Commissär Ruoff, der sie mit Geld zu versehen hatte. Nun erst hatten wir uns wieder als freye Leute zu beobachten. Von der Monatsgage, die jeder von uns zum Voraus erhielt, und den Geldern, die wir noch von Ruoff aufnahmen, verschafften wir uns die nothwenigsten Kleidungsstücke, und von dem Ueberrest ward ein guter Theil verwendet für die lang entbehrten Genüsse, für eine gute Mahlzeit und einen tüchtigen Trunk. Hier in diesem Orte erhielt ich vom Regimentsarzt Pommer eine Arzney, die mich endlich von dem so langwierigen Uebel der Diarrhöe, vollständig befreyte. Der Major v[on] Seybothen sagte mir, er habe besondern Auftrag vom König, über mich Nachrichten einzuziehen, weil Gerüchte nach Württemberg gekommen seyen, denen zu Folge ich bey der deutschrussischen Legion Dienste genommen hätte, daß er erfreut sey, diese Gerüchte durch meine Ankunft widerlegt zu sehen, und daß er hievon alsbald Anzeige nach Stuttgart machen werde, übrigens sey ich nach meiner Gefangennehmung dem 5.ten Reiterregiment{749} zugetheilt worden.
In Bialystok dauerte unser Aufenthalt acht Tage, während deren wir uns von den seitherigen Mühseligkeiten wieder einigermasen erholten, doch war die Zeit zu kurz, // S. 170// als daß sie uns etwas mehr als eine schwache Stärkung für die bevorstehenden Strapatzen hätte gewähren können.
Die Stadt hat eine artige Lage, und zum Theil gut gebaute Häuser, die der Zeit der preussischen Herrschaft ihre Entstehung zu danken haben. Die Wirthshäuser sind nicht schlecht zu nennen, und mit diesen hatten wir natürlich die genaueste Bekanntschaft gemacht, während wir uns um das übrige Leben und Treiben nicht kümmerten.
Von dem Major v[on] Seybothen wurde uns die Marschroute vorgezeichnet, die wir bis nach Ludwigsburg zu halten hatten. Unsere Reise sollte mit Vorspannspferden zu Schlitten oder Wagen geschehen, und überall sollten wir freyes Quartier und Verköstigung finden, eine Einrichtung, die der Soldat schon an und für sich gut heißt, die uns aber insbesondere noch darum höchst willkommen war, weil wir bey unseren geringen{750} Geldmitteln sonst keine Möglichkeit vor uns gesehen hätten, den grösten Theil des weiten Weges anders als bettelnd zurückzulegen. Von Rasttägen{751} war natürlicherweise keine Rede mehr, im Gegentheil war es der Wille unsers Königs, daß wir unsere Heimkehr möglichst beschleunigen sollten. Unser aller Wünsche stimmten mit diesem Befehle überein, und an uns lag daher die Schuld nicht, wenn wir dennoch einmal länger als Eine Nacht in einem und demselben Orte verweilten. Indessen war leicht vorauszusehen, daß unsere Reise, bis // S. 171// wir die deutsche Grenze erreicht hätten, minder schnell vor sich gehen, und mache Hindernisse in der Ungefälligkeit der russischen Commandanten, so wie in dem Übeln Willen der Bewohner des Herzogthums Warschau, die die verbündeten Rußlands nun als ihre Feinde betrachteten, finden würde.
Die uns vorgezeichnete Reiseroute fiel gröstentheils in diejenigen Straßen, die ich schon früher als Gefangener, oder auf der Rückkehr aus dem Feldzuge von 1812. passirt hatte, daher enthalte ich mich, bekannte Dinge zu wiederholen, und beschränke mich hauptsächlich darauf, unsere Begegnisse auf der Reise, so weit sie von einigem Interesse sind, zu erzählen.
Nachdem in Bialystok der Oberst v[on] Seeger{752}{753} und der Hauptmann v[on] Sonntag223 sich mit uns vereinigt hatten, verließen wir unter Anführung des ersteren am 24.ten Febr[uar] diese Stadt auf der Strasse nach Plozk, erreichten noch am nemlichen Tage Tykoczyn, die erste Stadt im Herzogthum Warschau, und auf einer Reise von weiteren 4. Tagen kamen wir über Lomza, Ostrolenka und Pultusk am 28.ten in Plozk an, ohne daß uns besondere Abentheuer aufgestossen wären. Hier rasteten wir wegen Mangels an Vorspann einen Tag, und giengen am 2. März über die Weichsel gegen Gumin hin. Auf diesem Wege verloren Butsch und ich mit unsern schlechten Pferden, und da unser Fuhrmann des Weges unkundig war, unsere Reisegefährten, und // S. 172// erst am 3.ten März gelang es uns, nachdem wir zu schnellerem Fortkommen 2. Stationen mit Postpferden gefahren, und auf dieser Fahrt Hals und Bein daran gesetzt hatten, sie in Kalish wieder einzuholen Dieses Misgeschick führte ein zweytes herbey. Als wir nehmlich zu den Thoren dieser Stadt einfuhren, wurden wir vom wachhabenden Officier angehalten, geradezu für französische Kriegsgefangene, die zu entweichen im Begriff waren, erklärt, und in die Wachstube geführt, wo wir mit Schmähungen überhäuft wurden. Nach langem Wortwechsel wurden wir endlich unter Bedeckung zum Stadt-Commandanten geführt, und von diesem nach kurzer Untersuchung freygesprochen. Die Folge dieses unangenehmen Vorfalls war, daß wir in der späten Nachtzeit kein Quartier mehr erhalten konnten, sondern eine Unterkunft in einem Wirthshause suchen mußten. Glücklicherweise geriethen wir in das Hotel de Pologne, dessen Eigenthümer, Herr Woelfel aus Stuttgart gebürtig, uns nicht nur gefällig aufnahm, sondern uns auch bey der Zeche als Landsleute berücksichtigte. Tags darauf erhielten wir Quartier bey einem artigen Mann, Namens Meyer, wo ich das erstemal
wieder nach langer Zeit meine Nachtruhe in einem Federbette hielt. Am 5. März vor unserer Weiterreise bewirthete uns alle Herr Woelfel noch mit Glühwein // S. 173// und anderem edlen Getränke. Jenseits Ostrowo widerfuhr, wie früher dem Hauptmann v[on] Butsch und mir, nun der ganzen Reisegesellschaft das Unglück, die Strasse zu verlieren, und in ein Dorf zu kommen, wo russische Infanterie lag, die in den gleichen Irrthum verfiel, wie der wachhabende Officier am Thore von Kalish. Da sich diese Leute eines bessern nicht belehren lassen wollten, um so weniger, als der Oberst v[on] Seeger sich sehr barsch gegen sie anließ, so wurden wir endlich auf unser Begehren, unter starker Bedeckung und unter vielen Verhöhnungen und Beschimpfungen, nach Przygoczkich, einem schönen — dem Fürsten v[on] Radzivil gehörigen Gute, zu einem höheren Officier geschleppt. Aber beinahe wären wir aus dem Regen unter die Dachtraufe gekommen. Der Russe rechnete uns die Säbelhiebe, die der Oberst v[on] Seeger unter den Soldaten freigebig gespendet hatte, hoch an, und drohte, uns in Fesseln nach Kalish zurückzuschicken. Unser Führer erwiederte jedoch die Drohungen ebenso lebhaft, und zulezt wurde Friede unter uns geschlossen, wobey wir erfuhren, daß die Soldaten uns ruhig unseres Weges würden haben ziehen lassen, wenn wir einige Freygebigkeit gegen sie gezeigt hätten. Indessen war die Erbitterung der Soldaten gegen uns auf einen Grad gestiegen, der uns das Schlimmste befürchten ließ, und den russischen Commandanten zu dem Entschlüsse brachte, // S. 174// den anderen Morgen seine Leute zu einer Musterung zu versammeln, damit wir in der Zwischenzeit unsere Reise fortsetzen, und aus dem Bereiche der wüthenden Soldateska kommen könnten. Mit den russischen Officieren nahmen wir nun friedlich ein gutes Nachtmahl ein, und brachten die Nacht in dem Schlosse zu. Tags darauf erreichten wir die schlesische Grenze.
Auf dem Wege von Bialystok bis an die Grenze Schlesiens war es uns ergangen, wie wir vorausgesehen hatten. Die russischen Commandanten in Pohlen zeigen nicht mehr Eifer, uns schnell weiter zu befördern, als es bey denen in Rußland selbst der Fall gewesen war. Manchen war ein Württemberg auch nicht dem Namen nach bekannt, andere wußten wenigstens nicht, wo es gelegen sey, alle aber waren der Meinung, daß es wohl ein kleines Land seyn müsse, weil sie wenig oder gar nicht davon sprechen gehört hätten, daß daher Rußland auf das Bündniß mit einer so schwachen Macht keinen großen Werth setzen, und es ihnen mithin keine grose Verantwortung zuziehen könne, wenn sie die Reise unseres kleinen Haufens nicht so sehr beschleunigten, als wir wünschten. Ueberdieß war es den Russen immer ein Stein des Anstosses, daß wir früher gegen sie gefochten, und uns erst dann mit ihnen vereinigt hatten, als das Glück ihren Waffen lächelte.
Die polnischen Behörden zeigten sich, wie natürlich, noch gleichgültiger. // S. 175// Sie konnten uns nicht mit günstigem Auge zurückkehren sehen, da sie unsere Bestimmung, die Zahl ihrer Feinde zu vermehren, wohl kannten. Unter den Einwohnern war eine allgemeine Niedergeschlagenheit über das Unglück der französischen Waffen sichtbar, und die nemlichen Personen, die uns als Gefangene früher zuvorkommend aufgenommen hatten, liessen nun nicht nur Gleichgültigkeit, sondern Haß gegen uns blicken, und reichten uns unsere Bedürfnisse so schlecht und in so geringer Quantität als möglich. Aber freilich hatte auch das Herzogthum durch den Krieg unsäglich gelitten, und wenn es früher schon arm war, so war es jetzt im eigentlichen Sinne des Wortes an den Bettelstab gebracht. Selbst die Juden vermochten, trotz aller Thätigkeit, nicht mehr den täglichen Unterhalt und die schweren Prästationen224, die ihnen auferlegt waren, zu gewinnen, und seufzten nach Erlösung, nur erwarteten sie diese nicht von den Franzosen, gegen die ihnen ihr Gewissen viele Thaten vorwarf, welche keine Ansprüche auf Schonung und Milde machen durften.
Wir waren froh, als wir das unglückliche Polen verließen, und wieder deutschen Boden betraten. Noch an demselben Tage, an welchem wir das Herzogthum Warschau verlassen hatten, giengen wir bey Steinau über die Oder, und unsere Reise durch Schlesien beschleunigten wir so sehr als möglich, // S. 176// weil wir, wenn gleich jetzt Befreundete dennoch keine grossen Hoffnungen auf die Schlesier setzten, und dazu auch um so weniger ein Recht hatten, als während des Waffenstillstandes im Jahr 1813. das württemberg'sche Armeecorps in Schlesen cantonniert hatte, und bey aller Mäsigung gleichwohl von den für ihre Befreyung enthusiamirten Einwohnern tief gehaßt wurde. Ich muß jedoch zur Ehre der Schlesier bekennen, daß sie sich — obwohl kalt, doch nicht ungefällig gegen uns bezeigten, und sich aller beleidigenden Aeusserungen enthielten. Der Wunsch, den sie hin und da laut werden Hessen, es möchten die Süddeutschen gleich zu Anfang des Jahres 1813. auf die Seite Preussens und Deutschlands getreten seyn, regte auch uns, wie billig, lebhaft an. Auf deutschem Boden angekommen, benützte ich die erste Müsse, die mir vergönnt ward, um meiner Mutter, die seit meiner Gefangennehmung nichts mehr von mir erfahren hatte, Nachricht von meinem Leben und Wohlbefinden zu geben. Es war dieß am 7. März in dem Städtchen Lüben. Ueber Haynau, Bunzlau und Naumburg kamen wir am 10.ten März im Königreich Sachsen an.
Zu Goerlitz hielten wir das erste Nachtquartier in Sachsen, den folgenden Tag passirten wir die gewerbsame wohlhabende Stadt Bautzen, und am 12.ten trafen wir in Dresden ein.
Von Lauban an waren die Verheerungen des Kriegs von 1813. sichtbar. Ueberall gewahrte man die Brandstätten einzelner // S. 177// Häuser und ganzer Weiler und Dörfer. Hie und da fieng ein Haus an, aus seiner Asche zu erstehen. Die Stadt Bautzen selbst hatte durch die Schlacht vom 19. May 1813.{754} bedeutend gelitten, und zeigte noch die Ruinen eines grosen Brandes. Die Stadt Bischoffswerda, die damals vollständig in Asche verwandelt worden war, lag noch in Trümmern. Die Einwohner waren niedergeschlagen und muthlos, der Krieg hatte zu lange den Schauplatz bey ihnen aufgeschlagen, und zu grausam in Wohnungen und Feldern gewüthet, als daß der Muth der Bewohner nicht auf lange hätte gebrochen werden sollen, und noch drückten sie die Lasten der vielen Durchmärsche und Einquartierungen. Uebrigens werden die guten Lausitzer bey ihrem ergiebigen Boden, mit ihrem unausgesetzten Fleiße, unter ihrer milden Regierung, die Wunden des Krieges bälder geheilt haben, als manche andere weniger gesegnete Gegenden, in denen der Krieg minder furchtbar seine Geissel geschwungen hatte. Wir selbst hatten von den Lausitzern die Bereitwilligkeit zu rühmen, mit der sie uns entgegenkamen, und unsere bescheidenen Wünsche immer mehr als erfüllten.
Am 12. März Nachmittags fuhren wir auf dem romantischen Wege von Stolpen herkommend, über die herrliche Elbebrücke zu den Thoren Dresdens ein. Alle Befestigungen, die die Franzosen im Jahr 1813. hier errichtet hatten, waren noch vorhanden, und im besten Stande erhalten. Die Residenzstadt // S. 178// des Königs von Sachsen war in eine förmliche, starke Festung umgeschaffen. Die Besatzung bestand aus 12.-15,000. Russen, die bey den Bürgern einquartiert waren, und deren Drangsale sowohl durch den Aufwand, den sie verursachten, als durch ihr Benehmen nicht wenig vermehrten; der gesprengte Theil der Elbebrücke war durch hölzerne Joche so gut als möglich reparirt. Die herrliche Frauenkirche war ein Magazin geworden. Der König{755} war nach der Schlacht von Leipzig{756} nicht in seine Residenz zurückgekehrt, er ward als Gefangener gehalten, an seiner Statt verwaltete der russische Gouverneur Dresdens, Fürst Repnin228, das Land. Auf allen Gesichtern malte sich Niedergeschlagenheit und Trauer. Wir nahmen herzlichen Antheil an den Leiden der guten Sachsen, und wenn wir es hätten vermeiden können, und wenn unsere Geldmittel es erlaubt hätten, so würden wir alle weder in der Lausitz noch hier den Bewohnern durch unsere Einquartierung zur Last gefallen seyn. In Dresden bestritt ich selbst einen Theil der Kosten, die ich in meinem Quartier, bey einem armen, mit Kindern reich gesegneten Kanzleybeamten verursachte.
In Dresden verweilten wir unter diesen Umständen nicht lange. Am folgenden Tage gegen die Mittagszeit setzten wir unsere Reise fort, und gelangten über Freyberg am späten Abend nach Oederan. —
Seit unserer Abreise von Bialystok war immer Einer von uns vorausgegangen, um Quartier und Vorspann für die Gesellschaft // S. 179// zu besorgen. Da dieses Geschäft mit vieler Beschwerde und Mühe verbunden war, so wollte sich ihm Keiner lange unterziehen, und so kam denn auch an mich die Reihe. Ich reißte also von Oederan voraus, und behielt dieses Geschäft über Chemnitz, Zwickau und Plauen, über Hof, der ersten bayrischen Stadt, und Münchberg bis Bayreuth, wo wir nach dreytägiger Reise, am 16.ten März eintrafen. Das Erzgebürge und das Voigtland boten zwar einen mindertraurigen Anblick dar, als der Theil von Sachsen, den wir vorher durchreist hatten, doch hatte auch hier überall der grause{757} Krieg seine verheerenden Spuren zurückgelassen. Aber noch schwerer, als dieses Ungethüm lastete auf jenen beiden Landstrichen die Stockung des Handels und der Gewerbe, und Schaaren von Handwerkern und Fabrikarbeitern waren jetzt, und noch für längere Zeit brodlos. Eilends suchten wir diesen Jammerscenen zu entgehen, nirgends machten wir an unsere Quartierträger die geringsten Anforderungen, überall begnügten wir uns mit dem, was der gute Wille und die Armuth der Bewohner uns bot230.
Mit unserem Eintritt in das bayrische Gebiet veränderte sich die Scene. Hier hatte der Krieg nicht gewüthet, den Wohlstand des Landes nicht zerstört, sein Donner war nur von der Ferne gehört worden. Freilich litt der Einwohner auch unter dem allgemeinen Drucke des Krieges und der erhöhten Abgaben, aber sein Hauswesen blieb ihm unversehrt, und vermehrte Thätigkeit // S. 180// und Sparsamkeit ersetzte ihm wieder die Opfer, die er dem Wohle seines Landes zu bringen hatte. Unsere Bewirthung ward reichlicher, und trotz der Strapazen der Reise fiengen unsere körperlichen Kräfte an, zurückzukehren.
In Hof hatten wir unser erstes Quartier in Bayern, und am 16. März giengen wir über Münchberg nach Bayreuth, eine beträchtliche Stadt. Bis hieher waren wir von Czernigow an, zu Schlitten gekommen. Nun trat Thauwetter ein, und der Frühling nahte sich schnell und heiter. Unsere Brust erweiterte sich, das Eis, das unsere Gefühle bisher umfangen hielt, schmolz, die Gleichgültigkeit wich dem rückkehrenden Frohsinn, der Lust zur Mitteilung, jetzt erst erwachte wieder die volle Liebe zu den Verwandten, zur Heimath.
Seit längerer Zeit, und noch vor der Abreise von Czernigow hatte ich eine offene Wunde am linken Fuße, die Strapatzen der Reise hatten dieselbe nicht nur verschlimmert, sondern viele ähnliche Wunden an beiden Füssen erzeugt. Darum ward ich in Bayreuth vom Dienste des Quartiermachers enthoben. An meine Stelle trat der Hauptmann v[on] Br...{758}, er fand aber den Dienst zu beschwerlich, und setzte von Bamberg aus, mit unseren Pässen und Vorspannspatenten in der Tasche, aus eigener Macht, seine Reise nach Stuttgart fort, und überließ es uns, für unser Weiterkommen selbst zu sorgen. // S. 181//
So unangenehm dieser Schritt das Herrn v[on] Br... für uns war, so erlitt bey der geringen Entfernung vom Vaterlande, und unserer Vorsicht, der Reiseroute des Entflohenen zu folgen, unsere Reise doch keine erhebliche Verzögerung.
Am 17.ten März langten wir in Bamberg an. Es ist dieß eine alte, aber wohlgebaute und gut bevölkerte Stadt an der Rednitz, über die innerhalb der Mauern eine sehenswerthe steinerne Brücke führt. Am 18.ten giengen wir, da der Weg über Würzburg von den Franzosen, welche die Feste Marienberg noch besetzt hielten, gesperrt war, nach Kitzingen, und den 19.ten fuhren wir das herrliche Maynthal hinab nach Ochsenfurt, wo wir links nach Mergentheim uns wandten.
