Begrüßt das letztemal.
Noch stehn die Bäume dürr und bar
Um deinen Weg herum
Und strecken, eine Bettlerschar,
Nach dir die Arme stumm.
Frühblumen wähnten dich schon hier,
Frost bringt sie um ihr Glück,
Sie sehnten sich heraus nach dir
Und können nicht zurück.
Die Schwalbe fliegt bestürzt umher
Und ruft nach dir voll Gram,
Bereut schon, dass sie übers Meer
Zu früh herüberkam.
An ihren bunten Liedern klettert
An ihren bunten Liedern klettert (по своим разноцветным/пестрым песням /как по лестнице/ взбирается; klettern – лазать, карабкаться; das Lied – песня)
Die Lerche selig in die Luft (жаворонок блаженно в воздух);
Ein Jubelchor von Sängern schmettert (ликующий хор певцов гремит; jubeln – ликовать; der Chor; schmettern – с силой бросать, швырять; громко петь, заливаться)
Im Walde (в лесу; der Wald), voller Blüt und Duft (наполненном цветением и ароматом; die Blüte;; blühen – цвести; der Duft).
Da sind, so weit die Blicke gleiten (там, насколько далеко скользят взоры = куда только простирается взор; der Blick),
Altäre festlich aufgebaut (празднично устроены/возведены алтари; der Altár; aufbauen; das Fest – праздник),
Und all die tausend Herzen läuten (и все тысячи сердец звонят /призывая, подобно колоколам/; das Herz; läuten – звонить; сравните: die Glocken läuten – звонят колокола)
Zur Liebesfeier (к празднеству любви; die Liebe – любовь; die Feier – празднество; feiern – праздновать) dringend laut (настоятельно громко; dringen – проникать; настаивать, упрашивать).
Der Lenz hat Rosen angezündet (весна зажгла/подожгла розы)
An Leuchtern von Smaragd im Dom (на смарагдовых светильниках в соборе; der Leuchter – подсвечник, канделябры; der Dom);
Und jede Seele schwillt (и каждая душа вздымается; schwellen – взбухать; вздыматься /о воде/) und mündet (и впадает/вливается)
Hinüber (туда: «туда-через») in den Opferstrom (в жертвенный поток = в струящийся дым жертвенника; das Opfer – жертва; der Strom – поток).
An ihren bunten Liedern klettert
Die Lerche selig in die Luft;
Ein Jubelchor von Sängern schmettert
Im Walde, voller Blüt und Duft.
Da sind, so weit die Blicke gleiten,
Altäre festlich aufgebaut,
Und all die tausend Herzen läuten
Zur Liebesfeier dringend laut.
Der Lenz hat Rosen angezündet
An Leuchtern von Smaragd im Dom;
Und jede Seele schwillt und mündet
Hinüber in den Opferstrom.
Frühlings Tod
Warum, o Lüfte, flüstert ihr so bang (почему, о струи воздуха, шепчете вы столь тревожно; die Luft – воздух)?
Durch alle Haine weht die Trauerkunde (через/сквозь все рощи = по всем рощам веет/разносится скорбная весть; der Hain; die Trauer – скорбь; die Kunde – весть),
Und störrisch klagt der trüben Welle Gang (и строптиво жалуется/причитает ход/движение мутной/темной волны; störrisch – упрямый, строптивый; непокорный, неуступчивый; der Gang):
Das ist des holden Frühlings Todesstunde (это милой весны смертный час; der Tod)!
Der Himmel, finster und gewitterschwül (небо, мрачное и душно-пасмурное /перед грозой/; das Gewitter – гроза; schwül – душный, знойный; тяжелый, мрачный, давящий),
Umhüllt sich tief (укутывается/обволакивается глубоко), dass er sein Leid verhehle (чтобы скрыть свое страдание),
Und an des Lenzes grünem Sterbepfühl (и у зеленого смертного ложа весны; der Lenz – /поэт./ весна; sterben – умирать; der Pfühl – пуховик, перина /поэт./)
Weint noch sein Kind, sein liebstes, Philomele (плачет еще ее: «его» дитя, ее любимое, Филомела /соловей/).
Wenn so der Lenz frohlocket (когда так ликует весна; froh – радостный), schmerzlich ahnt (болезненно предчувствуя/предвидит)
Das Herz sein Paradies (сердце свой рай), das uns verloren (который для нас утрачен: «нам потерян»; verlieren),
Und weil er uns zu laut daran gemahnt (и поскольку она /весна: der Lenz/ слишком громко напомнила нам об этом; mahnen – напоминать, предостерегать),
Musst ihn der heiße Sonnenpfeil durchbohren (ее должна пронзить/пронизать горячая солнечная стрела; der Pfeil; bohren – сверлить, бурить).
