Ночная песнь странника. Из немецкой лирической поэзии XVIII, XIX, XX веков — страница 38 из 63

In Tropfen an mir nieder (каплями по мне вниз = соскальзывает; der Tropfen),

Die Woge wieget (волна качает; die Woge – вал, /большая/ волна) aus und ein (приливая и отливая; aus und ein – наружу и внутрь; einwiegen – укачивать, убаюкивать)

Die hingegebnen Glieder (отдавшиеся /ей, на ее волю/ члены; das Glied; hingeben – передавать, протягивать; отдавать, жертвовать);

Die Arme hab ich ausgespannt (руки я раскинул; der Arm; spannen – натягивать, напрягать),

Sie kommt auf mich herzugerannt (она набрасывается на меня: «приходит на меня, мчась/прибегая сюда»; rennen – бежать, мчаться),

Sie fasst (она хватает) und lässt mich wieder (и снова отпускает меня).

Du murmelst so, mein Fluss, warum (ты бормочешь так, моя река, почему)?

Du trägst seit alten Tagen (ты носишь с давних дней; tragen)

Ein seltsam Märchen mit dir um (странную/необыкновенную сказку с собой; umtragen – всюду носить),

Und mühst dich (и стараешься/прилагаешь усилия; die Mühe – усилие, старание), es zu sagen (поведать ее);

Du eilst so sehr (ты так спешишь; sehr – очень) und läufst so sehr (и так бежишь; laufen),

Als müsstest du (как будто бы ты должна) im Land umher (в стране вокруг = здесь повсюду; das Land – земля, страна),

Man weiß nicht wen (неизвестно кого/никто не знает, кого = Бог знает кого), drum fragen (об этом спросить/расспросить; drum = darum – об этом).

Der Himmel, blau und kinderrein (небо, голубое и по-детски чистое; rein – чистый),

Worin die Wellen singen (в котором поют волны; die Welle),

Der Himmel ist die Seele dein (небо /есть/ твоя душа):

O lass mich (о дай/позволь мне: «пусти меня») ihn durchdringen (в него проникнуть/его пронизать; dringen – проникать; durch – сквозь)!

Ich tauche mich (я ныряю/погружаюсь) mit Geist und Sinn (духом и чувством; der Geist – дух; der Sinn – чувство, понимание; die Sinne – органы чувств)

Durch die vertiefte Bläue hin (сквозь углубленную синеву/голубизну; tief – глубокий; vertiefen – углублять),

Und kann sie nicht erschwingen (и не могу ее достичь; erschwingen – добывать, добиваться /чего-либо ценного/; schwingen – махать, размахивать; раскачиваться; перескакивать)!

Was ist so tief, so tief wie sie (что так глубоко, так глубоко, как она)?

Die Liebe nur alleine (только одна любовь; allein – один; только, лишь).

Sie wird nicht satt (она не становится сытой = не насыщается) und sättigt nie (и не насыщает никогда)

Mit ihrem Wechselscheine (своим переменным светом/световой игрой; wechseln – менять, обменивать; der Schein – свет, блеск; видимость).

– Schwill an (вздымайся/бурли; anschwellen, schwellen – пухнуть, вздуваться; прибывать /о воде/), mein Fluss, und hebe dich (моя река, и поднимайся/поднимись)!

Mit Grausen übergieße mich (ужасом/жутью окати меня; das Grausen – ужас, страх; gießen – лить; übergießen – облить)!

Mein Leben um das deine (мою жизнь – за твою)!

Du weisest schmeichelnd mich zurück (ты меня мягко: «льстя» возвращаешь назад/отстраняешь; schmeicheln – льстить; weisen – указывать; zurückweisen – возвращать назад; отклонять; отказывать)

Zu deiner Blumenschwelle (к твоему цветочному порогу; die Blume; die Schwelle).

So trage denn allein dein Glück (так неси же одна свое счастье),

Und wieg auf deiner Welle (и качай на своей волне)

Der Sonne Pracht (роскошь/великолепие солнца; die Pracht), des Mondes Ruh (покой луны; der Mond – луна; die Ruhe – покой):

Nach tausend Irren (после тысячи блужданий; irren – блуждать) kehrest du (возвратишься ты)

Zur ew’gen Mutterquelle (к вечному материнскому истоку; die Quelle; ewig)!

Mein Fluss

O Fluss, mein Fluss im Morgenstrahl!

Empfange nun, empfange

Den sehnsuchtsvollen Leib einmal,

Und küsse Brust und Wange!

– Er fühlt mir schon herauf die Brust,

Er kühlt mit Liebesschauerlust

Und jauchzendem Gesange.

Es schlüpft der goldne Sonnenschein

In Tropfen an mir nieder,

Die Woge wieget aus und ein

Die hingegebnen Glieder;

Die Arme hab ich ausgespannt,

Sie kommt auf mich herzugerannt,

Sie fasst und lässt mich wieder.

Du murmelst so, mein Fluss, warum?