Im Bayrischen entsprach unsere Aufnahme aller Orten jeder Erwartung, und die Bewohner waren uns befreundeter, als im nördlichen Deutschland.
Den 19.ten März Abends trafen wir in Mergentheim ein. Unsere Freude über unsere glückliche Ankunft im Vaterlande war unbeschreiblich. Die Behörden sorgten bestens für unsere Einquartierung, die einzelnen Beamten und Honoratioren waren aber232 auch nicht minder eifrig, so viel als möglich von unsern Schicksalen zu vernehmen. Mit Bereitwilligkeit entsprachen wir ihrem Wunsche, und den ganzen Abend und bis tief in die Nacht hinein waren wir in den wenigen Wirthshäusern, in denen wir unser // S. 182// Quartier hatten, von einer Menge von aufmerksamen Zuhörern umlagert. Den Stadt-Commandant hatte den Befehl, uns nach Ludwigsburg zu weisen. Tags darauf giengen wir über Künzelsau bis Oehringen. Hier erhielt ich von einem Bekannten die erfreuliche Nachricht, daß mir das Ritterkreuz des Militärverdienstordens ertheilt worden sey.
Am 21.ten März kamen wir über Weinsberg und Heilbronn in Ludwigsburg an. Unter dem Zusammenlaufe vieler Menschen fuhren wir auf dem Marktplatze auf, um die Befehle des Gouverneurs zu erwarten. Während dessen war von einem der Umstehenden nach mir gefragt worden, der, als er hörte, daß ich unter der Zahl der Angekommenen sey, sich sogleich entfernte, und bald darauf mir meinen älteren Bruder zuführte. Mit inniger Freude hießen wir uns willkommen, und nun erst, als meine Augen einen Bruder wieder erblickt hatten, fühlte ich mich wieder heimisch im Vaterlande. In Ludwigsburg erhielten wir Nachtquartier, und am folgenden Morgen begaben wir uns nach Stuttgart. In unserem Reiseaufzuge, schmutzig und abgerissen, stellten wir uns dem General v[on] Dillen vor, der sich über unser Aussehen nicht weniger wunderte, und entsetzte, als alle, die uns bis daher gesehen hatten. Jedem von uns ward hier seine Bestimmung bekannt gemacht. Ich wurde bey dem Leibcavallerieregiment, das in Ludwigsburg //S. 183// garnisonirte eingetheilt, erhielt zu meiner Equipirung einen Beytrag von 20. Louisdor, und das Ordenskreutz ward mir zugestellt. Bey meinen hiesigen Verwandten erregte meine Ankunft grose Freude. Am 23. März begab ich mich zu meinem neuen Regimenté nach Ludwigsburg.
Achtes Capitel.
In den zwey Jahren 1812. und 1813. hatte ich neben den Gefahren, denen der Soldat als solcher ausgesetzt ist, alle Drangsale erfahren, die ein ungewohntes Clima, Hitze und Kälte, Hunger und Durst, Mangel an den nöthigsten Bedürfnissen des Lebens, ein feindseliges Volk, ein unwirthbares Land, nur irgend bereiten können. Meine sonst feste Gesundheit war zu Grunde gerichtet. An den Füssen hatte ich viele offene Wunden, der Magen war in hohem Grade geschwächt, und233 ertrug kaum die leichtesten Speisen, die Brust fühlte mit Schmerzen jede heftigere Bewegung. In pecuniärer Hinsicht waren mir die zwey Feldzüge nicht weniger verderblich gewesen. Zweymal hatte ich mich vollständig equipirt, mehr als 10. Pferde hatte ich verloren, und nun war ich in Lumpen und mit Schulden belastet, heimgekehrt.
Jahrhunderte werden verfließen, und mancher Krieg wird aus ihrem Schoose hervorgehen. Gleichwohl wird man noch nach Jahrhunderten zu erzählen wissen, von den Schrecknissen // S. 184// des Krieges von 1812.
und dem verderblichen Geschick, das die französische Armee mit ihren Verbündeten traf. Jahrhunderte werden dahinschwinden, ehe wieder eine so stattliche Armee, wie die unsrige war, auf einem Kampfplatze erscheint.
Und nun schließe ich meine Erzählung, indem ich nichts weiter anzuführen habe, als daß ich, nachdem eine achtwöchige Badecur in Wildbad meine Gesundheit nicht wieder hergestellt hatte, in den letzten Tagen des Monats Juny 1814. zum Invalidencorps versetzt wurde, und wenige Tage darauf meine Entlassung aus dem Militärdienste suchte und erhielt.
Список СОКРАЩЕНИЙ/ABKÜRZUNGEN
• Христиан фон Мартенс, «С выступления в поход до Москвы»/ Christian von Martens: «Vom Ausmarsch bis Moskau»; «Moskau und der Rückzug» (Ms., 2 Bde., HStA Stuttgart, J 56 Bü 4, 5)
1. «В походе у Оксенфурта на Майне»/«Marsch bei Ochsenfurt am Main», 15.03.1812, Акварель/Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 4, nach S. 8)
2. «Вступление в Лейпциг»/«Einzug in Leipzig», 03.04.1812, Акварель/Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 4, nach S. 34)
3. «Местность у Франкфурта-Ha-Одере»/«Gegend von Frankfurth a.d. Oder», 20.04.1812, Акварель/Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 4, nach S. 52)
4. «Ветряные мельницы Познани»/«Windmühlen von Posen»,
18.05.1812, Акварель/Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 4, nach S. 80)
5. «Переход армии через Вислу у Topyни»/«Marsch der Armee über die Weichsel bei Thorn», 02.06.1812, Акварель/Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 4, nach S. 100)
6. «Дисна»/«Disna», 23.07.1812, Акварель/Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 4, nach S. 162)
7. «Бешенковичи (русские пленные)»/«Beschenkowicz (russische Gefangene)», 28.07.1812, Акварель/Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 4, nach S. 180)
8. «Поле [Бородинской] битвы, перспектива от Колоцкого монастыря»/«Das Schlachtfeld vom Kloster Kolozkoi ausgesehen»,
10.09.1812, Акварель/Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 4, nach S. 296)
9. «Выступление из Смоленска»/«Abmarsch von Smolenzk»,
12.11.1812, Акварель/Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 5, nach S. 146)
10. «Пожар в Лядах»/«Brand von Liady», 17.11.1812, Акварель/ Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 5, nach S. 160)
11. «У Борисова»/«Веі Borisow», 26.11.1812, Акварель/Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 5, nach S. 188)
12. «Переход через Березину»/«Übergang über die Beresina»,
28.11.1812, Акварель/Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 5, nach S. 196)
13. «У Березины»/«An der Beresina», 28.11.1812, Акварель/Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 5, nach S. 198)
14. «У дер. Хотавичи»/«Веі Chotawiczi», 01.12.1812, Акварель/ Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 5, nach S. 217)
15. «Отступление у Moлoдeчнo»/«Rückzug bei Malodeczno»,
02.12.1812, Акварель/Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 5, nach S. 220)
16. «У Ошмян»/«Веі Oszmian», 05.12.1812, Акварель/Aquarell (HStA Stuttgart, J 56 Bü 5, nach S. 228)
• [Йелин, Христоф Людвиг фон], Замечательные дни моей жизни. Поход и плен в России Людвига Йелина/[Yelin, Christoph Ludwig von]: Merkwürdige Tage meines Lebens. Feldzug und Gefangenschaft in Rußland von Ludwig Yelin (Ms. 1817, WLB Stuttgart, Cod. Milit. 8° 20)
1. [Офицер с вьючной лошадью]/Offizier mit Packpferd], июль/ Juli 1812, Акварель/Aquarell (WLB Stuttgart, Cod. Milit. 8° 20, S. 25)
2. [Солдаты, поедающие лошадиное мясо]/[Soldaten beim Essen von Pferdefleisch], ноябрь/November 1812, Акварель/Aquarell (WLB Stuttgart, Cod. Milit. 8° 20, S. 61)
3. [Поход в Белоруссии] /[Marsch in Weißrussland], кон. ноября—начало декабря 1812/Ende November/Anfang Dezember 1812, Акварель/Aquarell (WLB Stuttgart, Cod. Milit. 8° 20, S. 83)
4. [Бивуак у Сморгони]/[Biwak bei Smorgonie], декабрь/Dezember 1812, Акварель/Aquarell (WLB Stuttgart, Cod. Milit. 8° 20, S. 87)
5. [Перевозка трупов в Вильне]/[Transport von Toten bei Wilna], зима/Winter 1813, Акварель/Aquarell (WLB Stuttgart, Cod. Milit. 8° 20, S. 113)
6. [(Еврейское) семейство в Белоруссии] /[Jüdische Familie in Weißrussland], апрель /April 1813, Акварель/Aquarell (WLB Stuttgart, Cod. Milit. 8° 20, S. 123)
7. [Крестьяне в Белоруссии]/[(Weiß)Russische Bauern], май/Маі 1813, Акварель/Aquarell (WLB Stuttgart, Cod. Milit. 8° 20, S. 143)
8. «Русская подвода»/«Russischer Fracht-Wagen», май/Маі 1813, Акварель/Aquarell (WLB Stuttgart, Cod. Milit. 8° 20, S. 161)
9. [Внутренность русской крестьянской избы]/[Innenraum einer russischen Bauernstube], май/Маі 1813, Акварель/Aquarell (WLB Stuttgart, Cod. Milit. 8° 20, S. 165)
10. «Русские рекруты»/«Russische Recruten», июнь/Juni 1813, Акварель/Aquarell (WLB Stuttgart, Cod. Milit. 8° 20, S. 169)
• Том в кожаном переплете с записями Генриха фон Фосслера /In Leder gebundener Band mit den Aufzeichnungen von Heinrich von Vossler, 1828/29 (HStA Stuttgart, E 294 Bü 6a)
• Дневник Генриха фон Фосслера 1812—1814 гг., список 1828— 29 гг. / Tagebuch Heinrich von Vosslers aus den Jahren 1812—1814, Abschrift von 1828/29, S. 6/7 (Записи за март—апрель 1812 г./Aufzeichnungen vom März und April 1812)
Список источников и литературы/Quellen und Literatur
1. Архивные источники/Archivalische Quellen
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart А 288: Heiligendeputation
E 6: Königliches Kabinett I: Hofstaat und Kabinett E 14: Königliches Kabinett II E 270a: Geheime Kriegskanzlei E 271 d: Kriegsdepartement, Präsidium/Vizepräsidium E 277: Militärverwaltungsbehörden, Kommissionen E 297: Militärische Personalunterlagen E 298: Militärische Rechnungen G 243: König Friedrich (1754—1816)
Datenbank Auswanderung aus Südwestdeutschland Registratur, Az. K187/2
Landeskirchliches Archiv Stuttgart Kirchenbücher Herrenberg Kirchenbücher Stuttgart, Innenstadt Kirchenbücher Tuttlingen
2. Официальные печатные издания/Amtliche Druckschriften
Königlich-Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt 40 (1819), 53 (1831).
Königlich Württembergisches Hof- und Staats-Handbuch, Stuttgart 1824, 1828, 1831, 1835, 1839—1841, 1843 und 1847.
Stuttgart'sches Kirchen-Register vom Jahre 1848.
3. Воспоминания/Erinnerungswerke
Мемуары вюртембержцев/Memoiren von Württembergern
Рукописи/Handschrifien
Baumbach, Ernst Freiherr von (1838): Tagebuch von 1812 (Ms., Privatbesitz).
Finck, Carl von (1854): Marsch und sonst nichts Weiteres des Jäger Regiments zu Pferd Herzog Louis aus seinen Garnisonen Ehingen, Riedlingen und Blaubeuren nach Russland im Jahr 1812 (Ms., Privatbesitz).
Koenig, Wilhelm von (1863): ohne Titel (Ms., Privatbesitz).
Martens, Carl Christoph von (o. J. [vor 1862]): Journal 1812—1813, 5 Bde. (Ms., HStA Stuttgart, J 56 Bü 27).
Martens, Christian von (o. J. [vor 1861]: «Vom Ausmarsch bis Moskau», «Moskau und der Rückzug» (Ms., 2 Bde., HStA Stuttgart J 56 Bü 4, 5).
Peter, Benedikt (1859): [Erlebnisse in den Kriegsjahren 1809/10, 1812, 1813 und 1814], 5 Bde., hier Bd. 2: Marsch von Heilbronn bis Moskau und Aufenthalt daselbst sowie Bd. 3: ohne Titel (Ms., WLB Stuttgart Cod. hist. 4° 547b+c).
Ringler, Joseph Albert von (1850ff.): Erinnerungen aus meinem Leben seit meinem Eintritt in das Militaire besonders aus den sieben Feldzügen, die ich mitmachte 1800, 1805, 1806, 1807, 1809, 1810, 1815 und meiner Gefangenschaft in Rußland 1812 bis 1814 für meine Kinder bestimmt (Ms., 4 Bde., Haus der Geschichte Baden-Württemberg Sign. 2002/0666—0669).
Stadlinger, Leo Ignaz von (1809—1846): Tagebuch über die Marsch- Stationen und Cantonnements von 1809 bis [...] (Ms., WLB Stuttgart Cod. milit. 4° 59).
Stadlinger, Leo Ignaz von (1851): Meine Erlebnisse in so weit sie meine Person betreffen (Ms., WLB Stuttgart Cod. milit. 4° 58).
Stockmayer, Ludwig Friedrich von (1818): Lebensgeschichte des Generals von Stockmayer von ihm selbst niedergeschrieben im Jahr 1818, von seiner Geburt bis zur Rückkehr aus dem Feldzug in Sachsen 1813 (Ms., WLB Stuttgart Cod. hist. Fol. 963).
Walter, Jakob (o. J. [vor 1858]): Denkwürdige Geschichtsschreibung über die erlebte Militärdienstzeit des Verfassers dieses Schreibens (Ms., Privatbesitz).
[Yelin, Christoph Ludwig von] (1817a): Merkwürdige Tage meines Lebens. Feldzug und Gefangenschaft in Rußland von Ludwig Yelin (Ms., WLB Stuttgart Cod. milit. 8° 20).
[Yelin, Christoph Ludwig von] (1856): Tagebuch des Mayors von Yelin (Ms. WLB Stuttgart Cod. milit. 8° 21).
Печатные и электронные публикации/ Druckausgaben und elektronische Publikationen
1812. Drei Schwaben unter Napoleon. Rußlandberichte eines Infanteristen, eines Leutnants, eines Generals (1967), hg. v. Bernhard Hildebrand, Aalen (Neuauflage 1987).
[Baumbach, Ernst Freiherr von] (1912): Persönliche Erlebnisse im Feldzug gegen Rußland 1812, in: Deutsche Rundschau 153, S. 413—436.
Baumbach, Ernst Freiherr von (2008): Tagebuch von 1812, Online-Publikation und Transkription, hg. v. Uwe Baumbach, Marie-Luise Carl und Silke Ewering, Internet-Adresse: http://wiki-de.genealogy.net/Tagebuch_1812_ Ernst_von_Baumbach_-_Napoleons_Russlandfeldzug [27.03.2015].
Dillenius, Carl von (1817): Beobachtungen über die Ruhr, welche im russischen Feldzug in der vereinigten Armee herrschte, Ludwigsburg.
Faber du Faur, Christian Wilhelm von (2003): Der Feldzug Napoleons 1812. Nach den Originalen im Bayerischen Armeemuseum, mit dem Begleittext von Major F. von Kausler, hg. v. Jürgen Kraus, Ingolstadt.
[Kurz, Karl Gottlieb Friedrich von] (1838): Die Württemberger in Rußland. Denkwürdigkeiten aus dem Jahre 1812. Von einem Württembergischen Officier, Esslingen.
[Kurz, Karl Gottlieb Friedrich von] (1912): Der Feldzug von 1812. Denkwürdigkeiten eines württembergischen Offiziers, hg. v. Horst Kohl, Leipzig.
[Martens, Carl Christoph von] (1912): Vor hundert Jahren. Erinnerungen an den russischen Feldzug aus dem hinterlassenen Tagebuch des t württ. Generals Carl von Martens, in: Stuttgarter Evangelisches Sonntagsblatt 46, S. 78—79, 88—89, Ausgaben Nr. 10 vom 10.3.1912 und Nr. 11 vom 17.3.1912.
Martens, Christian von (1862): Vor fünfzig Jahren. Tagebuch meines Feldzuges in Russland 1812, Stuttgart/Oehringen.
[Martens, Christian von] (1896): Das Gottesgericht vom Jahre 1812. Der Feldzug Napoleons gegen Rußland nach dem Tagebuch des württembergischen Offiziers Christian von Martens, Calw/Stuttgart.
[Peter, Benedikt] (1937): Wachtmeister Peter. Ritt ins Morgenrot. Ein Reiterleben in den Freiheitskriegen, hg. v. Wilhelm Kohlhaas, Stuttgart.
[Peter, Benedikt] (1980): Wachtmeister Peter mit und gegen Napoleon, hg. v. Wilhelm Kohlhaas, Stuttgart.
[Riesch, Jakob Friedrich] (1844): Merkwürdige Lebensgeschichte des Veteranen Jakob Friedrich Riesch, welcher in den Feldzügen 1812, 1813, 1814 und 1815 für das Vaterland kämpfte, und so oft auf wunderbare Weise vom Tode errettet wurde, so daß man sagen kann, er mußte leben, um nicht nur beim Militär, sondern auch im Privatstande den bittern Kelch des Lebens bis auf die Neige zu trinken. Von ihm selbst verfaßt und herausgegeben, Vaihingen an der Enz.
Roos, Heinrich Ulrich Ludwig von (1832): Ein Jahr aus meinem Leben, oder Reise von den westlichen Ufern der Donau an die Nara, südlich von Moskau, und zurück an die Beresina mit der grossen Armee Napoleons, St. Petersburg.
[Roos, Heinrich von] (1911—1914): Mit Napoleon in Russland. Erinnerungen von Heinrich von Roos, hg. v. Paul Holzhausen, 4. Aufl., Stuttgart.
[Roos, Heinrich von] (1912a): G.U. fon Roos: S. Napoleonom v Rossiju. Vospominanija vraca о pochode 1812 g., Sankt Petersburg/[Роос, Г. фон] С Наполеоном в Россию. Воспоминания врача о походе 1812 г. СПб.
[Roos, Heinrich von] (1912b): G.U. von Roos: S Napoleonom v Rossiju. Zapiski vraca Velikoj armii. Per. s nem. pod red. I.N. Borosdina, Moskau/ [Роос, Г. фон]. С Наполеоном в Россию. Воспоминания врача Великой армии. Пер. с нем. под ред. И.Н. Бороздина. М.
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Роос Г.С. 1912 (см. выше).