Der Himmel blitzt (небо сверкает), und Donnerwolken fliehn (и бегут грозовые тучи; der Donner – гром; die Wolke – облако),
Die lauten Stürme durch die Haine tosen (громкие порывы ветра бушуют по рощам; der Sturm – буря):
Doch lächelnd stirbt der holde Lenz dahin (но, улыбаясь, умирает милая весна; dahinsterben – медленно умирать; dahin – туда, прочь),
Sein Herzblut still verströmend, seine Rosen (тихо истекая кровью своего сердца, своими розами; das Herz – сердце; das Blut – кровь; der Strom – поток).
Warum, o Lüfte, flüstert ihr so bang?
Durch alle Haine weht die Trauerkunde,
Und störrisch klagt der trüben Welle Gang:
Das ist des holden Frühlings Todesstunde!
Der Himmel, finster und gewitterschwül,
Umhüllt sich tief, dass er sein Leid verhehle,
Und an des Lenzes grünem Sterbepfühl
Weint noch sein Kind, sein liebstes, Philomele.
Wenn so der Lenz frohlocket, schmerzlich ahnt
Das Herz sein Paradies, das uns verloren,
Und weil er uns zu laut daran gemahnt,
Musst ihn der heiße Sonnenpfeil durchbohren.
Der Himmel blitzt, und Donnerwolken fliehn,
Die lauten Stürme durch die Haine tosen:
Doch lächelnd stirbt der holde Lenz dahin,
Sein Herzblut still verströmend, seine Rosen.
Himmelstrauer
Am Himmelsantlitz (по лицу неба; das Antlitz) wandelt ein Gedanke (бредет/движется мысль; der Gedanke; denken – думать),
Die düstre Wolke dort (вон то мрачное облако: «мрачное облако там»; düster), so bang (так испуганно/робко), so schwer (так тяжело);
Wie auf dem Lager (как на ложе; das Lager; liegen – лежать) sich der Seelenkranke (душевнобольной; die Seele – душа; krank – больной),
Wirft sich (мечется/бросается; werfen – бросать) der Strauch im Winde (куст на ветру; der Wind) hin und her (туда-сюда = беспокойно ворочается).
Vom Himmel tönt ein schwermutmattes Grollen (с неба звучит тоскливое громыхание; grollen – громыхать /о громе/; die Schwermut – уныние, тоска, меланхолия; matt – слабый, вялый; тусклый, матовый),
Die dunkle Wimper (темная ресница; dunkel) blinzet (мигает/поблескивает) manches Mal (иногда/время от времени: «некоторый раз»),
– So blinzen Augen (так мигают/поблескивают глаза; das Auge), wenn sie weinen wollen (когда они хотят плакать) – ,
Und aus der Wimper zuckt ein schwacher Strahl (и из-под ресницы сверкает/вспыхивает слабый луч; zucken – вздрагивать, подергиваться; сверкать, вспыхивать: Blitze zucken – сверкают молнии). —
Nun (теперь/и вот) schleichen aus dem Moore (крадутся/подкрадываются с болота; das Moor – /торфяное/ болото) kühle Schauer (прохладные ознобы = пробирающий до костей холод; der Schauer = der Schauder – дрожь, озноб)
Und leise Nebel (и тихие туманы; der Nebel) übers Heideland (над лугами: «над луговой землей»; die Heide – вересковая пустошь);
Der Himmel ließ (небо пустило/отпустило; lassen), nachsinnend seiner Trauer (погруженное в свою печаль/в свое уныние; über etwas /oder + Gen./ nachsinnen – размышлять, раздумывать о чем-либо /высок./),
Die Sonne lässig fallen aus der Hand (солнце вяло небрежно упасть из руки = вяло выронило из рук солнце).
Am Himmelsantlitz wandelt ein Gedanke,
Die düstre Wolke dort, so bang, so schwer;
Wie auf dem Lager sich der Seelenkranke,
Wirft sich der Strauch im Winde hin und her.
Vom Himmel tönt ein schwermutmattes Grollen,
Die dunkle Wimper blinzet manches Mal,
– So blinzen Augen, wenn sie weinen wollen – ,
Und aus der Wimper zuckt ein schwacher Strahl. —
Nun schleichen aus dem Moore kühle Schauer
Und leise Nebel übers Heideland;
Der Himmel ließ, nachsinnend seiner Trauer,
Die Sonne lässig fallen aus der Hand.
Herbstgefühl
Mürrisch braust der Eichenwald (ворчливо бушует/шумит дубовый лес; murren – ворчать, роптать; die Eiche – дуб),
Aller Himmel ist umzogen