Du trägst seit alten Tagen

Ein seltsam Märchen mit dir um,

Und mühst dich, es zu sagen;

Du eilst so sehr und läufst so sehr,

Als müsstest du im Land umher,

Man weiß nicht wen, drum fragen.

Der Himmel, blau und kinderrein,

Worin die Wellen singen,

Der Himmel ist die Seele dein:

O lass mich ihn durchdringen!

Ich tauche mich mit Geist und Sinn

Durch die vertiefte Bläue hin,

Und kann sie nicht erschwingen!

Was ist so tief, so tief wie sie?

Die Liebe nur alleine.

Sie wird nicht satt und sättigt nie

Mit ihrem Wechselscheine.

– Schwill an, mein Fluss, und hebe dich!

Mit Grausen übergieße mich!

Mein Leben um das deine!

Du weisest schmeichelnd mich zurück

Zu deiner Blumenschwelle.

So trage denn allein dein Glück,

Und wieg auf deiner Welle

Der Sonne Pracht, des Mondes Ruh:

Nach tausend Irren kehrest du

Zur ew’gen Mutterquelle!

Peregrina

Die Liebe (любовь), sagt man (говорят), steht am Pfahl gebunden (стоит привязанной к /позорному/ столбу; der Pfahl – кол, свая, столб; binden – связать),

Geht endlich arm (идет, наконец, бедная = будучи бедной/в бедности), zerrüttet (изможденная; zerrütten – расстраивать, расшатывать, разрушать), unbeschuht (босая, необутая; der Schuh – башмак; beschuhen – обувать);

Dies edle Haupt hat nicht mehr (эта благородная глава не имеет более; edel – благородный), wo es ruht (где упокоиться/обрести покой = ей негде преклонить главу),

Mit Tränen netzet sie (слезами смачивает/увлажняет она; die Träne) der Füße Wunden (раны ног; der Fuß – нога, ступня; die Wunde – рана).

Ach, Peregrinen hab ich so gefunden (именно такой я нашел Перегрину = именно так явилась мне Перегрина; finden – находить)!

Schön war ihr Wahnsinn (прекрасным было ее безумие; der Wahn – заблуждение, бред; der Sinn – смысл), ihrer Wange Glut (пыл ее щеки; die Glut – зной, жар; glühen – накаляться; гореть, пылать),

Noch scherzend (еще шутя/забавляясь; der Scherz – шутка) in der Frühlingsstürme Wut (в ярости весенних гроз; der Frühling – весна; der Sturm – гроза, буря; die Wut – гнев, ярость),

Und wilde Kränze (и дикие венки = и венки из полевых цветов; der Kranz) in das Haar gewunden (/имея/ вплетенными в волосы = с венками из полевых цветов в волосах; winden – мотать; плести, вить /венок/).

War’s möglich (/разве/ было это возможно), solche Schönheit zu verlassen (такую красоту/красавицу покинуть)?

– So kehrt nur reizender das alte Glück (так возвращается только прелестнее/желаннее старое счастье; reizen – раздражать /например, кожу/; прельщать, возбуждать, дразнить)!

O komm (приди), in diese Arme dich zu fassen (в эти руки = в это объятие отдаться; der Arm; fassen – хватать; вмещать, вставлять в оправу)!

Doch weh (но о горе)! o weh! was soll mir dieser Blick (что говорит: «что должен /значить/» мне этот взгляд)?

Sie küsst mich (она целует меня) zwischen Lieben noch (между любовью еще) und Hassen (и ненавистью; hassen – ненавидеть),

Sie kehrt sich ab (она отворачивается; sich abkehren), und kehrt mir nie zurück (и не вернется ко мне никогда; zurück – назад; zurückkehren – возвращаться).

Peregrina

Die Liebe, sagt man, steht am Pfahl gebunden,

Geht endlich arm, zerrüttet, unbeschuht;

Dies edle Haupt hat nicht mehr, wo es ruht,

Mit Tränen netzet sie der Füße Wunden.

Ach, Peregrinen hab ich so gefunden!

Schön war ihr Wahnsinn, ihrer Wange Glut,

Noch scherzend in der Frühlingsstürme Wut,

Und wilde Kränze in das Haar gewunden.

War’s möglich, solche Schönheit zu verlassen?

– So kehrt nur reizender das alte Glück!

O komm, in diese Arme dich zu fassen!

Doch weh! o weh! was soll mir dieser Blick?

Sie küsst mich zwischen Lieben noch und Hassen,

Sie kehrt sich ab, und kehrt mir nie zurück.

Verborgenheit

(Сокровенность/утаенность45)

Lass (оставь/позволь), o Welt (мир; die Welt), o lass mich sein (оставь меня/позволь мне быть /самому по себе, самим собой/)!

Locket nicht (не привлекайте/не выманивайте) mit Liebesgaben (дарами любви; die Liebe; die Gabe),

Lasst dies Herz (позвольте этому сердцу: «пустите это сердце»;