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3.2. Мемуары не вюртембержцев/
Memoiren von Nichtwürttembergern
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Aнтологии/Anthologien
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4. Прочие опубликованные источники/Sonstige gedruckte Quellen
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Bagnato, Carl Johann von; württembergischer Offizier Багнато, Карл Иоганн фон, вюртембергский офицер
Bagration, Fürst Pjotr Iwanowitsch; russischer General* - Багратион, кн. Петр Иванович, генерал, главнокомандующий Западной армией, Россия
Bakoff, Herr von; thüringischer Adliger - Бакофф, фон, дворянин, Тюрингия
Baz/Batz, Carl Leopold Friedrich von; württembergischer Offizier - Бац/Батц, Карл Леопольд Фридрих фон, вюртембергский офицер
Beck; Pfarrer - Бек, священник
Beck; württembergischer Wachtmeister - Бек, вюртембергский вахмистр
Behrens; preußischer Offizier- Беренс, прусский офицер
Bergmann von; russischer Offizier - Бергман, фон — Берг, Карл Карлович, комендант Бобруйской крепости, Россия
Bernadotte, Jean-Baptiste; Kronprinz von Schweden* - Бернадотт, Жан-Батист, регент/король Швеции
Berndes, Ludwig Friedrich von; württembergischer Offizier - Берндес, Людвиг Фридрих фон, вюртембергский офицер
Bertrand, Henri-Gatien Graf von; französischer General - Бертран, Анри-Гасьен, граф, дивизионный генерал, Франция
Blanc; französischer Offizier - Блан, французский офицер
Blasewig, Gustel von - Блазевиц, Густель из Блазевица (литературный персонаж)
Blattmacher, Wilhelm; württembergischer Offizier - Блаттмахер, Вильгельм; вюртембергский офицер
Blücher, Gebhard Leberecht von; preußischer General - Блюхер, Гебхард Леберехт фон; генерал, Пруссия
Blum; württembergischer Auditor - Блюм, вюртембергский аудитор
Boecher/ Boecker; Offizier - Бёхер/Бёкер, офицер наполеоновской армии
Bogoluboff; russischer Kollegienrat - Боголюбов, Павел Филиппович, чиновник Черниговской губ., Россия
Bois du; französischer Offizier - Буа, дю (Дюбуа); французский офицер
Bopp; württembergischer Unterarzt - Бопп, вюртембергский фельдшер
Breuning, Ludwig Friedrich (Freiherr) von; württembergischer General - Бройнинг, Людвиг Фридрих (Фрайхерр фон); вюртембергский генерал
Brittwitz (Prittwitz) von; preußischer General - Бриттвиц (Приттвиц) фон; прусский генерал
Brongniart, Johann Theobald von; württembergischer Offizier - Броньяр, Иоганн Теобальд фон; вюртембергский офицер
Brühl, Heinrich Graf von; sächsisch-polnischer Politiker, Premierminister* - Брюль, Генрих, граф фон; первый министр короля польского и курфюрста саксонского Августа III
Brunnow, August Sigfried von; württembergischer Offizier - Бруннов, Август Зигфрид фон; вюртембергский офицер
Brunnow, Eva Marie von; Pazifistin, Sozialistin* - Бруннов, Ева Мария фон; пацифистка, социалистка
Burkhart/ Bur(c)khardt; Medizinalrat - Буркхар(д)т, советник медицины, Пруссия
Butsch; Johann Baptist von; württembergischer Offizier - Бутч, Иоганн Баптист фон; вюртембергский офицер
Carlier; französischer Offizier - Карлье, французский офицер
Carlowi(t)z von; sächsischer Verwaltungsbeamter - Карловиц, фон; саксонский чиновник
Cartaus von; Kadett - Картаус, фон; кадет
Christmann; Arzt - Христманн, врач
Claisse; französischer Offizier - Клесс, французский офицер
Colliva; italienischer Offizier - Коллива, итальянский офицер
Cornote/Cornotte, Johann Ludwig von; württembergischer Offizier - Корнот(т), Иоганн Людвиг фон; вюртембергский офицер
Cotta, Johann Friedrich; Verleger* - Котта, Иоганн Фридрих; издатель
Cramer, Carl Gottlob, Schriftsteller* - Крамер, Карл Готтлоб; писатель
Crépon; westphälischer Offizier - Крепон, вестфальский офицер
Danielo; russischer Unteroffizier - Данило, казачий урядник, Россия
Dernbach, Heinrich Constantin Franz von; württembergischer Offizier - Дернбах, Генрих Константин Франц фон; вюртембергский офицер
Dertinger; Unterarzt - Дертингер, фельдшер
Dillen (Dilenius), Carl Ludwig Emanuel von; württembergischer General und Politiker - Диллен (Дилениус), Карл Людвиг Эмануэль фон; вюртембергский генерал и политик
Dillenius, Carl von; württembergischer Arzt* - Диллениус, Карл фон; вюртембергский врач
Dunker von; preußischer Offizier - Дункер, фон; прусский офицер
Emme, Dr. - Эмме, д-р
Ende, Herr von; sächsischer Adliger - Энде, фон; саксонский дворянин
Eugen Herzog von Württemberg; russischer General* - Евгений Вюртембергский; принц, русский генерал
Faber du Faur, Christian Wilhelm von; württembergischer General, Maler* - Фабер дю Фор, Христиан Вильгельм фон; вюртембергский генерал, художник
Fanchon; französischer Offizier - Фаншон, французский офицер
Fischer, vgl. Vischer - Фишер
Franquemont, Friedrich Graf von; württembergischer General - Франкемон, Фридрих граф фон; вюртембергский генерал
Franz II./L; Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Kaiser von Österreich* - Франц II/I, император Священной Римской империи, кайзер австрийский
Freytag; Gutsbesitzer - Фрейтаг, помещик
Friedrich I. von; König von Württemberg - Фридрих I, король вюртембергский
Friedrich August I.; König von Sachsen, Herzog von Warschau* - Фридрих Август I, король саксонский, герцог варшавский
Friedrich Wilhelm III; König von Preußen* - Фридрих Вильгельм III, король прусский
Friedrich Wilhelm von; Kronprinz, ab 1816 als Wilheim I. König von Württemberg - Фридрих Вильгельм, кронпринц, с 1816 г. Вильгельм I, король вюртембергский
Fries de; russischer Offizier - Фриз де; русский офицер
Geck; Metzger, Weinschenk - Гек; мясник, трактирщик
Geisse; Amtsschreiber - Гайсс; окружной писарь
George; französischer Offizier - Жорж; лейтенант французской армии
Glass, Frau von; Ehefrau eines Geheimen Rates - Гласс, фон; супруга тайного советника
Graevenitz, Ludwig Wilhelm Graf von; württembergischer Offizier - Гревениц, Людвиг Вильгельм граф фон; вюртембергский офицер
Grumkewicz, Herr von; polnischer Adliger - Грумкевич, польский дворянин
Harpprecht, Johann Friedrich von; württembergischer Offizier - Харпрехт, Иоганн Фридрих фон; вюртембергский офицер
Hartemenk; Offizier - Хартеменк; лейтенант
Heiduk; preußischer Offizier - Хайдук, прусский лейтенант
Herdegen; württembergischer Kriegskommissär - Хердеген; вюртембергский военный комиссар
Hetterman; sächsischer Arzt - Хеттерман; саксонский врач
Hoelder, Friedrich Ludwig Ferdinand; württembergischer Offizier - Хёльдер, Фридрих Людвиг Фердинанд; вюртембергский офицер
Hoelderlin; württembergischer Militärarzt - Хёльдерлин, вюртембергский военный врач
Hoffmann; württembergischer Soldat - Хофман, вюртембергский солдат
Hohenlohe-Kirchberg, Heinrich Christian Friedrich - Гогенлоэ-Кирхберг, Генрих Христиан Фридрих
Ludwig Prinz von; württembergischer Offizier - Людвиг фон; вюртембергский офицер
Hohenthal, Friedrich Wilhelm Graf von; sächsischer Adliger - Хоэнталь, Фридрих Вильгельм граф фон; саксонский дворянин
Hornstein, Leopold von; württembergischer Offizier - Хорнштейн, Леопольд фон; вюртембергский офицер
Jacobi; Verwalter - Якоби; управляющий
Jean Paul, vgl. Richter - Жан Поль — см. Рихтер
Jett, Carl August Franz Maximilian von; württembergischer General - Йетт, Карл Август Франц Максимиллиан фон; вюртембергский генерал
Kalinski; russischer Polizeikapitän - Калинский; капитан полиции в Чернигове
Katharina II.; Kaiserin von Russland* - Екатерина II, императрица Всероссийская
Katharina Pawlowna; Großfürstin von Russland* - Екатерина Павловна, великая княжна
Keller, Jacob Noa; württembergischer Kriegskommissär - Келлер, Якоб Hoa; вюртембергский военный комиссар
Kemerlink; Offizier - Кемерлинк; офицер
Kliczinski, Herr von; polnischer Adliger - Кличинский, польский шляхтич
Knöffel, Johann Christoph; Architekt, Baumeister* - Кнёффель, Иоганн Кристоф; архитектор, строитель
Conradi/Konradi; Sekretär - Конради; секретарь
Kosciuszko, Andrzej Tadeusz Bonawentura; polnischer General - Костюшко, Анджей Тадеуш Бонавентура; польский генерал
Kosel; preußischer Offizier - Козель; прусский офицер
Koseriz, Friedrich Ludwig August von; württembergischer Offizier - Козериц, Фридрих Людвиг Август фон; вюртембергский офицер
Kraft, Karl Benjamin; württembergischer Auditor - Крафт, Карл Беньямин; вюртембергский аудитор
Krailsheim, Herr von; fränkischer Adliger - Крайльсхайм, фон; франконский дворянин
Krais; württembergischer Kriegskommissär - Крайс; вюртембергский кригс-комиссар
Krukenikow; russischer Offizier - Крук(п?)ен(н)иков; русский офицер
Kruszewski, Herr von; polnischer Adliger - Крушевский; польский шляхтич
Kübel, Friedrich Franz Carl von; württembergischer Offizier - Кюбель, Фридрих Франц Карл фон; вюртембергский офицер
Kurz, Isolde; Schriftstellerin* - Курц, Изольда; писательница
Kutusow-Smolenski, Fürst Michail Illarionowitsch; Generalfeldmarschall der russischen Armee* - (Голенищев)-Кутузов-Смоленский, Михаил Илларионович, граф; генерал-фельдмаршал
Lancey Cornelius Verheyden Baron von; niederländischer Mediziner, Jurist, Sammler* - Лансе, Корнелиус Верхейден де, барон; голландский медик, юрист, коллекционер
Lancey, Henrietta Baronesse von* - Лансе, Генриетта де; баронесса
Lang; Kurier - Ланг; курьер
Lanskoi, Sergej Nikolajewitsch, russischer General - Ланской, Сергей Николаевич; русский генерал
Laudon, vgl. Mercier - Лодон — см. Мерсье
Lefebvre, François-Joseph, Herzog von Danzig, französischer General* - Лефевр, Франсуа-Жозеф, герцог Данцигский, французский генерал, маршал
Leo; Kaufmann - Лео; купец
Leon; französischer Offizier - Леон; французский офицер
Leschern; russischer Staatsrat, Zivilgouverneur - Лешерн фон Герценфельд, Карл Карлович Гродненский гражданский губернатор
Leube; Pfarrer - Лойбе; пастор
Lichtenstein; Kaufmann- Лихтенштейн; купец
Lilienberg, Carl Alexander Ludwig von; württembergischer General - Лилиенберг, Карл Александр Людвиг фон; вюртембергский генерал
Lippe-Biesterfeld, Carl Wilhelm Graf von der; württembergischer Offizier - Липпе-Бистерфельд, Карл Вильгельм граф фон дер; вюртембергский офицер
Lipski, Herr von; polnischer Adliger Липский; польский шляхтич
Loeffler, Carl August von; württembergischer Offizier - Лёффлер, Карл Август фон; вюртембергский офицер
Ludwig Herzog von Württemberg; Bruder König Friedrichs I - Людвиг герцог Вюртембергский; брат короля Фридриха I
Lynar; preußischer Offizier - Линар; прусский ротмистр
Malzahn, Graf von; schlesischer Adliger - Мальцан, граф фон; силезский дворянин
Marie-Louise; Kaiserin von Frankreich* - Мария-Луиза Австрийская, императрица Франции
Martens, Carl Christian von; württembergischer Offizier* - Мартенс, Карл Христиан фон; вюртембергский офицер
Maucler, Friedrich Wilhelm von; württembergischer Offizier - Мауклер, Фридрих Вильгельм фон; вюртембергский офицер
Mauz/ Mautz; württembergischer Unterarzt - Мау(т)ц; вюртембергский фельдшер
Mayer; Kaufmann - Майер; купец
Mengen, Ludwig Ferdinand Freiherr von; württembergischer Offizier - Менген, Людвиг Фердинанд Фрайхерр фон; вюртембергский офицер
Mercier; französischer Unteroffizier - Мерсье; французский унтер-офицер
Meyer; Arzt - Майер; врач
Michel von; bayerischer Offizier - Михель, фон; баварский офицер
Milkau, Johann August Wilhelm von; württembergischer Offizier, Regimentskommandeur - Милькау, Иоганн Август Вильгельм фон; вюртембергский полковник
Miller, Moriz von; württembergischer Kriegsminister, Historiker* - Миллер, Мориц фон; вюртембергский военный министр, историк
Mirelli, Herzog von; italienischer Offizier - Мирелли, де, герцог; итальянский офицер
Moll, Michael von; württembergischer Krankenführer - Молль, Михаель фон; вюртембергский офицер
Montaran, Edme Hippolyte Jacques Michau Baron von; französischer Offizier - Монтаран, Эдм Ипполит Жак Мишо де, барон; шталмейстер императора Наполеона
Montbrun, Louis Pierre de; französischer General - Монбрен, Луи-Пьер де; французский генерал
Mostricht, Frau von; fränkische Adlige - Мострихт, фон; франконская дворянка
Müller, Wenzel; Komponist, Kapellmeister* - Мюллер, Венцель; композитор, капельмейстер
Murat, Joachim; Marschall von Frankreich, König von Neapel - Мюрат, Иоахим; маршал Франции, король Неаполитанский
Murken, Julia; Historikerin* - Муркен, Юлия; историк
Napoleon I. Bonaparte; Kaiser der Franzosen - Наполеон I Бонапарт; император французов
Ney, Michel; Marschall von Frankreich* - Ней, Мишель; маршал Франции
Ninewski von; polnischer Offizier - Ниневский; польский офицер
Nischt; Förster - Ништ; лесник
Normann; französischer Soldat - Норманн; французский солдат
Normann-Ehrenfels, Karl Graf von; württembergischer Offizier - Норман-Эренфельс, Карл граф фон; вюртембергский офицер, генерал
Ominsky; polnischer Offizier- Оминский; польский офицер
Ornano, Philippe-Antoine (Filippo Antonio); französischer General - Орнано, Филипп-Антуан (Филиппо Антонио); французский генерал
Osorof, Herr von; russischer Adliger - Озеров И.И.; русский помещик
Pajol, Claude-Pierre Graf von; französischer - General Пажоль, Клод-Пьер, граф де; французский генерал
Paul L; Kaiser von Russland* - Павел I; император Всероссийский
Pechin; französischer Offizier - Пешен; французский офицер
Perinet, Joachim; Schauspieler, Schriftsteller* - Перине, Иоахим; актер, писатель
Peter L; Herzog von Oldenburg* - Петр, принц Ольденбургский
Pfaff; bayerischer Offizier - Пфафф; баварский офицер
Phull, Friedrich August Freiherr von; General, Vize-Präsident des Kriegsdepartements* - Пфуль, Фридрих Август Фрайхерр фон; генерал, вице-президент Военного департамента
Phull, Karl Ludwig Freiherr von; preußischer und russischer General* - Пфуль, Карл Людвиг Фрайхерр фон; прусский и российский генерал
Plattmacher, vgl. Blattmacher - Платтмахер — см. Блаттмахер
Pommer, Christoph Friedrich; württembergischer Arzt - Поммер, Христоф Фридрих; вюртембергский врач
Poniatowski, Jözef Antoni Fürst; polnischer Kriegsminister und Oberbefehlshaber - Понятовский, Жозеф/Юзеф Антоний, кн.; генерал, военный министр герцогства Варшавского, маршал Франции
Prujimski, Graf von; polnischer Adliger - Пружимский, гр.; польский шляхтич
Pusinsky, Graf von; polnischer Adliger - Пусинский (Прушинский?); польский шляхтич
Radzivil, Fürst von; polnischer Adliger - Радзивилл, кн.; польский аристократ
Reinhard/ Reinhardt/ Reinhart, Carl von; württembergischer Offizier - Рейнхард, Карл фон; вюртембергский офицер
Repnin-Wolkonski, Nikolai Grigorjewitsch; russischer General, Generalgouverneur in Sachsen - Репнин-Волконский, Николай Григорьевич; русский генерал, генерал-губернатор Саксонии
Reuter; Amtmann - Ройтер; амтман
Richter, Jean Paul (Johann Paul Friedrich); deutscher Dichter - Рихтер, Жан Поль (Иоганн Пауль Фридрих); немецкий поэт
Richter; sächsischer Arzt - Рихтер; саксонский врач
Riegelbach; Onkel Heinrich Vosslers - Ригельбах; дядя Г.А. Фосслера
Riesenkopf; russischer Kollegienrat - Ризенкопф; русский коллежский советник Гродненской губ.
Ringler, Joseph Albert von; württembergischer Offizier - Ринглер, Йозеф Альберт фон; вюртембергский офицер
Roell, Carl Georg; württembergischer Offizier - Рёлль, Карл Георг; вюртембергский офицер
Roman/ Romann; Kaufmann - Роман(н); купец
Rompani; italienischer Unteroffizier - Ромпани; итальянский унтер-офицер
Roos, Heinrich von; württembergischer Arzt - Роос, Генрих фон; вюртембергский врач
Rössler; württembergischer Militärhistoriker* - Рёсслер; вюртембергский военный историк
Roth von; russischer Offizier - Рот, фон; русский офицер
Ruoff, Carl; Verwandter Heinrich Vosslers - Руофф, Карл; родственник Г.А.Фосслера
Ruoff, Christoph Ludwig Friedrich; württembergischer Kriegskommissär - Руофф, Христоф Людвиг Фридрих; вюртембергский военный комиссар
Sayn-Wittgenstein, Ludwig Adolph Peter (Pjotr Christianowitsch) Graf von; russischer General - Зайн-Витгенштейн, Людвиг Адольф Петер (Петр Христианович) граф цу; российский генерал-фельдмаршал
Scheler, Johann Georg Graf von; württembergischer General - Шелер, Иоганн Георг граф фон; вюртембергский генерал
Scheuermann; Arbeiter - Шойерманн; рабочий
Schlaich, Ludwig von; württembergischer Offizier* - Шляйх, Людвиг фон; вюртембергский офицер
Schmidt, Dr.; russischer Medizinalinspektor - Шмидт, д-р; городской врач в Минске
Schmidt, geh. Willmann; Frau des Medizinalinspektors - Шмидт, урожд. Вилльман; супруга д-ра Шмидта
Dr. Schmidt/ Schnizlein/ Schnitzlein; brandenburgischeheransbachis Regierungsrat - Шницляйн; статский советник, Бранденбург-Ансбах
Schoenburg, Fürst von; sächsischer Adliger - Шёнбург, кн. фон; саксонский дворянин
Schulenburg, Graf von der; sächsischer Adliger - Шуленбург, граф фон дер; саксонский дворянин
Schütz, Ernst Heinrich von; württembergischer Offizier - Шютц, Эрнст Генрих фон; вюртембергский офицер
Schwarzenberg, Karl Philipp Fürst zu; österreichischer Oberbefehlshaber* - Шварценберг, Карл Филипп цу, князь; австрий ский главнокомандующий
Sébastiani de la Porta, Horace-François-Bastien comte; französischer General - Себастиани де ла Порта, Орас Франсуа Бастьен; французский генерал
Seeger, Benjamin von; württembergischer Offizier - Зеегер, Беньямин фон; вюртембергский офицер
Ségur, Philipp-Paul Graf von; französischer General, Historiker* - Сегюр, Филипп-Поль, граф де; французский генерал, историк
Seybothen, Carl von; württembergischer Offizier - Зейботен, Карл фон; вюртембергский офицер
Sommer; württembergischer Soldat - Зоммер; вюртембергский солдат
Sonntag, Friedrich Carl von; württembergischer Offizier - Зоннтаг, Фридрих Карл фон; вюртембергский офицер
Sophie Dorothee (Maria Feodorowna); Prinzessin von - София Доротея (Мария Федоровна), принцесса
Württemberg, Kaiserin von Russland* - Вюртембергская, императрица Всероссийская
Spees; Modehändlerin - Шпеес; торговка модным товаром
Stadlinger, Leo Ignaz von; württembergischer Offizier* - Штадлингер, Лео Игнац фон; вюртембергский офицер
Stanicki, Graf von; polnischer Adliger - Станицкий, граф; польский шляхтич
Stockmayer, Ludwig Friedrich von; württembergischer Offizier* - Штокмайер, Людвиг Фридрих фон; вюртембергский офицер
Stoer; bayerischer Chirurg - Штёр; баварский хирург
Sturm; württembergischer Unteroffizier - Штурм; вюртембергский унтер-офицер
Subervie, Jacques-Gervais; französischer General - Сюберви(к), Жак-Жервэ; французский генерал
Suckow/Succow, Karl Ludwig, Emil von; württembergischer Offizier - Зук(к)ов, Карл Людвиг Эмиль фон; вюртембергский офицер
Teschen, von; preußischer Offizier - Тешен, фон; прусский офицер
Tessin, Carl; württembergischer Offizier - Тессин, Карл; вюртембергский офицер
Theobald, Joseph Apollinaris Honoratus von; württembergischer General, Militärschriftsteller* - Теобальд, Йозеф Апполинарис Хоноратус фон; вюртембергский генерал, военный писатель
Tiesenhausen, Graf von; russischer Adliger - Тизенгаузен, граф; русский помещик
Tschitschagow, Pawel Wassiljewitsch; russischer Admiral - Чичагов, Павел Васильевич; русский адмирал
Tungern, Adolph von; württembergischer Offizier - Тунгерн, Адольф фон; вюртембергский офицер
Vannaker/ Vannacker; französischer Offizier - Ваннакер; французский офицер
Veihelmann/Veyhelmann, Johann Conrad von; württembergischer Offizier - Файхельман, Иоганн Конрад фон; вюртембергский офицер
Vischer, Ludwig von; württembergischer Offizier - Фишер, Людвиг фон; вюртембергский офицер
Vossler, Charlotte Friederike, geh. Kinzelbach; Ehefrau Heinrich Vosslers* - Фосслер, Шарлотта Фридерика, урожд. Кинцельбах; супруга Г.А. Фосслера
Vossler, Chistiana Magdalena Judith; Schwester Heinrieh Vosslers - Фосслер, Христиана Магдалена Юдит; сестра Г.А. Фосслера
Vossler, Christian David; Kameralverwalter in Stammheim - Фосслер, Христиан Давид; управляющий камеральным ведомством в Штаммхайме
Vossler, Emil Gustav; Sohn Heinrich Vosslers* - Фосслер, Эмиль Густав; сын Г.А. Фосслера
Vossler, Gustav Friedrich Rudolph; Bruder Heinrich Vosslers - Фосслер, Густав Фридрих Рудольф; брат Г.А. Фосслера
Vossler, Johann Christian Friedrich, Dr.; Bruder Heinrieh Vosslers - Фосслер, Иоганн Христиан Фридрих, др; брат Г.А. Фосслера
Vossler, Johann; Vater Heinrich Vosslers* Фосслер, Иоганн; отец ГА. Фосслера
Vossler, Maria Magdalena, geb. Megenhart; Mutter Heinrich Vosslers - Фосслер, Мария Магдалена, урожд. Мегенхарт; мать Г.А. Фосслера
Waldburg-Wurzach, Graf Eberhard von; württembergischer Offizier, Regimentskommandeur - Вальдбург-Вурцах, граф Эберхард фон; вюртембергский офицер, полковник
Wallich, Walter; Herausgeber der Memoiren Heinrich Vosslers*- Валлих, Вальтер; издатель мемуаров Г.А.Фосслера
Walter, Jakob; württembergischer Soldat* - Вальтер, Якоб; вюртембергский солдат
Warkaski von; preußischer Landrat - Варкаски фон; прусский ландрат
Watier (Wathier), Pierre Graf von Saint-Alphonse; französischer General - Ватье, Пьер гр. Сент-Альфонс и Империи, французский генерал
Weiß, Nicolaus; württembergischer Offizier - Вайс, Николаус; вюртембергский офицер
Wilhelm Herzog von Württemberg; Kriegsminister* - Вильгельм герцог Вюртембергский; военный министр
Witte; Kaufmann - Витте; купец
Wölffel/ Wölfel; Hotelier - Вёльфель; содержатель гостиницы
Wolzogen, Ludwig Freiherr von; russischer Offizier - Вольцоген, Людвиг Фрайхерр фон, прусский, вюртембергский и российский офицер
Yelin, Christoph Ludwig von; württembergischer Offizier*- Йелин, Христоф Людвиг фон; вюртембергский офицер
Zamoyski, Adam; Historiker* - Замойский, Адам; историк
Таблица соответсвий географических названий{761}{762}{763}{764}
Allendorf – Аллендорф - Allendorf (Landkreis Saalfeld- Rudolstadt), Thüringen, Deutschland - Аллендорф, T, ФРГ
Altamarin – Альтамарин - Adamarina, Bezirk Marijampolé, Litauen - Адамарина, Мариямпольский у., Л
Altenbude – Альтенбуде - Siedlisko (Goldap), Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Altenbude) Седлиска, Варминско-Мазурское в., РП
Altenhoff – Альтенхоф - Stary Dwör, Woiwodschaft Lebus, Polen (dt. Altenhof) - Стары Двур Любушское в., РП
Angerburg – Ангербург - Wçgorzewo, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Angerburg) - Венгожево, Варминско-Мазурское в., РП
Ansbach – Ансбах - Ansbach, Bayern, Deutschland - Ансбах, Б, ФРГ
Arcis-sur-Au be* - Арсис-сюр-Об - Arcis-sur-Aube, Département Aube, Frankreich - Арсис-сюр-Об, деп-т Об, Ф
Arkuszewo* - Аркушево - Arkuszewo, Woiwodschaft Großpolen, Polen - Аркушево, Великопольское в., РП
Aszernice – Ашернице - Ozernitsa, Woblast, Hrodna, Weißrussland - Озерница, Гродненская обл., PB
Auerstedt* - Ауэрштедт - Auerstedt, Thüringen, Deutschland - Ауэрштедт, T, ФРГ
Austerlitz* - Аустерлиц - Slavkov u Brna, Jihomoravsky kraj, Tschechien - Славков-у-Брна, Южноморавский край, Чехия
Babinowiczi/Бабиновичи - Babinavichy, Woblast Wizebsk, Babinowieszi Weißrussland - Бабиновичи, Витебская обл., РБ
Baknang/ Бакнанг - Backnang, Baden-Württemberg, Backnang Deutschland - Бакнанг, БВ, ФРГ
Balingen – Балинген - Balingen, Baden-Württemberg, Deutschland - Балинген, БВ, ФРГ
Balinowki – Балиновки - Skorupy (Stadtteil von Bialystok), Woiwodschaft Podlachien, Polen - Скорупы (в черте г. Белосток), Подляское в., РП
Balkan* - Балканы
Balonka – Балонка - Palonka, Woblast Brest, Weißrussland - Полонка, Брестская обл., РБ
Bamberg – Бамберг - Bamberg, Bayern, Deutschland - Бамберг, Б, ФРГ
Bauzen – Баутцен - Bautzen, Sachsen, Deutschland – Bautzen - Баутцен, С, ФРГ
Bayern – Бавария - Bayern, Staat/Land - Бавария
Bayreuth – Байройт - Bayreuth, Bayern, Deutschland - Байройт, Б, ФРГ
Beesdau – Бесдау - Beesdau, Brandenburg, Deutschland - Бесдау, БР, ФРГ
Beeskow – Бесков - Beeskow, Brandenburg, Deutschland - Бесков, БР, ФРГ
Belica – Белица - Navabielicki (Homel), Woblast Ноmel, Weißrussland - Новобелица (в черте г. Гомель), РБ
Belica/ Beliza – Белица - Bielica, Woblast Hrodna, Weißrussland - Белица, Гродненская обл., РБ
Beresin – Березина - Bjaresina (weißruss.) bzw. Beresina (russ.), Fluss in Weißrussland und Russland (v.a. Oblast Smolensk) - p. Березина, РБ и РФ
Berlin – Берлин - Berlin, Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland - Берлин, ФРГ
Berneck – Бернек - Werneck, Bayern, Deutschland - Бернек, Б, ФРГ
Bernek – Бернек - Bad Berneck, Bayern, Deutschland - Бад-Бернек, Б, ФРГ
Bernhausen – Бернхаузен - Bernhausen, Baden-Württemberg, Deutschland - Бернхаузен, БВ, ФРГ
Bernsdorf – Бернсдорф - Bernsdorf (Oberlausitz), Sachsen, Deutschland - Бернсдорф, С, ФРГ
Besigheim – Безигхайм - Besigheim, Baden-Württemberg, Deutschland - Безигхайм, БВ, ФРГ
Beuthen – Бойтен - Bytom Odrzanski, Woiwodschaft (dt. Beuthen an der Oder) - Бытом-Оджаньский, Любуш - Lebus, Polen ское в., РП
Bialystok - Бялысток/Bialystok, Woiwodschaft Podlachien, Polen - Белосток, Подляское в., РП - Белосток
Biberach – Биберах - Biberach (Stadtteil von Heilbronn), Baden-Württemberg, Deutschland - Биберах (в черте г. Хайльброни), БВ, ФРГ
Bierslowicz – Бирслович - Vialikaja Bierastavica, Woblast Hrodna, Weißrussland - Большая Берестовица, Гродненская обл., РБ
Bietigheim – Битигхайм - Bietigheim-Bissingen, Baden-Württemberg, Deutschland - Битигхайм-Биссинген, БВ, ФРГ
Bischofsheim – Бишофсхайм - Bisztynek, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Bischofstein) - Биштынек, Варминско-Мазурское в., РП
Bischofsheim – Бишофсхайм - Tauberbischofsheim, Baden-Württemberg, Deutschland - Таубербишофсхайм, БВ, ФРГ
Bischofswerda/ Бишофсверда - Bischofswerda, Sachsen, Bischoffswerda Deutschland - Бишофсверда, С, ФРГ
Blechtiawki – Блехтявки - Plekhtiivka, Chernihivs’ka oblast, Ukraine - Плехтеевка, Черниговская обл., У
Blohnweiler – Блонвайлер - Blumweiler, Baden-Württemberg, Deutschland - Блумвайлер, БВ, ФРГ
Bober – Бобер - Bobr (tschech.), Böbr (poln.), Fluss in Tschechien und Polen (dt. Bober) - p. Бобр (чех.) / Бубр (польск.) в РП и Чехии
Bobr – Бобр - Bobr, Woblast Minsk, Weißrussland - Бобр, Минская обл., РБ
Bobruysk/ Бобруйск/ Babruysk, Woblast Mahiljou, Weißrussland (russ. Bobruysk) - Бобруйск, Могилевская обл., - Bobuce – Бобуце
Böhmweiler – Бёмвайлер - Böhmweiler, Baden-Württemberg, Deutschland - Бёмвайлер, БВ, ФРГ
Bönnigheim – Бённигхайм - Bönnigheim, Baden-Württemberg, Deutschland - Бённигхайм, БВ, ФРГ
Boriszow/ Боришов/ Baryssau, Woblast Minsk, Weißrussland (russ. Borissow) - Borisow Борисов - Борисов, Минская обл., РБ
Börnsdorf - Бёрнсдорф - Bornsdorf, Brandenburg, Deutschland - Борнсдорф, БР, ФРГ
Borodino* - Бородино - Borodino, Oblast Moskau Russland - Бородино, Московская обл.,
РФ
Brandenburg Бранденбург Brandenburg, Bundesland, Deutschland - Бранденбург, федеральная земля ФРГ
Braslaw – Браслав - Braslaü, Woblast Wizebsk, Weißrussland (dt. Bratzlaw, Braslau, Braslaw) - Браслав, Витебская обл., РБ
Braunswalde – Браунсвальде - Gosciszewo, Woiwodschaft Pommern, Polen (dt. Braunswalde) - Госьцищево, Поморское в., РП
Breitenbach – Брайтенбах - Breitenbach (St. Kilian), Thüringen, Deutschland - Брайтенбах (Санкт-Килиан), T, ФРГ
Brettach – Бреттах - Langenbrettach, Baden-Württemberg, Deutschland - Лангенбреттах, БВ, ФРГ
Bronijewo – Брониево - Broniewo, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Бронево, Куявско-Поморское в., РП
Brzesc – Бжесц - Brzesc Kujawski, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Бжесць-Куявский, Куявско-Поморское в., РП
Brzynow – Бжинов - [Ortsbezeichnung unklar. Ort liegt zwischen Dsjarschynsk, Woblast Minsk, und Minsk, Weißrussland] - Местоположение неясно. Между Дзержинск, Минская обл. и Минск, РБ.
Buke – Буке - Buk, Woiwodschaft Großpolen, Polen (dt. Buk/ Buck) - Бук, Великопольское в., РП
Bunzlau – Бунцлау - Boleslawiec, Woiwodschaft Nieder-Schlesien, Polen (dt. Bunzlau) - Болеславец, Нижнесилезское в., РП
Burgwinkeim – Бургвинкайм - Burgwindheim, Bayern, Deutschland - Бургвиндхайм, Б, ФРГ
Burz – Бурц - Bursz, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Bursch) - Бурш, Варминско-Мазурское в„ РП
Camburg – Камбург - Camburg, Thüringen, Deutschland - Камбург, T, ФРГ
Charpowice – Харповице - [Ortsbezeichnung unklar. Ortliegt zwischen Babruysk und Hlusk/Glusk, Woblast Mahiljou, Weißrussland] - Местоположение неясно. Beроятно, д. Храповицы, между Бобруйском и Глуском, Могилевская обл., РБ
Chelmo – Хельмо - Chelmno, Woiwodschaft Großpolen, Polen (dt. Chelmno) - Хелмно, Великопольское в., РП
Chemic – Хемиц - Cholmec, Woblast Homel, Weißrussland - Холмеч, Гомельская обл., РБ
Chemniz, Chemnitz – Хемниц - Chemnitz, Sachsen, Deutschland - Хемниц, С, ФРГ
Chmielewo – Хмелево - Chmielewo (Powiat Lomzynski), Woiwodschaft Podlachien, Polen - Хмелево, Подляское в., РП
Cornowa, Kornowa - vgl. Cm. Kornowa
Creussen – Кройсен - Creußen, Bayern, Deutschland - Крейсен, Б, ФРГ
Culmsee – Кульмзее - Chelmza, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen (dt. Culmsee) - Хелмжа, Куявско-Поморское в„ РП
Cumbach – Кумбах - Cumbach (Stadtteil von Rudolstadt), Thüringen, Deutschland - Кумбах (в черте г. Рудольштадт), Т, ФРГ
Czatowpanski/ Чатовпански - Szadöw Panski, Woiwodschaft Czatowpansky - Großpolen, Polen - Шадув Паньский, Великопольское в., РП
Czecznigrolewski/Czecznigrolevski - Чечнигролевски - Gniezno, Woiwodschaft Großpolen, Polen (hist. poln. Gniezno Krölewskie) Гнезно, Великопольское в., РП (историческое название Гнезно Королевское)
Czempin – Чемпин - Czempin, Woiwodschaft Großpolen, Polen (dt. Czempin bzw. Tschempin) Чемпинь, Великопольское в., РП
Czermeissel/ Чермайсель/ Tszermeissel - Trzemeszno Lubuskie, Woiwodschaft Lebus, Polen (dt. Schermeisel; hist. poln. Czarnomysl, Szaromysl) - Тжемешно Любуське, Любушское в., РП
Czernigow – Чернигов - Chernihiv, Oblast Chernihiv, Ukraine (russ. Chernigow) - Чернигов, У
Czimkowicz – Чимкович - Cimkovicy, Woblast Minsk, Weißrussland - Тимковичи, Минская обл., РБ
Danzig – Данциг - Gdansk, Woiwodschaft Pommern, Polen - Гданьск, РП
Darmstadt – Дармштадт - Darmstadt, Hessen, Deutschland - Дармштадт, Гессен, ФРГ
Daruszimenski - Дарушименски - Gerasimenki, Oblast Smolensk, Russland - Герасименки, Смоленская обл., РФ
Daugeliski/ Давгелишки/ Daugelisky - Dauksiské, Bezirk Vilnius, Litauen- Сенасис Даугелишкис, Вильнюсский у, Л
Demsen – Демзен - Dçbiec, Woiwodschaft Großpolen, Polen (dt. Demsen oder Dembsen) - Денбец, Великопольское в., РП
Dennewitz* - Денневиц - Dennewitz, Brandenburg, Deutschland - Денневитц, БР, ФРГ
Dettingen – Деттинген - Dettingen an der Erms, Baden-Württemberg, Deutschland - Деттинген-на-Эмсе, БВ, ФРГ
Diesna/ Дисна/ Diessna - Dzisna, Woblast Wizebsk, Weißrussland - Дисна, Витебская обл., РБ
Dinkelsbühl - Динкельсбюль - Dinkelsbühl, Bayern, Deutschland - Динкельсбюль, Б, ФРГ
Dniepr, Dnieper – Днепр - Dnepr (russ.), Fluss in Russland, Weißrussland und der Ukraine (dt. Dnjepr) p. Днепр в РФ, РБ и У
Dobrczin – Добрчин - Dobre, Woiwodschaft Kujawien- Pommern, Polen Добре, Куявско-Поморское в., РП
Dobrianka – Добрянка - Dobrjanka, Oblast Chernihiv, Ukraine - Добрянка, Черниговская обл., У
Dornburg – Дорнбург - Dornburg/ Saale, Thüringen, Deutschland - Дорнбург-на-Заале, T, ФРГ
Dorogobuz/ Дорогобуз/ Dorogobusz/ Дорогобуж - Dorogobush, Oblast Smolensk, Russland - Дорогобуж, Смоленская обл., РФ
Dörrenhof – Дёрренхоф - Dürrenhofe, Brandenburg, Deutschland - Дюрренгофе, БР, ФРГ
Draschwiz – Драшвиц - Draschwitz, Sachsen-Anhalt, Deutschland - Драшвиц, CA, ФРГ
Dresden – Дрезден - Dresden, Landeshauptstadt von Sachsen, Deutschland - Дрезден, С, ФРГ
Drossen – Дроссен - Osno Lubuskie, Woiwodschaft Lebus, Polen (dt. Drossen) - Осьно-Любуске, Любушское в., РП
Druja – Друя - Druya, Woblast Wizebsk, Weißrussland - Друя, Витебская обл., РБ
Dryssa – Дрисса - Drissa, Fluss in Weißrussland (poln. Dryssa) - p. Дрисса, РБ
Dumbrowicz – Думбрович - Dabrowice, Woiwodschaft Lodz, Polen - Добровице, Лодзинское в., РП
Dumbrowna – Думбровна - Dubrouna, Woblast Wizebsk, Weißrussland - Дубровна, Витебская обл., РБ
Düna - Дюна/Двина - Dzvina (weißruss.), Sapadnaja Dwina (russ.), Fluss in Russland, - p. Западная Двина (РФ, РБ), Даугава (Латвия) - Weißrussland, Lettland
Dünaburg – Динабург - Daugavpils, Republik-Stadt, Lettland (dt. Dünaburg) - Даугавпилс, Латвия
Dyssna – Десна - Desna, Fluss in Russland und in der Ukraine - p. Десна, РФ и У
Egolsheim – Эгольсхайм - Eglosheim, Baden-Württemberg, Deutschland - Эглосхайм, БВ, ФРГ
Ehingen – Эхинген - Ehingen, Baden-Württemberg, Deutschland - Эхинген, БВ, ФРГ
Eichenlau – Айхенлау - Aichelau, Baden-Württemberg, Deutschland - Айхелау, БВ, ФРГ
Eisenberg – Айзенберг - Eisenberg (Saale-Holzland-Kreis), Thüringen, Deutschland - Айзенберг, T, ФРГ
Elbe – Эльба - Elbe, Fluss in Tschechien und Deutschland - p. Эльба (Лаба) в Чехии и ФРГ
Elbing – Эльбинг - Elblag, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Elbing) - Эльблонг, Варминско-Мазурское в., РП
Ellenberg – Элленберг - Ellenberg, Baden-Württemberg, Deutschland - Элленберг, БВ, ФРГ
Ellwangen – Элльванген - Ellwangen, Baden-Württemberg, Deutschland - Эльванген, БВ, ФРГ
Elnia – Ельня - Elnya, Oblast Moskau, Russland - дер. Ельня, Можайский р-н, Московская обл., РФ
Elpersheim (an der Tauber) - Эльперсхайм-на-Таубере - Elpersheim, Baden-Württemberg, Deutschland - Эльперсхайм, БВ, ФРГ
Eltmann – Эльтман - Eltmann, Bayern, Deutschland - Эльтман, Б, ФРГ
Erfurt* - Эрфурт - Erfurt, Landeshauptstadt von Thüringen, Deutschland - Эрфурт, T, ФРГ
Erzgebürge - Рудные горы - Erzgebirge, Mittelgebirge in Deutschland und Tschechien - Рудные горы в ФРГ и Чехии
Eschenau – Эшенау - Eschenau (Eckental), Bayern, Deutschland - Эшенау (Экенталь), Б, ФРГ
Eßlingen – Эсслинген - Esslingen, Baden-Württemberg, Deutschland - Эсслинген, БВ, ФРГ
Ettenhausen – Эттенхаузен - Ettenhausen (Schrozberg), Baden-Württemberg, Deutschland - Эттенхаузен (Шроцберг), БВ, ФРГ
Eulenburg – Ойленбург - Eilenburg, Sachsen, Deutschland - Ойленбург, С, ФРГ
Europa* - Европа
Eutra – Ойтра - Eythra (ehemalige Gemeinde, 1983—1987 aufgegeben), Sachsen, Deutschland - дер. Ойтра под г. Лейпцигом, С, ФРГ, ныне не сущ.
Faliszewo – Фалишево - Chwaliszew, Woiwodschaft Großpolen, Polen - Хвалишев, Великопольское в., РП
Fère–Champenoise* - Фер-Шампенуаз - Fère-Champenoise, Département Marne, Frankreich - Фер-Шампенуаз, деп. Марна, Ф
Feuchtwangen – Фойхтванген - Feuchtwangen, Bayern, Deutschland - Фойхтванген, Б, ФРГ
Fichtelgebirge – Фихтель - Fichtelgebirge, Mittelgebirge in Deutschland und Tschechien - Фихтель, горный массив в ФРГ и Чехии
Frankenbach – Франкенбах - Frankenbach, Baden-Württemberg, Deutschland - Франкенбах, БВ, ФРГ
Frankenhaÿn – Франкенхайн - Frankenhain, Brandenburg, Deutschland - Франкенхайн, БР, ФРГ
Frankfurt an der Oder - Франкфурт-на-Одере - Frankfurt (Oder), Brandenburg, Deutschland - Франкфурт-на-Одере, BP, ФРГ
Frankreich – Франция - France, Staat (dt. Frankreich) - Франция
Frauenwalde – Фрауэнвальде - Frauenwald, Thüringen, Deutschland Фрауэнвальд, T, ФРГ
Fraustadt – Фрауштадт - Wschowa, Woiwodschaft Lebus, Polen (dt. Fraustadt) - Всхова, Любушское в., РП
Freÿberg – Фрайберг - Freiberg, Sachsen, Deutschland - Фрайберг, С, ФРГ
Frohburg – Фробург - Frohburg, Sachsen, Deutschland - Фробург
Fröhstockheim – Фрёштокхайм - Fröhstockheim, Bayern, Deutschland - Фрёштокхайм, Б, ФРГ
Galizien* - Галиция - Halytschyna/ Galicja, Landschaft in der Westukraine und in Südpolen - Галиция, регион Зап. Украины и Южной Польши
Geißlingen – Гайслинген - Geislingen an der Steige, Baden-Württemberg, Deutschland Гайслинген-ан-дер-Штайге, БВ, ФРГ
Gfrees – Гфреес - Gefrees, Bayern, Deutschland Гефрес, Б, ФРГ
Gibelstadt – Гибельштадт - Giebelstadt, Bayern, Deutschland - Гибельштадт, Б, ФРГ
Gisze – Гише - Gizai, Bezirk Marijampole, Litauen - Гижай, Мариямпольский у., Л
Gleichen–(Burg) - Гляйхен-Burg - Gleichen, Burgruine in Thüringen, Deutschland - Замок Гляйхен (Вандерслебен), T, ФРГ
Glogau – Глогау - Glogöw, Woiwodschaft Niederschlesien, Polen (dt. Glogau) - Глогув, Нижнесилезское в., П
Gnesen - Гнезен/Гнезно - Gniezno, Woiwodschaft Großpolen, Polen (dt. Gnesen) Гнезно, Великопольское в., РП
Gniwkowo – Гнивково - Gniewkowo, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Гневково, Куявско-Поморское в., РП
Goldap – Голдап - Goldap, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Goldap) - Голдап, Варминско-Мазурское в., РП
Gora – Гора - Goryszewo, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Горышево, Куявско-Поморское в., РП
Görliz/ Гёрлиц/ Goerliz/ Görlitz/ Goerlitz - Görlitz, Sachsen, Deutschland - Гёрлиц, С, ФРГ
Goßmannsdorf – Госмансдорф - Goßmannsdorf (Stadtteil von Hofheim in Unterfranken), Bayern, Deutschland - Госмансдорф (в черте г. Хофхайм), Б, ФРГ
Gotha – Гота - Gotha, Thüringen, Deutschland - Гота, T, ФРГ
Grabowen – Грабовен - Grabowo (Goldap), Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Grabowo) - Грабово (Голдап), Варминско Мазурское в., РП
Gräfenberg – Грефенберг - Gräfenberg, Bayern, Deutschland - Грефенберг, Б, ФРГ
Graudenz – Грауденц - Grudziadz, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen (dt. Graudenz) - Грудзёндз, Куявско-Поморское в., РП
Grenyc – Грениц - Krynice, Woiwodschaft Podlachien, Polen - Крынице, Подляское в., РП
Griesbach – Грисбах - Criesbach, Baden-Württemberg, Deutschland - Крисбах, БВ, ФРГ
Grodek - Гродек Grodek, Woiwodschaft Podlachien, Polen - Грудек, Подляское в., РП
Grodno – Гродно - Hrodna, Woblast Hrodna, Weißrussland (poln. Grodno) - Гродно, РБ
Großbritannien* - Великобритания - Great Britain, Staat - Великобритания
Großburden – Гроссбурден - Purda, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Groß Purden) - Пурда, Варминско-Мазурское в., РП
Großgörschen* Грос(с)гёршен - Großgörschen, Sachsen-Anhalt, Deutschland - Гроссгёршен, CA, ФРГ
Großzschocher - Грос(с)цшохер - Großzschocher (Stadtteil von Leipzig), Sachsen, Deutschland - Гроссцшохер (входит в черту г. Лейпциг), С, ФРГ
Gumin – Гумин - Göry, Woiwodschaft Masowien, Polen - Гуры, Мазовецкое в., РП
Gziat/Gsziat - Гзят/Гжатск - Gagarin (bis 1968 Gshatsk), Oblast - Гагарин (до 1968 г. Гжатск)
Smolensk, Russland - Смоленская обл., РФ
Hall, vgl. Schwäbisch-Hall - см. Швебиш- Халль - Хартмансдорф, Т, ФРГ
Hartmansdorf – Хартмансдорф - Hartmannsdorf, Thüringen, Deutschland
Haßfurt - Хас(с)фурт - Haßfurt, Bayern, Deutschland - Хассфурт, Б, ФРГ
Haynau – Хайнау - Chojnöw, Woiwodschaft Niederschlesien, Polen (dt. Haynau) - Хойнув, Нижнесилезское в., РП
Haynichen – Хайнихен - Hainichen, Sachsen, Deutschland - Хайнихен, С, ФРГ
Hechingen – Хехинген - Hechingen, Baden-Württemberg, Deutschland - Хехинген, БВ, ФРГ
Heilbronn – Хайльбронн - Heilbronn, Baden-Württemberg, Deutschland - Хайльбронн, БВ, ФРГ
Heilige Linde - Святая Липа (монастырь) - Swieta Lipka, Woiwodschaft (Kloster) Ermland-Masuren, Polen (dt. Heiligelinde) Свента-Липка, Варминско-Мазурское в., РП
Heiliges Thal - Святая (Священная) долина - Walutina Gora (bei Lubino), Oblast Smolensk, Russland - Валутина Гора (у Лубино), Смоленская обл., РФ
Heilsberg – Гейльсберг - Lidzbark Warminski, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Heilsberg) - Лидзбарк-Варминьский, Вар минско-Мазурское в., РП
Heilsberg – Гейльсберг - Heilsberg (Remda-Teichel), Thüringen, Deutschland - Хайльсберг (Ремда-Тайхель), T, ФРГ
Heilsbronn – Хайльсбронн - Heilsbronn, Bayern, Deutschland - Хайльсбронн, Б, ФРГ
Heinead – Хайнеад - Hainert, Bayern, Deutschland - Хайнерт, Б, ФРГ
Herrenberg* - Херренберг- Herrenberg, Baden-Württemberg, Deutschland - Херренберг, БВ, ФРГ
Herrnthierbach - Херр(е)нтирбах - Herrentierbach, Baden-Württemberg, Deutschland - Херрентирбах, БВ, ФРГ
Herzberg – Херцберг - Herzberg (Elster), Brandenburg, Deutschland - Херцберг (Эльстер), BP, ФРГ
Herzogenwalde - Х(Г)ерцогенвальде - Herzogswalde, Sachsen, Deutschland - Херцогсвальде, С, ФРГ
Hildburghausen - Х(Г)ильдбургхаузен - Hildburghausen, Thüringen, Deutschland Хильдбургхаузен, T, ФРГ
Hilpoldstein/ Hildpoldstein/ Hilpoltstein/ Хильпольдштайн - Hiltpoltstein, Bayern, Deutschland Хильтпольтштайн, Б, ФРГ
Hof – Хоф - Hof, Bayern, Deutschland - Хоф, Б, ФРГ
Hofheim – Хофхайм - Hofheim in Unterfranken, Bayern, Deutschland - Хофхайм-ин-Унтерфранкен, Б, ФРГ
Hohenlohe, Fürstentum* - Гогенлоэ, княжество - Hohenlohe, Fürstentum
Hollfeld - Хол(л)ьфельд - Hollfeld, Bayern, Deutschland - Холльфельд, Б, ФРГ
Horwel – Горвель - Gorval, Woblast Homel, Weißrussland - Горваль, Гомельская обл., РБ
Hoyerswerda/ Hoyerswerda/ Хойерсверда - Hoyerswerda, Sachsen, Deutschland - Хойерсверда, С, ФРГ
Humel – Гумель - Homel, Woblast Homel, Weißrussland - Гомель, РБ
Humen – Гумен - Cervien (bis 1923 Igumen), Woblast Minsk, Weißrussland - Червень (до 1923 г. Игумен), Минская обл., РБ
Iglowko – Игловко -Igliauka, Bezirk Marijampole, Litauen - Игляука, Мариямпольский у., Л
Ikassna/ Ikossna/ Икасна/Икосна - Ikazn, Woblast Wizebsk, Weißrussland - Иказнь, Витебская обл., РБ
Illowo - Иллово/Илиенбург - Ilowo-Osada, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Illowo) Илово-Осада, Варминско-Мазурское в., РП
Ilmenau – Ильменау - Ilmenau, Thüringen, Deutschland - Ильменау, T, ФРГ
Ingelfingen – Ингельфинген - Ingelfingen, Baden-Württemberg, Deutschland - Ингельфинген, БВ, ФРГ
Inkowo – Инково - Inkowo, Oblast Smolensk, Russland - Иньково, Смоленская обл.,
РФ
Inowraclaw/ Inowrazlaw/ Winowraclaw/ Иноврацлав - Inowroclaw, Neubrenslau, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Иновроцлав, Куявско-Поморское в., РП
Insbruk – Инсбрук - Innsbruck, Landeshauptstadt von Tirol, Österreich - Инсбрук, Австрия
Italien – Италия - Italia, Staat (dt. Italien)
Iwanowa – Иванова - Ignacava, Bezirk Kaunas, Litauen - Игнацава, Каунасский у., Л
Janköwko* - Янкувко - Janköwko, Woiwodschaft Großpolen, Polen - Янкувко, Великопольское в., РП
Jauer* - Яуэр - Jawor, Woiwodschaft Niederschlesien, Polen - Явор, Нижнесилезское в., РП
Jena – Йена - Jena, Thüringen, Deutschland - Йена, T, ФРГ
Jerbiec – Ербец - Dzierzaznia, Woiwodschaft Masowien, Polen - Дзежомжня, Мазовецкое в., РП
Jilienburg, vgl. Illowo - Илиенбург — см. Илово
Kahla/ Kala – Кала - Kahla, Thüringen, Deutschland - Кала, T, ФРГ
Kalish/ Kalisch - Калиш - Kalisz, Woiwodschaft Großpolen, Polen (dt. Kalisch) - Калиш, Великопольское в., РП
Kalwary/ Kalvary/ Кальвари - Kalvarija, Bezirk Marijampole, Litauen - Кальвария, Мариямпольский у, Л
Kamenz – Каменц - Kamenz, Sachsen, Deutschland - Каменц, С, ФРГ
Kamienka – Каменка - Kamianka, Woblast Hrodna, Weißrussland - Каменка, Гродненская обл., РБ
Karpiszi – Карпиши - Kapyrevshchina, Oblast Smolensk, Russland - Капиревщина, Смоленская обл., РФ
Katina – Катина - Katyn, Oblast Smolensk, Russland - Катынь, Смоленская обл., РФ
Kiesy Wypychy - Кесы-Выпыхи - Kesy-Wypychy, Woiwodschaft Masowien, Polen - Кенсы-Выпыхы, Мазовецкое в., РП
Kiew – Киев - Kyjiw, Hauptstadt der Ukraine (dt. Kiew) - Киев
Kiniszin – Кинишин - Knyszyn, Woiwodschaft Podlachien, Polen - Кнышин, Подляское в., РП
Kirchhasel – Кирххазель - Uhlstädt-Kirchhasel, Thüringen, Deutschland - Улынтедт-Кирххазель, T, ФРГ
Kizen – Кицен - Kitzen, Sachsen, Deutschland - Кицен, С, ФРГ
Kizingen – Кицинген - Kitzingen, Bayern, Deutschland - Китцинген, Б, ФРГ
Klodawa – Клодава - Klodawa, Woiwodschaft Großpolen, Polen - Клодава, Великопольское в., РП
Kluczewo/ Kruszewo/ Ключево - [Ortsbezeichnung unklar. Eventuell Koscielec, Woiwodschaft Großpolen, Polen] - Место не определено. Возм. Косьцелец, Великопольское в., РП
Klusk – Клуск - Hlusk/Glusk, Woblast Mahiljou, Weißrussland - Глуск, Могилевская обл, РБ
Knauthaye - Кнаутхайе/ Кнаутхайн - Knauthain, Sachsen, Deutschland - Кнаутхайн, С, ФРГ
Kollo – Колло - Kolo, Woiwodschaft Großpolen, Polen - Коло, Великопольское в., РП
Kolomia – Коломия - Kolomyja, Woiwodschaft Podlachien, Polen - Коломыя, Подляское в., РП
Kolotskoye, Kloster* - Колоцкое, м-рь - Kolotzkoye, Oblast Moskau, Russland - Колоцкое, Московская обл., РФ
Königsbrück – Кёнигсбрюк - Königsbrück, Sachsen, Deutschland - Кёнигсбрюк, С, ФРГ
Königshofen – Кёнигсхофен - Bad Königshofen im Grabfeld, Bayern, Deutschland - Бад Кёнигсхофен-им-Грабфельд, Б, ФРГ
Königshofen–Gaukönigshofen - Кёнигсхофен-Гаукёнигсхофен - Bayern, Deutschland, Б, ФРГ
Königssee – Кёнигсзее - Königsee-Rottenbach, Thüringen, Deutschland - Кёнигсзее-Роттенбах, T, ФРГ
Konopki – Конопки - Konopki-Pokrzywnica, Woiwodschaft Podlachien, Polen - Конопки Покживница, Подляское в., РП
Korelice – Корелице - Karelicy, Woblast Hrodna, Weißrussland - Кареличи, Гродненская обл., РБ
Kornowa – Корнова - Kunowo, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Куново, Куявско-Поморское в., РП
Kossenblatt – Коссенблатт - Kossenblatt, Brandenburg, Deutschland - Коссенблатт, БР, ФРГ
Kosten/ Kosten – Костен - Koscian, Woiwodschaft Großpolen, Polen (dt. Kosten) - Косьцян, Великопольское в., РП
Kostenizki – Костеницки - Kuznica, Woiwodschaft Podlachien, Polen - Кужница, Подляское в., РП
Kostenyn – Костенин - Gostynin, Woiwodschaft Masowien, Polen - Гостынин, Мазовецкое в., РП
Koszalkowikorki - Кошалковикорки - Kocialkowa Görka, Woiwodschaft Großpolen, Polen - Коцялкова Гурка, Великопольское в., РП
Kowalen/ Kowalken/ Ковален - Kowale Oleckie (poln.), Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Kowahlen) - Ковале Олецьке, Варминско-Мазурское в., РП
Kowno – Ковно - Kaunas, Bezirk Kaunas, Litauen (poln, und russ. Kowno) - Каунас, Л
Koydonowo – Койдоново - Dsjarschynsk, Woblast Minsk, (poln. Kojdanöw) Weißrussland - Дзержинск, Минская обл., РП (до 1932 г. Койданов)
Krasna – Красна - Krosna, Bezirk Alytus, Litauen - Кросна, Алитусский у., Л
Krasnoi/ Krasnoy/ Красной - Krasnyj, Oblast Smolensk, Russland Красный, Смоленская обл., РФ
Krossen – Кроссен - Crossen, Thüringen, Deutschland - Кроссен, T, ФРГ
Krowikresly – Кровикресли - Graziskiai, Bezirk Marijampole, Litauen (poln. Grazyszki) - Гражишкяй/Гражишки, Maриямпольский у., Л
Krupki – Крупки - Krupki, Woblast Minsk, Weißrussland - Крупки, Минская обл., РБ
Kruszwica – Крушвица - Kruszwica, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Крушвица, Куявско-Поморское в., РП
Kunersdorf – Кунерсдорф - Kunowice, Woiwodschaft Lebus, Polen (dt. Kunersdorf) - Куновице, Любушское в., РП
Künzelsau – Кюнцельзау - Künzelsau, Baden-Württemberg, Deutschland - Кюнцельзау, БВ, ФРГ
Kwiesziscevo – Квешисцево - Kwieciszewo, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Квецишево, Куявско-Поморское в„ РП
La Rothière* - Ля-Ротьер - La Rothière, Département Aube, Frankreich - Ля-Ротьер, деп. Об, Франция
Langenburg – Лангенбург - Langenburg, Baden-Württemberg, Deutschland - Лангенбург, БВ, ФРГ
Langenfeld – Лангенфельд - Dlugoszyn, Woiwodschaft Lebus, Polen (dt. Langenfeld) - Длугошын, Любушское в., РП
Langenwiesen – Лангенвизен - Langewiesen, Thüringen, Deutschland - Лангенвизен, T, ФРГ
Lanient – Ланиент - Lanieta, Woiwodschaft Lodz, Polen - Ланиента, Лодзинское в., РП
Lauban – Лаубан - Luban, Woiwodschaft Niederschlesien, Polen (dt. Lauban) - Любань, Нижнесилезское в., РП
Lauda – Лауда - Lauda-Königshofen, Baden-Württemberg, Deutschland - Лауда-Кёнигсхофен, БВ, ФРГ
Lauringen – Лауринген - Stadtlauringen, Bayern, Deutschland - Штадтлауринген, Б, ФРГ
Lausitz – Лаузиц - Lausitz, Region in Deutschland und Polen - Лаузиц, регион в ФРГ и РП
Lausnitz – Лаузниц - Laußnitz, Sachsen, Deutschland - Лаусниц, С, ФРГ
Leinach – Лайнах - Leinach, Bayern, Deutschland - Лайнах, Б, ФРГ
Leipzig – Лейпциг - Leipzig, Sachsen, Deutschland - Лейпциг, С, ФРГ
Liadÿ/Ladÿ – Лендзи - Leshno, Oblast Smolensk, Russland - Лешно, Смоленская обл., РФ
Lerchenbronn – Лерхенбронн - Gorzyca (Lubin), Woiwodschaft Niederschlesien, Polen (dt. Lerchenborn) - Гожица (Любин), Нижнесилезское в., РП
Leuchtenburg (Schloß) – Лейхтенбург (замок) - Leuchtenburg (Kahla), Burg in Thüringen, Deutschland - Лейхтенбург (Кала), замок в Тюрингии, ФРГ
Liady – Ляды - Ljady, Woblast Wizebsk, Weißrussland - Ляды, Витебская обл., PB
Lichtenstein – Лихтенштайн - Lichtenstein/Sachsen, Sachsen, Deutschland - Лихтенштайн/Саксония, С, ФРГ
Licziskelli/ Lieziskelli/ Личискелли - Likiskeliai, Bezirk Alytus, Litauen - Ликишкеляй, Алитусский у., Л
Lindenauendorf - Линденауэндорф - Lindennaundorf, Sachsen, Deutschland - Линденнаундорф, С, ФРГ
Linz – Линц - Linz, Öberösterreich, Österreich - Линц, Верхняя Австрия, Австрия
Linzo – Линцо - Liepalotas, Bezirk Kaunas, Litauen - Лиепалотас, Каунасский у, Л
Liozna/ Liosna - Лиозна/ Лёзно/ Лёзна - Lëzna, Woblast Wizebsk, Weißrussland (dt. Ljosna) - Лёзна, Витебская обл., PB
Lipno – Липно - Lipno, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Липно, Куавско-Поморское в., РП
Livavicze – Ливавиче - Lyubavichi (Beresina), Oblast Smolensk, Russland - Любавичи, Смоленская обл., РФ
Loban – Лобан - Lubon, Woiwodschaft Großpolen, Polen (dt. Luban) - Любонь, Великопольское в., РП
Löbstadt – Лёбштадт - Löbstedt (Stadtteil von Jena), Thüringen, Deutschland - Лёбштедт (в черте г. Йена), Т, ФРГ
Loebau – Лёбау - Löbau, Sachsen, Deutschland - Лёбау, С, ФРГ
Lohiew – Лохев - Lojeü, Woblast Hornel, Weißrussland - Лоев, Гомельская обл., РБ
Lomza - Ломза/Ломжа Lomza, Woiwodschaft Podlachien, Polen - Ломжа, Подляское в., РП
London* - Лондон - London, Hauptstadt Großbritanniens - Лондон
Long Beach* - Лонг-Бич - Long Beach, Kalifornien, USA Лонг-Бич, Калифорния, США
Löwin - Ловин - Lowyn. Woiwodschaft Großpolen, Polen (dt. Löwin) - Ловынь, Великопольское в.,
РП
Lübben – Люббен - Lübben (Spreewald), Brandenburg, Deutschland - Люббен, БР, ФРГ
Lüben – Любен - Lubin, Woiwodschaft Niederschlesien, Polen (dt. Lüben) - Любин, Нижнесилезское в., РП
Luckau – Люкау - Lugau, Brandenburg, Deutschland - Лугау, БР, ФРГ
Ludwigsburg – Людвигсбург - Ludwigsburg, Baden-Württemberg, Deutschland - Людвигсбург, БВ, ФРГ
Ludwinoewen – Лудвинёвен - Liudvinavas, Bezirk Marijampole, Litauen (dt. Ludwinowen) - Людвинавас, Мариямпольский у., Л
Lukau/ Luckau – Люкау - Lucka, Sachsen, Deutschland - Лука, С, ФРГ
Luszi – Луши - Lugi, Woiwodschaft Masowien, Polen - Луги, Мазовецкое в., РП
Lützen – Лютцен - Lützen, Sachsen-Anhalt, Deutschland - Лютцен, CA, ФРГ
Magnuszew – Магнушев - Magnuszew Maly, Woiwodschaft Masowien, Polen - Магнушев Малы, Мазовецкое в., РП
Magunitschken – Магуничкен - Tokarewka, Oblast Kaliningrad, Russland (dt. Makunischken) - Токаревка, Калининградская обл., РФ
Maibach – Майбах - Maibach (Poppenhausen), Bayern, Deutschland - Майбах (Поппенхаузен), Б, ФРГ
Maliczewo – Маличево - Maliszewo, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Малишево, Куявско-Поморское в., РП
Malkow – Мальков - Majköw (Stadtteil von Kalisz), Woiwodschaft Großpolen, Polen - Майкув (в черте г. Калиш), Великопольское в., РП
Malosendzinko - Малосендзинко - Sedzinko, Woiwodschaft Großpolen, Polen - Сензинко, Великопольское в., РП
Mariampol – Мариамполь - Marijampole, Bezirk Marijampole, Litauen (dt. und poln. Mariampol) - Мариямполе, Мариямпольский у., Л
Marienberg Мариенберг Marienberg (Festung oberhalb von Würzburg), Bayern, Deutschland - Мариенберг (крепость над Вюрцбургом), Б, ФРГ
Marienburg – Мариенбург - Malbork, Woiwodschaft Pommern, Polen (dt. Marienburg) - Мальборк, Поморское в., РП
Marienburg hausen - Мариенбургхаузен - Mariaburghausen, Bayern, Deutschland - Мариабургхаузен, Б, ФРГ
Marienwerder – Мариенвердер - Kwidzyn, Woiwodschaft Pommern, Polen (dt. Marienwerder) - Квидзын, Поморское в., РП
Markelsheim - Маркельсхайм - Markelsheim, Baden-Württemberg, Deutschland - Маркельсхайм, БВ, ФРГ
Marktbreit – Марктбрайт - Marktbreit, Bayern, Deutschland - Марктбрайт, Б, ФРГ
Marktsteft – Марктштефт - Marktsteft, Bayern, Deutschland - Марктштефт, Б, ФРГ
Martinroda – Мартинрода - Martinroda (Ilm-Kreis), Thüringen, Deutschland - Мартинрода (округ Ильмс), T, ФРГ
Martinswalde - Мартинсвальде - Szczytnica, Woiwodschaft Niederschlesien, Polen (dt. Martinwaldau) - Щытница, Нижнесилезское в., РП
Mayn/ Mayn - Майн (p.) - Main, Fluss in Deutschland - Майн (p.) в Германии
Maynbernheim - Майнбернхайм - Mainbernheim, Bayern, Deutschland - Майнбернхайм, Б, ФРГ
Meimsheim – Маймсхайм - Meimsheim, Baden-Württemberg, Deutschland - Маймсхайм, БВ, ФРГ
Meissen/ Meißen - Мейсен - Meißen, Sachsen, Deutschland- Мейсен, С, ФРГ
Mergentheim – Мергентхайм - Bad Mergentheim, Baden-Württemberg, Deutschland - Бад-Мергентхайм, БВ, ФРГ
Meseriz – Мезериц - Miedzyrzecz, Woiwodschaft Lebus, Polen (dt. Meseritz) - Мендзыжеч, Любушское в., РП
Mesiodraki – Месиодраки - Menctrakis, Bezirk Marijampole, Litauen - Менчтракис, Мариямпольский у., Л
Meskin – Мескин - Mieszczk, Woiwodschaft Masowien, Polen Мешчк, Мазовецкое в., РП
Michailow – Михайлов - Michalewa, Woblast Mahiljou, Weißrussland - Михалево, Могилевская обл., РП
Michelbach – Михельбах - Michelbach am Wald (Stadtteil von Öhringen), Baden-Württemberg, Deutschland - Михельбах-ам-Вальд (входит в черту г. Оринген), БВ, ФРГ
Michnoewen – Михневен - Miknonys, Bezirk Marijampole, Litauen - Микнонис, Мариямпольский у., Л
Militsch – Милич - Milicz, Woiwodschaft Niederschlesien, Polen (dt. Militsch) - Милич. Нижнесилезское в., РП
Milowenczin – Миловенчин - Milobedzyn, Woiwodschaft Masowien, Polen - Милобендзын, Мазовецкое в, РП
Milz – Мильц - Milz, Thüringen, Deutschland - Милтц, T, ФРГ
Minsk – Минск - Minsk, Hauptstadt Weißrusslands - Минск, РБ
Mir – Мир - Mir, Woblast Hrodna, Weißrussland - Мир, Гродненская обл., РБ
Mitteleuropa* - Средняя/ центральная Европа
Mittelweyda – Миттельвайда - Mittweida, Sachsen, Deutschland - Миттвайда, С, ФРГ
Modziezno – Моджезно - Maladziecna, Woblast Minsk, Weißrussland - Молодечно, Минская - обл., РБ
Mokdähnen – Мокденен - Mokiny, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Mokainen) - Мокины, Варминско-Мазурское в., РП
Moldau* - Молдавия - Moldawien, Fürstentum, Provinz des osmanischen Reiches
Montereau* - Монтеро - Montereau-Fault-Yonne, Département Seine-et-Marne, Frankreich - Монтеро-Фот-Йон, д. Сена и Марна, Франция
Mosaisk - Мозайск/Можайск - Moshaisk, Oblast Moskau, Russland - Можайск, Московская обл., РФ
Moskwa/ Moskau – Москва - Moskwa, Hauptstadt Russlands - Москва, РФ
Moszyn – Мошин - Mosina, Woiwodschaft Großpolen, Polen (dt. Moschin) - Мосина, Великопольское в., РП
Mulde - Мульда (p.) - Mulde, Fluss in Deutschland - p. Мульда, ФРГ
Müllrose - Мюл(л)ьрозе - Müllrose, Brandenburg, Deutschland - Мюлльрозе, БР, ФРГ
Münchberg – Мюнхберг - Münchberg, Bayern, Deutschland - Мюнхберг, Б, ФРГ
Muskau – Мускау - Bad Muskau, Sachsen, Deutschland - Бад-Мускау, С, ФРГ
Naraithen – Нарайтен - Narajty, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Nareythen) - Нарейты, Варминско-Мазурское в„ РП
Narew - Нарев (p.) - Narew, Fluss in Weißrussland und Polen - p. Нарев, РБ и РП
Naschhausen – Нашхаузен - Naschhausen (Orlamünde), Thüringen, Deutschland - Нашхаузен (Орламюнде), T, ФРГ
Naumburg – Наумбург - Naumburg/ Saale, Thüringen, Deutschland - Наумбург/Заале, T, ФРГ
Naumburg – Наумбург - Nowogrodziec, Woiwodschaft Niederschlesien, Polen (dt. Naumburg am Queis) - Новогродзец, Нижнесилезское в., РП
Neckar - Некар (p.) - Neckar, Fluss in Deutschland - p. Некар, ФРГ
NeckarSulm – Неккарзульм - Neckarsulm, Baden-Württemberg, Deutschland - Неккарзульм, ФРГ
Neideck – Найдек - Neudeck, Brandenburg, Deutschland - Нойдек, БР, ФРГ
Neidenburg – Найденбург - Nidzica, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Neidenburg) - Нидзица, Варминско-Мазурское в., РП
Neiße - Нейсе (p.) - Lausitzer Neiße, Fluss in Tschechien Deutschland und Polen - Ныса-Лужицка (p.), Чехия, ФРГ, РП
Nesselbach – Нессельбах - Nesselbach (Langenburg), Baden-Württemberg, Deutschland - Нессельбах (Лангенбург), БВ, ФРГ
Neubrenslau – Нойбренслау - [vgl. Inowraclaw] - см. Иноврацлав
Neuenstein – Нойенштайн - Neuenstein (Hohenlohe), Baden-Württemberg, Deutschland - Нойенштайн (Гогенлоэ), БВ, ФРГ
Neumühle – Ноймюле - Wassermühle bei Dlugoszyn, Woiwodschaft Lebus, Polen (dt. Neumühle) - водяная мельница ок. Длугошын, Любушское в., РП
Neusses - Нойс(с)ес - Neuses am Sand, Bayern, Deutschland - Нойзес-ам-Занд, Б, ФРГ
Neustadt - Ной[ен]штадт - Neuenstadt am Kocher, Baden-Württemberg, Deutschland - Нойенштадт-ам-Кохер, БВ, ФРГ
Neustädtel – Нойштедтель - Nowe Miasteczko, Woiwodschaft Lebus, Polen (dt. Neustädtel) - Нове-Мястечко, Любушское - в., РП
Neuwürttemberg* - Новый Вюртемберг - Neuwürttemberg, Staat (1803 — 1806) - Новый Вюртемберг, государство (1803 — 1806)
Niederkrehlau – Нидеркрелау - Krzelöw, Woiwodschaft Niederschlesien, Polen (dt. Niederkrehlau) - Кжельув, Нижнесилезское в., РП
Niedernhall – Нидернхалль - Niedernhall, Baden-Württemberg, Deutschland - Нидернхалль, БВ, ФРГ
Niederstetten - Нидерштеттен - Niederstetten, Baden-Württemberg, Deutschland - Нидерштеттен, БВ, ФРГ
Niemen – Неман (weißruss.), Neman (russ.), Fluss Nemunas (lit.), Njoman in Weißrussland, Litauen und Russland (poln. Niemen) - p. Неман/Нёман/Немунас, РБ, Л, РФ
Nieszwiesz/ Nieszewiecz/ Нешвеш/Несвиж - Niasviz, Woblast Minsk, Weißrussland - Несвиж, Минская обл., РБ
Nischney-Nowogorod - Нижний Новгород - Nischni Nowgorod, Oblast Nischni Nowgorod, Russland - Нижний Новгород, РФ
Nogat – Ногат - Nogat, Mündungsarm der Wisla - Ногат, рукав в дельте р. Вислы
Noßen/Nossen – Носсен - Nossen, Sachsen, Deutschland - Носсен, С, ФРГ
Nowemiasto/ Nowe Miasto/ Новемясто/ Нове-Място - Nowe Miasto, Woiwodschaft Masowien, Polen - Нове Място, Мазовецкое в., РП
Nowina – Новина - Navajelnia, Woblast Hrodna, Weißrussland - Новоельня, Гродненская обл., РБ
Nowogrodek/ NowoGrodek/ Новогродек/ Новогрудок - Navahrudak, Woblast Hrodna, Weißrussland - Новогрудок, Гродненская обл., РБ
Nürnberg – Нюрнберг - Nürnberg, Bayern, Deutschland - Нюрнберг, Б, ФРГ
OberEisesheim - Оберайзесхайм - Obereisesheim, Baden-Württemberg, Deutschland - Оберайзесхайм, БВ, ФРГ
OberGneuß – Обергнейс - Obergneus, Thüringen, Deutschland - Обергнеус, T, ФРГ
OberLauringen - Оберлауринген - Oberlauringen, Bayern, Deutschland - Оберлауринген, Б, ФРГ
Oberlungwiz/ Oberlungwitz/ Оберлунгви(т)ц - Oberlungwitz, Sachsen, Deutschland - Оберлунгвиц, С, ФРГ
Obernheim – Обернхайм - Oberhain, Thüringen, Deutschland - Оберхайн, T, ФРГ
Ober-Volkach - Обер-Фольках - Obervolkach, Bayern, Deutschland - Оберфольках, Б, ФРГ
Obol – Оболь - Obal, Fluss in Weißrussland (russ. Obol) - p. Оболь, РБ
Obsa – Обса - Opsa, Woblast Wizebsk, Weißrussland - Опса, Витебская обл., РБ
Ochsenfurt – Оксенфурт - Ochsenfurt, Bayern, Deutschland - Оксенфурт, Б, ФРГ
Oder – Одер - Oder, Fluss in Tschechien, Polen und Deutschland - p. Одер/Одра, Чехия, РП, ФРГ
Oedenwaldstetten - Оденвальдштеттен - Ödenwaldstetten, Baden-Württemberg, Deutschland - Оденвальдштеттен, БВ, ФРГ
Oederan – Эдеран - Oederan, Sachsen, Deutschland - Эдеран, С, ФРГ
Oehringen – Эринген - Öhringen, Baden-Württemberg, Deutschland - Эринген, БВ, ФРГ
Ogony – Огони - Ogony, Woiwodschaft Masowien, Polen - Огоны, Мазовецкое в., РП
Oldenburg, Herzogtum* - Ольденбург - Oldenburg, Herzogtum (1774—1811) - Ольденбург, герцогство (1774—1811)
Olezko Marggrabowa/ Олецко – Olecko, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Oletzko) - Олецко, Варминско-Мазурское в.,РП
Olitta Олитта Alytus, Bezirk Alytus, Litauen (poln. Olita) Алитус, Л
Opatowiec – Опатовец - Opatowiec, Woiwodschaft Masowien, Polen - Опатувец, Мазовецкое в., РП
Opitz – Опиц Großopitz, Sachsen, Deutschland Гроссопиц, С, ФРГ
Orlamünde – Орламюнде - Orlamünde, Thüringen, Deutschland - Орламюнде, T, ФРГ
Orsza – Орша - Orscha, Woblast Wizebsk, Weißrussland - Орша, Витебская обл., РБ
Österreich* - Австрия - Österreich, Staat - Австрия
Osteuropa* - Восточная Европа
Ostmitteleuropa* - Центрально-Восточная Европа
Ostpreussen/ OstPreußen/ Ostpreußen - Восточная Пруссия - Ostpreußen, ehemalige preußische Provinz - Восточная Пруссия, быв. провинция Пруссии
Ostrawita – Остравита - Ostrowite, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Островите, Куявско-Поморское в., РП
Ostrolenka – Остроленка - Ostroleka, Woiwodschaft Masowien, Polen - Остроленки, Мазовецкое в., РП
Ostrow/ Ostrowo/ Остров/ Острово - Ostrow Wielkopolski, Woiwodschaft Großpolen, Polen (dt. Ostrowo) - Острув-Велькопольский, Beликопольское в., РП
Oszmiana - Ошмяна/Ошмяны - Asmiany, Woblast Hrodna, Weißrussland (poln. Oszmiana) - Ошмяны, Гродненская обл, РБ
Ozyki – Оцики - Karpinskoje, Oblast Kaliningrad, Russland (dt. Oszeningken) - Карпинское, Калининградская обл., РФ
Pakosz – Пакош - Pakosc, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen (dt. Pakosch) - Пакость, Куявско-Поморское в., РП
Panskiaklinka – Панскяклинка - Glinka Szlachecka, Woiwodschaft Großpolen, Polen (hist. Glinka Panska) - Глинка Шляхецка, Великопольское в., РП
Paradies (Kloster) – Парадиз (м-рь) - Paradyz (Klasztor), in der Nähe der Ortschaft Jordanowo, Woiwodschaft Lebus, Polen - Парадыж, цистерцианское аббатство ок. Йорданово, Любушское в., РП
Parezia -Парезя/Поречье - Demidow (bis 1918 Porechye), Oblast Smolensk, Russland - Демидов (до 1918 г. Поречье)
Paris* - Париж - Paris, Hauptstadt von Frankreich - Париж
Passenheim – Пассенхайм - Pasym, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Passenheim) - Пасым, Варминско-Мазурское в., РП
Pataunen/ Pattaunen/ Патаунен/ Паттаунен - Pajtuni, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Pathaunen) - Пайтуны, Варминско-Мазурское в., РП
Patrimanci – Патриманци - Butrimonys, Bezirk Alytus, Litauen (poln. Butrymarice) - Бутримонис, Алитусский у., Л
Pegau – Пегау - Pegau, Sachsen, Deutschland Пегау, С, ФРГ
Pegnitz/ Pegniz - Пегниц (p.) - Pegnitz, Fluss in Deutschland - p. Пегниц, ФРГ
Perkuszowo/ Perkuszkowo/ Перкушково/ Перхушково - Perchuschkowo, Oblast Moskau, Russland - Перхушково, Московская обл., РФ
Petcze – Петче - Pszczew (poln.), Woiwodschaft Lebus, Polen (dt. Betsche) - Пщев, Любушское в., РП
Pilgramsdorf - Пильграмсдорф - Pielgrzymowo, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Pilgramsdorf) - Пельгжимово, Варминско-Мазурское в., РП
Pillupönen – Пиллупёнен - Newskoje, Oblast Kaliningrad, Russland (dt. Pillupönen) - Невское, Калининградская обл., РФ
Pinne – Пинне - Pniewy, Woiwodschaft Großpolen, Polen (dt. Pinne) - Пневы, Великопольское в., РП
Pirna – Пирна - Pirna, Sachsen, Deutschland Пирна, С, ФРГ
Plauen – Плауэн - Plauen, Sachsen, Deutschland - Плауэн, С, ФРГ
Pleißenburg – Плейсенбург - Pleißenburg (Festung, 1897 abgebrochen), Sachsen, Deutschland - Плейсенбург (крепость ок. г. Лейпциг, С, ФРГ, снесена в 1897 г.)
Plieningen – Плининген - Plieningen, Baden-Württemberg, Deutschland - Плининген, БВ, ФРГ
Plock – Плоцк - Plock, Woiwodschaft Masowien, Polen (dt. Plock, Plotzk oder Plozk) - Плоцк, Мазовецкое в., РП
Plonsk – Плонск - Plonsk, Woiwodschaft Masowien, Polen - Плоньск, Мазовецкое в., РП
Pobolowa – Поболова - Pobolowo, Woblast Homel, Weißrussland - Поболово, Гомельская обл., РБ
Polemai – Полемаи - Pokelnia, Oblast Smolensk, Russland - Покельна (Покельня), Смоленская обл. РФ (ныне не сущ.)
Polen – Польша - Polska, Staat (dt. Polen) - Польша
Pollock/ Pollozk/ Pollotzk - Поллоцк/Полоцк - Polatsk, Woblast Wizebsk, Weißrussland - Полоцк
Popiollen – Попиоллен - Popioly, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Popiollen) - Попёлы, Варминско-Мазурское в., РП
Poppenhausen – Поппенхаузен - Poppenhausen, Bayern, Deutschland - Поппенхаузен, Б, ФРГ
Posen - Позен/Познань - Poznan, Woiwodschaft Großpolen, Polen (dt. Posen) - Познань, РП
Posino – Позино - Kuzino (ehern. Ort am Dnjepr-Ufer südlich von Gussino), Oblast Smolensk, Russland - Кузино (несущ.), деревня - южнее Гусино, Смоленская обл., РФ
Prenn – Пренн - Prienai, Bezirk Kaunas, Litauen (dt. Prenn oder Prenen) - Пренай, Каунасский у., Л
Pressburg* - Пресбург - Bratislava, Hauptstadt der Slowakei - Братислава, Словакия
Preußen – Пруссия - Preußen, ehemaliges Königreich - Пруссия, королевство
Priesnitz – Присниц - Prießnitz, Thüringen, Deutschland - Присниц, T, ФРГ
Przygoczkich - Пшигочких/ Пшигодице - Przygodzice, Woiwodschaft Großpolen, Polen - Пшигодзице, Великопольское в., РП
Pudewiz/ Pudewitz/ Пудевиц - Pobiedziska, Woiwodschaft Großpolen, Polen (dt. Pudewitz) - Победзиска, Великопольское в., РП
Puewko – Пуевко - Stare Plowki, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Пловки, Куявско-Поморское в., РП
Pultawa – Полтава - Poltawa, Oblast Poltawa, Ukraine – Полтава, Украина
Pultusk – Пултуск - Pultusk, Woiwodschaft Masowien, Polen - Пултуск, Мазовецкое в., РП
Rabawen – Рабавен - Robawy, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Robawen) - Робавы, Варминско-Мазурское в., РП
Radczejew – Радчеев - Radziejöw, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Радзеюв, Куявско-Поморское в., РП
Radeszkowice – Радешковице - Radaskovicy, Woblast Minsk, Weißrussland - Радошковичи, Минская обл., РБ
Raiscze – Раище - Roishche, Oblast Chernihiv, Ukraine - Роище, Черниговская обл, Украина
Rastenburg – Растенбург - Ketrzyn, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Rastenburg) - Кентшин, Варминско-Мазурское в., РП
Recice – Речице - Recyca, Woblast Hornel, Weißrussland - Речица, Гомельская обл., РБ
Recice/Reczice Речице/Речица - Ryzhyky, Oblast Chernihiv, Ukraine Рыжики, Черниговская обл., Украина
Redni(t)z - Редниц (р.) - Rednitz, Fluss in Deutschland - p. Редниц, ФРГ
Reichenbach – Райхенбах - Reichenbach (Oberlausitz), Sachsen, Deutschland - Райхенбах (Оберлаузиц), C, ФРГ
Reichenbach – Райхенбах - Reichenbach im Vogtland, Sachsen, Deutschland - Райхенбах-им-Фогтланд, C, ФРГ
Reichenbach – Райхенбах - Reichenbach (Großschirma), Sachsen, Deutschland - Райхенбах (Гросширма), C, ФРГ
Rems - Ремс (p.) - Rems, Fluss in Deutschland - p. Ремс, ФРГ
Remta – Ремта - Remda, Thüringen, Deutschland - Ремда, T, ФРГ
Riedlingen – Ридлинген - Riedlingen, Baden-Württemberg, Deutschland Ридлинген, БВ, ФРГ
Riepki/Riepky – Рипки - Ripky, Oblast Chernihiv, Ukraine - Рипки, Черниговская обл., Украина
Riga – Рига - Riga, Hauptstadt Lettlands - Рига, Латвия
Rigoczin – Ригочин - Rywociny, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Rywoczin) Рывоцины, Варминско-Мазурское в., РП
Rochliz/ Rochlitz/ Рохлиц Rochlitz, Sachsen, Deutschland - Рохлиц, С, ФРГ
Roda – Рода - Stadtroda (seit 1925), Thüringen, Deutschland - Штадтрода (c 1925 г.) - T, ФРГ
Rödgen – Рёдген - Rödgen (Delitzsch), Sachsen, Deutschland - Рёдген (Делич), С, ФРГ
Rohaczew - Рохачев/Рогачев - Rahatschou, Woblast Homel, Weißrussland - Рогачев, Гомельская обл., РБ
Roizsch – Ройцш - Roitzsch (Trossin), Sachsen, Deutschland - Ройтч (Троссин), С, ФРГ
Rom – Рим - Roma, Hauptstadt Italiens (dt. Рим, Rom) - Италия
Romanew – Романев - Lenina (bis 1917 Romanov), Woblast Minsk, Weißrussland - Ленино (до 1917 г. Романов), Минская обл., РБ
Römhild – Рёмхильд - Römhild, Thüringen, Deutschland - Рёмхильд, T, ФРГ
Rössel – Рёссель - Reszel, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Rößel) - Решель, Варминско-Мазурское в., РП
Rot(h)enburg an der Tauber - Ротенбург-на-Таубере - Rothenburg ob der Tauber, Bayern, Deutschland - Ротенбург-об-дер-Таубер, Б, ФРГ
Röthelsee – Рётельзее - Rödelsee, Bayern, Deutschland - Рёдельзее, Б, ФРГ
Rottendorf – Роттендорф - Rottendorf, Bayern, Deutschland - Роттендорф, Б, ФРГ
Röttingen – Рёттинген - Röttingen (Landkreis Würzburg), Bayern, Deutschland - Рёттинген (округ Вюрцбург), Б, ФРГ
Rozan – Розан - Rozan, Woiwodschaft Masowien, Polen - Ружан, Мазовецкое в., РП
Rudnia – Рудня - Rudnya, Oblast Smolensk, Russland - Рудня, Смоленская обл., РФ
Rudolstadt – Рудольштадт - Rudolstadt, Thüringen, Deutschland - Рудольштадт, T, ФРГ
Rumzisky - Румзиски/ Румзишки - Rumsiskes, Bezirk Kaunas, Litauen - Румшишкес, Каунасский у., Л
Russland – Россия - Rossija, Staat (dt. Russland) - Россия
Saale - Заале (p.) - Saale, Fluss in Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt, Deutschland - p. Заале, ФРГ
Sabelin – Забелин - Izabielin, Woblast Hrodna, Weißrussland - Изабелин, Гродненская обл., РБ
Saberow – Заберов - Zaborowo, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Saberau) - Заборово, Варминско-Мазурское в., РП
Sachsen – Саксония - Sachsen, Staat/Land - Саксония
Sächsische Schweitz – Саксонская Швейцария - Sächsische Schweiz, deutscher Teil des Elbsandsteingebirges, Sachsen, Deutschland - Саксонская Швейцария, немецкая часть Эльбских Песчаниковых гор, С, ФРГ
Sagan – Саган - Zagan, Woiwodschaft Lebus, Polen (dt. Sagan) - Жагань, Любушское в., РП
Sankt-Petersburg - Санкт-Петербург – Sankt-Peterburg, Russland - Санкт-Петербург
Sarokino - Сарокино/Сорокино - Sorokino (Bezirk Krasnyj), Oblast Smolensk, Russland - Сорокино, Смоленская обл, РФ
Scheffelsdorf - Шеффельсдорф - Tylkowo, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Scheufelsdorf) - Тыльково, Варминско-Мазурское в., РП
Schiman – Шиман - Szymany, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Schiemanen) - Шыманы, Варминско-Мазурское в., РП
Schiepzig – Шлепциг - Schiepzig, Brandenburg, Deutschland - Шлепциг, BP, ФРГ
Schlesien – Силезия - Schlesien/Slask, Region in Polen - Силезия, регион в Центральной Европе (РП, ФРГ, Чехия)
Schleusingen/ Schleussingen/ Schleußingen/ Шлойзинген - Schleusingen, Thüringen, Deutschland - Шлойзинген, Т, ФРГ
Schmorke/ Schmorka, - Шморке/ Шморка - Schmorkau, Sachsen, Deutschland - Шморкау, С, ФРГ
Schönau – Шёнау - Schönau (Stadtteil von Leipzig), Sachsen, Deutschland - Шёнау (в черте г. Лейпциг), С, ФРГ
Schönbrunn* - Шёнбрунн - Schönbrunn, Schloss in Wien, Österreich - Шёнбрунн, замок в г. Вена, Австрия
Schorndorf – Шорндорф - Schorndorf, Baden-Württemberg, Deutschland - Шорндорф, БВ, ФРГ
Schützendorf – Шютцендорф - Dybowo, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Schützendorf) - Дыбово, Варминско-Мазурское в., РП
Schwäbisch-Gmünd - Швебиш-Гмюнд - Schwäbisch Gmünd, Baden Württemberg, Deutschland - Швебиш-Гмюнд, БВ, ФРГ
Schwäbisch-Hall - Швебиш-Халль - Schwäbisch Hall, Baden- Württemberg, Deutschland - Швебиш-Халль, БВ, ФРГ
Schwäbische-Alb* - Швабский-Альб - Schwäbische Alb, Mittelgebirge in Deutschland - Швабский Альб, горный массив, БВ, ФРГ
Schwarzach – Шварцах - Schwarzach am Main, Bayern, Deutschland - Шварцах, Б, ФРГ
Schwarzach - Шварцах (p.) - Schwarza, Fluss in Thüringen, Deutschland - p. Шварца, T, ФРГ
Schwarzburg – Шварцбург - Schloss Schwarzburg, Thüringen, Deutschland - Шварцбург, замок, T, ФРГ
Schwarze Elster - Черный Эльстер (p.) - Schwarze Elster, Fluss in Deutschland - p. Шварце Эльстер, ФРГ
Schweden* - Швеция - Sverige, Staat - Швеция
Schwepniz – Швепниц - Schwepnitz, Sachsen, Deutschland - Швепниц, С, ФРГ
Seidan – Зайдан - Saida, Sachsen, Deutschland - Зайда, С, ФРГ
Selso Karaszin/ Selsokaraszin - Сельсо Карашин - Karzhen, Oblast Moskau, Russland (früher Selco Karzen) (сельцо) Каржень, Московская обл., РФ
Selwe – Зельве - Zelva, Woblast Hrodna, Weißrussland - Зельва, Гродненская обл., РБ
Sembin – Зембин - Zembin, Woblast Minsk, Weißrussland - Зембин, Минская обл., РБ
Semlewo – Семлево - Semlewo, Oblast Smolensk, Russland - Семлево, Смоленская обл., РФ
Sierps – Серпс - Sierpc, Woiwodschaft Masowien, Polen - Серпц, Мазовецкое в., РП
Skandinavien* - Скандинавия
Skompe – Скомпе - Skepe, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Скенпе Вёска, Куявско-Поморское в., РП
Skorodno – Скородно - Skarodnae, Woblast Minsk, Weißrussland Скородное, Минское обл., РБ
Skydel – Скидель Skidziel, Woblast Hrodna, Weißrussland - Скидель, Гродненская обл., РБ
Slawkowo – Славково - Slawkowo, Woiwodschaft Masowien, Polen - Славково, Мазовецкое в., РП
Slobin – Злобин - Zlobin, Woblast Homel, Weißrussland - Жлобин, Гомельская обл., РБ
Slonim – Слоним - Slonim, Woblast Hrodna, Weißrussland - Слоним, Гродненская обл., РБ
Sluck/ Sluzk - Слуцк - Sluzk, Woblast Minsk, Weißrussland (poln. Sluck) - Слуцк, Минская обл., РБ
Smilewice - Смилевице - Smilavichy, Woblast Minsk, Weißrussland - Смиловичи, Минская обл., РБ
Smolensk - Смоленск - Smolensk, Oblast Smolensk, Russland - Смоленск, РФ
Smorgonie/ Smorgonje/ Сморгоне/ Сморгонь - Smarhon, Woblast Hrodna, Weißrussland (poln. Smorgonie) - Сморгонь, Гродненская обл., РБ
Smygel – Смигель - Smigiel, Woiwodschaft Großpolen, Polen (dt. Schmiegel) - Смигель, Великопольское в., РП
Snow – Снов - Snoü, Woblast Minsk, Weißrussland - Снов, Минская обл., РБ
Sobilisky - Собилиски/ Собилишки - Semeliskes, Bezirk Kaunas, Litauen - Семелишкес, Каунасский у., Л
Sokolka – Соколка - Sokolka, Woiwodschaft Podlachien, Polen - Сокулка, Подляское в., РП
Sommerau – Зоммерау - Zabrowo, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Sommerau) - Зомброво, Варминско-Мазурское в., РП
Sonnenstein – Зонненштайн - Schloss Sonnenstein (bei Pirna), Sachsen, Deutschland - Зонненштайн, замок у г. Пирна, С, ФРГ
Sor - Зор (р.) - Sosch, Fluss in Weißrussland, Russland und der Ukraine - p. Сож (РБ, РФ, Украина)
Sperling – Шперлинг - Wröbel, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Sperling) - Врубель, Варминско-Мазурское в., РП
Spielbach – Шпильбах - Spielbach, Baden-Württemberg, Deutschland - Шпильбах, БВ, ФРГ
Spremberg – Шпремберг - Spremberg, Brandenburg, Deutschland - Шпремберг, БР, ФРГ
Srzensk – Сшенск - Szrensk, Woiwodschaft Masowien, Polen - Шреньск, Мазовецкое в., РП
Stammheim – Штаммхайм - Stammheim, Baden-Württemberg, Deutschland - Штаммхайм, БВ, ФРГ
Stechau – Штехау - Stechau, Brandenburg, Deutschland - Штехау, БР, ФРГ
Stegen – Штеген - Stegny, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Steegen) - Стегны, Варминско-Мазурское в., РП
Steinau – Штайнау - Scinawa, Woiwodschaft Niederschlesien, Polen (dt. Steinau an der Oder) - Сцинава, Нижнесилезское в., РП
Steindörfel - Штайндёрфель - Steindörfel, Sachsen, Deutschland - Штайндёрфель, С, ФРГ
Stolawicz – Столавич - Stalavichy, Woblast Brest, Weißrussland - Столовичи, Брестская обл., РБ
Stolpen – Штольпен - Stolpen, Sachsen, Deutschland - Штольпен, С, ФРГ
Storkow – Шторков - Starköw, Woiwodschaft Lebus, Polen (dt. Storkow) - Старкув, Нижнесилезское в., РП
Stregoczyn – Стрегочин - Strzegocin, Woiwodschaft Masowien, Polen - Стжегоцин, Мазовецкое в., РП
Streszyn – Стрешин - Streszyn, Woblast Homel, Weißrussland - Стрешин, Гомельская обл., РБ
Strzelno – Стжельно - Strzelno, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Стшельно, Куявско-Поморское в., РП
Strzloe – Стжлое - Strielciai, Bezirk Kaunas, Litauen Стрельчяй, Каунасский у., Л
Stuhm – Штум - Sztum, Woiwodschaft Pommern, Polen (dt. Stuhm) - Штум, Поморское в., РП
Stuttgart – Штутгарт - Stuttgart, Landeshauptstadt von Baden-Württemberg, Deutschland - Штутгарт, БВ, ФРГ
Südeuropa* Южная Европа
Suhlau – Зулау - Sulöw, Woiwodschaft Niederschlesien, Polen (dt. Sulau) - Сулув, Нижнесилезское в., РП
Sulomirsz/ Sulmirsic - Суломирш/ Сульмирсиц - Sulmierzyce, Woiwodschaft Großpolen, Polen - Сульмежице, Великопольское в., РП
Sulzbach – Зульцбах - Sulzbach an der Murr, Baden-Württemberg, Deutschland - Зульцбах-ан-дер-Мурр, БВ, ФРГ
Surau – Зурау - Zary, Woiwodschaft Lebus, Polen (dt. Surau) - Жары, Любушское в., РП
Swierzno – Свежно - Novy Svierzan, Woblast Minsk, Weißrussland - Новый Свержень, Минская обл., РБ
Swinsiani/ Swinsiany - Свинсяни/ Свинцяны - Svencionys, Bezirk Vilnius, Litauen (dt. Swenziany) - Швянчёнис, Вильнюсский у, Л
Swislocz – Свислочь - Swislatsch, Woblast Mahiljou, Weißrussland (russ. Swislotsch) - Свислочь, Могилевская обл., РБ
Swislocz - Свислочь (p.) - Swislatsch, Fluss in Weißrussland (russ. Swislotsch) - p. Свислочь, РБ
Szapatowicz – Шапатович - Sepotovici (Sapotovicy), Woblast Homel, Weißrussland - Шепотовичи, Гомельская обл., РБ
Szarnotul – Шарнотуль - Czarnotul, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Чарнотуль, Куявско-Поморское в., РП
Szczerski – Шчерски - Cacersk, Woblast Homel, Weißrussland - Печерск, Гомельская обл., РБ
Szemno – Шемно - Simnas, Bezirk Alytus, Litauen (poln. Szemno) - Симнас, Алитусский у., Л
Szillin – Шиллин - Silna (poln.), Woiwodschaft Lebus, Polen (dt. Schilln) - Сильна, Любушское в., РП
Sziwawodi – Шиваводи - Zivavode, Bezirk Marijampole, Litauen - Живаводе, Мариямпольский у., Л
Szuczyn – Шучин - Scucyn, Woblast Hrodna, Weißrussland - Шучин, Гродненская обл., РБ
Tambow – Тамбов - Tambow, Oblast Tambow, Russland - Тамбов, РФ
Tanneberg – Таннеберг - Tanneberg (Mittweida), Sachsen, Deutschland - Таннеберг (Митвайда), С, ФРГ
Tarutino* - Тарутино - Tarutino, Oblast Kaluga, Russland - Тарутино, Калужская обл., РФ
Taschiten – Ташитен - Taschieten (dt.), (ehern. Ort), Oblast Kaliningrad, Russland - Ташитен (1938—1946 Штайнхальден) — ныне несущ, насел. пункт, Калининградская обл., РФ
Taucha – Тауха - Taucha, Sachsen, Deutschland - Тауха, С, ФРГ
Tehsau – Тезау - Thesau, Sachsen, Deutschland - Тезау, С, ФРГ
Tharand – Таранд - Tharandt, Sachsen, Deutschland - Таранд, С, ФРГ
Thorn - Торн/Торунь - Torün, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen (dt. Thorn) - Торунь, РП
Thüringen – Тюрингия - Thüringen, Bundesland, Deutschland - Тюрингия, ФРГ
Thüringerwald – Тюрингский лес - Thüringer Wald, Mittelgebirge in Thüringen, Deutschland - Тюрингский лес, горный массив, ФРГ
Tilsit* - Тильзит - Sowetzk, Oblast Kalinigrad, Russland Советск, Калининградская обл., РФ
Toloczyn – Толочин - Talacyn, Woblast Wizebsk, Weißrussland Толочин, Витебская обл., РБ
Torgau – Торгау - Torgau, Sachsen, Deutschland - Торгау, С, ФРГ
Trachenberg – Трахенберг - Zmigröd, Woiwodschaft Niederschlesien, Polen (dt. Trachenberg) - Жмигруд, Нижнесилезское в., РП
Trczmezno – Трчмезно - Trzemeszno, Woiwodschaft Großpolen, Polen - Тшемешно, Великопольское в., РП
Troki/ Troky – Троки - Trakai, Bezirk Vilnius, Litauen (poln. Troki, dt. Traken) - Тракай, Вильнюсский у., Л
Tszermeissel vgl. Czermeiss - см. Чермайсель
Tübingen – Тюбинген - Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland - Тюбинген, БВ, ФРГ
Turec – Турец - Turec/ Turetz, Woblast Hrodna, Weißrussland - Турец, Гродненская обл., РБ
Turek – Турек - Turek, Woiwodschaft Großpolen, Polen - Турек, Великопольское в., РП
Tuttlingen – Тутлинген - Tuttlingen, Baden-Württemberg, Deutschland - Тутлинген, БВ, ФРГ
Tykoczyn – Тыкочин - Tykocin, Woiwodschaft Podlachien, Polen - Тыкоцин, Подляское в., РП
Unterboliz – Унтерболиц - Unterbodnitz, Thüringen, Deutschland - Унтербодниц, T, ФРГ
Untereisesheim - Унтерайзесхайм - Untereisesheim, Baden-Württemberg, Deutschland - Унтерайзесхайм, БВ, ФРГ
UnterGneuß – Унтергнейс - Untergneus, Thüringen, Deutschland - Унтергнеус, T, ФРГ
Unterschwedniz – Унтершведниц - Unterschwöditz, Sachsen-Anhalt, Deutschland - Унтершвёдиц, CA, ФРГ
Unter-Söllbach - Унтер-Зёльбах - Untersöllbach (Eckartsweder), Baden-Württemberg, Deutschland – Унтерзельбах (Экартсвайлер), БВ, ФРГ
Urach – Урах - Bad Urach, Baden-Württemberg, Deutschland - Бад-Урах, БВ, ФРГ
Urecz – Уреч - Urecca, Woblast Minsk, Weißrussland - Уречье, Минская обл., РБ
Usjanikowa - Усяникова - Janavicy, Woblast Witepsk, Weißrussland - Яновичи, Витебская обл., РБ
Villingen - Виллинген - Villingen-Schwenningen, Baden-Württemberg, Deutschland - Виллинген-Швеннинген, БВ, ФРГ
Virginia* - Вирджиния - Virginia, Bundesstaat, USA - Вирджиния, штат США
Voigtland - Фогтланд - Vogtland, Region im Grenzgebiet von der deutschen Bundesländer Bayern, Thüringen, Sachsen sowie der Tschechischen Republik - Фогтланд, пограничный регион между Баварией, Тю
рингией, Саксонией (ФРГ) и Чехией
Volkach – Фольках - Volkach, Bayern, Deutschland - Фольках, Б, ФРГ
Vorarlberg* - Форарльберг - Vorarlberg, Bundesland, Österreich - Форарльберг, федеральная провинция Австрии
Waiblingen – Вайблинген - Waiblingen, Baden-Württemberg, Deutschland - Вайблинген, БВ, ФРГ
Waigolshausen - Вайгольсхаузен - Waigolshausen, Bayern, Deutschland - Вайгольсхаузен, Б, ФРГ
Walachei* - Валахия - Walachei, Fürstentum, Provinz des osmanischen Reiches - княжество Валахия, провинция Османской империи
Waldau-Kadel/ Waldaukadel - Вальдау(-)кадель - Stepnoje (ehem Ort), Oblast Kaliningrad, Russland (dt. Waldaukadel) - Степное, ныне не сущ, насел. пункт, Калининградская обл., РФ
Waplitz – Ваплиц - Waplewo, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Waplitz) - Ваплево, Варминско-Мазурское в., РП
Warschau, Herzogt(h)um - Герцогство Варшавское - Warschau, Herzogtum (1807—1815) - Великое герцогство Варшавское (1807—1815)
Wartenburg – Вартенбург - Barczewo, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Wartenburg) - Барчево, Варминско-Мазурское в„ РП
Warthe - Варта (р.) - Warta, Fluss in Polen (dt. Warthe) - p. Варта, РП
Waszilkowo – Вашильково - Wasilköw, Woiwodschaft Podlachien, Polen - Василькув, Подляское в., РП
Weichsel – Висла - Wisla, Fluss in Polen (dt. Weichsel) - p. Висла, РП
Weikersheim – Вайкерсхайм - Weikersheim, Baden-Württemberg, Deutschland - Вайкерсхайм, БВ, ФРГ
Weinsperg/ Weinsberg – Вайнсперг - Weinsberg, Baden-Württemberg, Deutschland - Вайнсберг, БВ, ФРГ
Weiße Elster - Белый Эльстер (p.) - Weiße Elster, Fluss in Tschechien und Deutschland - p. Белый Эльстер, ФРГ, Чехия
Weissenberg – Вайссенберг - Weißenberg, Sachsen, Deutschland - Вайсенберг, С, ФРГ
Weiß-Rußland – Белоруссия - Belarus, Staat (dt. Weißrussland) - Белоруссия (Республика Беларусь)
Wenskye – Венске - Wiecki, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Wensken) - Виенцкий, Варминско-Мазурское в., РП
Wenslowischken – Венсловишкен - Wosnessenskoje, Oblast Kaliningrad, Russland (dt. Wenzlowischken) - Вознесенское, Калининградская обл., РФ
Westeuropa* - Западная Европа
Westheim – Вестхайм - Westheim, Ortsteil von Biebelried, Bayern, Deutschland - Вестхайм (в черте г. Бибельрид), Б, ФРГ
Westpreussen/ West-Preußen - Западная Пруссия - Westpreußen, ehemalige preußische Provinz - Западная Пруссия, быв. провинция Пруссии
Wiazma/ Wiasma - Вязьма - Wiazma, Oblast Smolensk, Russland - Вязьма, Смоленская обл., РФ
Widzi/Widzy – Видзи - Widzy, Woblast Wizebsk, Weißrussland - Видзы, Витебская обл., РБ
Wielkisendzinko - Велькисендзинко - Sedzinko, Woiwodschaft Großpolen, Polen - Сензинко, Великопольское в., РП
Wien* - Вена - Wien, Hauptstadt Österreichs - Вена, Австрия
Wilatawo – Вилатаво - Wylatowo, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Вылятово, Куявско-Поморское в., РП
Wildbad – Вильдбад - Bad Wildbad, Baden-Württemberg, Deutschland - Бад-Вильдбад, БВ, ФРГ
Wilia - Вилия (p.) - Wilija (weißruss.)/ Neris (lit.), Fluss in Weißrussland und Litauen (poln. Wilia) p. Вилия/Нерис, РБ, Л
Wilkowiski – Вилковиски - Vilkaviskis, Bezirk Marijampole, Litauen (dt. Wilkowischken, poln. Wyfkowyszki) - Вилкавишкис, Мариямпольский у., Л
Wilna – Вильна - Vilnius, Hauptstadt Litauens (dt. Wilna) - Вильнюс, Л
Windorf – Виндорф - Windorf (Stadtteil von Leipzig), Sachsen, Deutschland - Виндорф (в черте г. Лейпциг), С, ФРГ
Winkowo* - Винково - Winkowo, Oblast Kaluga, Russland - Винково, Калужская обл., РФ
Winnenden – Винненден - Winnenden, Baden-Württemberg, Deutschland - Винненден, БВ, ФРГ
Winnenthal – Винненталь - Winnental/Winnenthal, aufgegangen in Winnenden, Baden Württemberg, Deutschland - Винненталь, в черте г. Винненден, БВ, ФРГ
Winowraclaw Виноврацлав [vgl. Inowraclaw] — см. Иноврацлав
Winzig – Винциг - Winsko, Woiwodschaft Niederschlesien, Polen (dt. Winzig) - Виньско, Нижнесилезское в„ РП
Wirballen - Вирбаллен - Virbalis, Bezirk Marijampole, Litauen (dt. Wirballen) - Вирбалис, Мариямпольский у., Л
Witepsk - Витепск - Wizebsk, Woblast Wizebsk, Weißrussland - Витебск, РП
Wittgerellen - Виттгереллен - Vidgireliai, Bezirk Marijampole, Litauen - Видгиреляй, Мариямпольский у., Л
Wittichenau - Виттихенау - Wittichenau, Sachsen, Deutschland - Витихенау, С, ФРГ
Wohnfurt - Вонфурт - Wonfurt, Bayern, Deutschland - Вонфурт, Б, ФРГ
Wolkowisk - Волковиск - Vaükavysk, Woblast Hrodna, Weißrussland - Волковыск, Гродненская обл., РБ
Wormditt - Вормдитт - Orneta, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Polen (dt. Wormditt) - Орнета, Варминско-Мазурское в., РП
Wraclawek – Врацлавек - Wloclawek, Woiwodschaft Kujawien-Pommern, Polen - Влоцлавек, Куявско-Поморское в., РП
Würballen, vgl. Вюрбаллен — Wirballen см. Вирбаллен
Würschen – Вюршен - Würschen, Sachsen, Deutschland - Вуршен, С, ФРГ
Württemberg – Вюртемберг - Württemberg, Staat/Land - Вюртемберг
Würzburg – Вюрцбург - Würzburg, Bayern, Deutschland - Вюрцбург, Б, ФРГ
Würzburg, Großherzogtum - Вюрцбург, герцогство - Würzburg, Großherzogtum (1806—1814) - Вюрцбург, великое герцогство (1806—1814)
Wysztitten - Виштит(т)ен - Vistytis, Bezirk Marijampole, Litauen (dt. Wystiten oder Wyschtyten) - Виштитес, Мариямпольский у, Л
Zabin - Забин/Зембин - Zabicy, Woblast Minsk, Weißrussland - Жабичи, Минская обл., РБ
Zaisenhausen – Цайзенхаузен - Zaisenhausen (Mulfingen), Baden-Württemberg, Deutschland - Цайзенхаузен (Мульфинген), БВ, ФРГ
Zangberg – Цангберг - Zangenberg, Sachsen-Anhalt, Deutschland - Цангенберг, CA, ФРГ
Zeil – Цайль - Zeil am Main, Bayern, Deutschland - Цайль ам Майн, Б, ФРГ
Zeilizheim – Цайлицхайм - Zeilitzheim, Bayern, Deutschland - Цайлицхайм, Б, ФРГ
Zei(t)z – Цайц - Zeitz, Sachsen-Anhalt, Deutschland - Цайц, CA, ФРГ
Zilenzig – Циленциг - Sulecin, Woiwodschaft Lebus, Polen (dt. Zielenzig) Суленцин, Любушское в., РП
Zismory – Цисмори - Ziezmariai, Bezirk Kaunas, Litauen - Жежмаряй, Каунасский у., Л
Zoludek – Жолудек - Zaludok, Woblast Hrodna, Weißrussland - Жалудок, Гродненская обл., РБ
Zschedtga – Цшедтга - Zschettgau, Sachsen, Deutschland - Цшетгау, С, ФРГ
Zusanski – Цузански - Studzianki, Woiwodschaft Podlachien, Polen - Студзянки, Подляское в., РП
Zweybrücken – Цвайбрюкен - Zweibrücken, Rheinland-Pfalz, Deutschland - Цвайбрюкен, Рейнланд-Пфальц, ФРГ
Zwezen – Цвецен - Zwätzen (Stadtteil von Jena), Thüringen, Deutschland - Цвецен (в черте г. Йена), Т, ФРГ
Zwickau/ Zwikau - Цвик(к)ау - Zwickau, Sachsen, Deutschland - Цвикау, С, ФРГ
Zwiefalten – Цвифальтен - Zwiefalten, Baden-Württemberg, Deutschland - Цвифальтен, БВ, ФРГ
221, 269, 271
НА ВОЙНЕ ПОД НАПОЛЕОНОВСКИМ ОРЛОМ. ДНЕВНИК (1812—1814) И МЕМУАРЫ (1828—1829) ВЮРТЕМБЕРГСКОГО ОБЕР-ЛЕЙТЕНАНТА ГЕНРИХА ФОН ФОССЛЕРА
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8 812 324-08-09 (доб.467)
в ВОРОНЕЖЕ:
• «Петровский» — ул. 20-летия ВЛКСМ, д. 54а,
ТЦ «Петровский пассаж», 8 473 233-19-28
в ЕКАТЕРИНБУРГЕ:
• «Дом книги» — ул. Антона Валека, д. 12, 8 343 253-50-10
• «Йозеф Кнехт» — ул. 8 Марта, д. 7, вход с набережной, 8 343 286-14-23
в ИРКУТСКЕ:
• «Лавка чудесных подарков» — ул. Свердлова, д. 36, ТЦ Сезон, эт. 5, офис 532, 8 3952 95-44-45
в КАЗАНИ:
• Центр современной культуры «Смена» — ул. Бурхана Шахиди, д. 7,
8 843 249-50-23
в КРАСНОЯРСКЕ:
• «Дом кино» — просп. Мира, д. 88, 8 391 227-26-37
• «Фёдормихалыч и Корнейиваныч» — ул. Ленина, д. 24, 8 391 240-77-51
в НИЖНЕМ НОВГОРОДЕ:
• «Дирижабль» — ул. Б. Покровская, д. 46, 8 831 434-03-05
• «Полка» — http://vk.com/polka.knig, 8 960 189-33-60
в НОВОСИБИРСКЕ:
• «Капиталъ» — ул. Горького, д. 78 (вход с ул. Октябрьская магистраль) 8 383 223-69-73
в ПЕРМИ:
• «Пиотровский» — ул. Ленина, д. 54, эт. 2, 8 342 243-03-51
в РОСТОВЕ-НА-ДОНУ:
• «Деловая литература» — ул. Серафимовича, д. 53Б,
8 863 240-48-89, 282-63-63
в ТОМСКЕ:
• «Академкнига» — наб. реки Ушайки, д. 18А, 8 3822 51-60-36
в ТЮМЕНИ:
• «Перспектива» — ул. Челюскинцев, д. 36; ул. 50 лет Октября, д. 8Б, БЦ «Петр Столыпин» 8 3452 61-04-70, 8 3452 61-74-70
в ЯРОСЛАВЛЕ:
• «Книжная лавка» — ул. Свердлова, д. 9, 8 4852 72-57-96
В интернет-магазинах:
• Интернет-магазин издательства «Новое литературное обозрение» www.nlobooks.mags.ru
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• www.esterum.com Германия, Франкфурт-на-Майне
• www.ruslania.com Финляндия, Хельсинки
33 Опубликованные впервые в 1938 г. на немецком и английском, к настоящему времени они изданы на семи языках: Walter [до 1858]; [Walter] 1938а; [Walter] 1938b;
над “А. I.” (Александр Первый) еще и латунный крест» (Merkwürdige Schicksale des ehemaligen Feldwebels Joseph Schrafel. Nürnberg, 1834. 92—99, 124—129).
brigade étrangère (16-я бригада легкой кавалерии) 2-й легкой кавалерийской дивизии Великой армии. Командиром 16-й легкой кавалерийской бригады сначала был генерал Филипп-Антуан д’Орнано, а затем генерал Жак-Жерве Сюберви. Командующие дивизией — генерал Ватье, затем Орас-Франсуа-Бастьен граф Себастиани де ла Порта.
8 Kantonierung: vorübergehende Einquartierung von Truppen in bewohnten Orten.
51 Joachim Murat (1767—1815).
69 Horace-Francois-Bastien, comte Sebastiani de la Porta (1772—1851), General, Diplomat, Staatsmann, Marschall von Frankreich. Sebastiani übernahm am 29. Juni 1812
189 Zum Auszug veranlasst.
191 Jacob Noa Keller (1789 — nach 1838). Militärische Laufbahn: HStA Stuttgart, E 297, Bü 188, fol. 301b.
193 Unterkunft.